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Polizei Ermittlungen wegen versuchten Totschlags gegen Asylbewerber
Lokales Polizei Ermittlungen wegen versuchten Totschlags gegen Asylbewerber
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18:08 14.06.2018
Symbolbild. Quelle: dpa
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Lauchhammer

Gegen den bei einem Polizeieinsatz in Südbrandenburg angeschossenen Asylbewerber wird inzwischen wegen versuchten Totschlags ermittelt. Das teilte das Polizeipräsidium am Donnerstag in Potsdam mit. Zuvor hatte der RBB berichtet. Der 24-Jährige aus dem Tschad soll am Dienstag in seiner Asylbewerberunterkunft in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) randaliert haben und beim Eintreffen der Polizei mit einem Messer auf die Beamten losgegangen sein. Daraufhin schoss ein Polizist und verletzte den 24-Jährigen an der Schulter.

Zunächst ermittelte die Kriminalpolizei gegen den Asylbewerber wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Die Staatsanwaltschaft habe nach Vorlage der Ermittlungserkenntnisse den Vorgang inzwischen umklassifiziert – die Ermittlungen liefen jetzt wegen versuchten Totschlags, so das Polizeipräsidium.

Zum Schutz der Klinikmitarbeiter festgebunden

Am Donnerstag sei von der Staatsanwaltschaft auch Haftbefehl beantragt worden. Eine Entscheidung dazu stand von Richterseite am Donnerstag noch aus, wie es vom Polizeipräsidium weiter hieß.

Der 24-Jährige kam nach dem Schuss in ein Krankenhaus. Nach Polizeiangaben vom Mittwoch war er dort weiter aggressiv, sodass er zum Schutz der Klinikmitarbeiter am Bett festgebunden habe werden müssen. Die Polizei bewachte ihn. Auch am Donnerstag wurde der Mann nach wie vor bewacht, hieß es.

Von dpa/MAZonline

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