Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Polizei Enkeltrick: 80.000 Euro futsch
Lokales Polizei Enkeltrick: 80.000 Euro futsch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:29 12.02.2016
Enkeltrick-Betrüger haben es auf Geld abgesehen. Quelle: dpa
Potsdam

Eine 73 Jahre alte Frau aus Potsdam ist auf den sogenannten Enkeltrick hereingefallen und hat auf diese Weise 80.000 Euro verloren.

Die Frau hatte bereits am 5. Februar einen Anruf von ihrer angeblich ehemaligen Schwiegertochter erhalten. die junge Frau erzählte ihr, sie sitze gerade beim Notar und brauche leihweise mehrere Tausend Euro Bargeld. Ein Notarmitarbeiter könne vorbeikommen und das Geld abholen.

Die gutgläubige Rentnerin ging sofort zur Bank, hob den erbetenen Betrag ab und übergab die Summe dem ihr unbekannten Mann.

Erst Tage später wurde die 73-Jährige argwöhnisch, weil das „geliehene“ Geld immer noch nicht zurück auf ihr Konto überwiesen worden war. Am Freitag erstattete die Frau Anzeige.

Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben:

ca. 35 Jahre alt
1,60 cm bis 1,65 cm groß
normale Statur
europäisches Aussehen
dunkle Bekleidung
keine Brille oder Bart

Wer Hinweise zu dem Geldkurier oder zu dem Vorfall geben kann, wird gebeten, sich an die Polizeiinspektion Potsdam unter Tel. (0331) 5508 1224 zu wenden.

Die Masche: Frau gibt sich als Angehörige aus

Dies ist nicht der einzige, aber der bislang einzig erfolgreiche Fall von Enkeltrick-Betrug in Potsdam und Umland. Bei der Polizei sind in den vergangenen Tagen vermehrt Anzeigen eingegangen. Durch aufmerksame Angehörige, Bankangestellte und auch den Rentnern selbst ist es aber nur in dem einen Fall zur Geldübergabe gekommen.

In allen polizeilich bekannten Fällen rief eine Hochdeutsch sprechende Frau an, die sich als vermeintliche Angehörige ausgibt. Sie verwickelt die Rentner in ein Gespräch und fordert dann mehrere Tausend Euro, um eine Eigentumswohnung kaufen zu können.

Die Polizei rät:

– Die Polizei rät, sich niemals am Telefon auf Geldforderungen einzulassen, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer!

– Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen! Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis.

– Teilen Sie auch niemals den Namen ihres Verwandten mit. Häufig erfragen die Betrüger ihre Opfer am Telefon: „ Ja, erkennst du mich nicht“? Die Angerufenen nennen dann häufig den Namen eines Verwandten, damit geben sie den Betrügern eine Vorlage.

– Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin. Überprüfen Sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten.

– Rufen Sie die oder den „Verwandten“ zurück. Verwenden Sie dazu die Ihnen bekannte Telefonnummer - nicht aber die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat.

– Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers.

- Bevor Sie jemanden mit Geld zu helfen versprechen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache nicht geheuer ist, informieren Sie Ihre örtliche Polizeidienststelle oder rufen die 110.

– Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind!

– Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei und rufen im Zweifelsfall immer die Polizei!

Von MAZonline

Sie hatte gehofft, einen netten Mann kennenzulernen. Vielleicht sogar eine neue Liebe zu finden. Dann entdeckte die Neuruppinerin eine vielversprechende Kontaktanzeige. Doch statt ihren Traummann zu treffen, wurde sie um mehrere tausend Euro betrogen. Das Inserat war bloß fingiert.

12.02.2016

Bilder aus einer Überwachungskamera haben zur Identifizierung mutmaßlicher U-Bahn-Schläger geführt. Die Männer sollen im Mai in Berlin zwei Fahrgäste verletzt haben. Dank der Bilder einer Überwachungskamera konnten sie nun überführt werden.

12.02.2016
Ostprignitz-Ruppin Ostprignitz-Ruppin: Polizeibericht vom 12. Februar - 560 Liter Diesel geklaut

Dieseldiebe haben in der Nacht zu Freitag aus zwei in Werder abgestellten Lastwagen insgesamt rund 300 Liter Kraftstoff gestohlen. In der gleichen Nacht bohrten Unbekannten einen Lkw-Tank in Wittstock auf. Dort wurden etwa 260 Liter Diesel abgezapft. Sowohl in Werder als auch in Wittstock parkten die Lastwagen auf den Grundstücken von Unternehmen.

12.02.2016