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Frau stirbt nach Badeunfall im „blu“

Potsdam Frau stirbt nach Badeunfall im „blu“

Tragischer Unfall im neuen Potsdamer Schwimmbad „blu“. Eine Frau ist leblos im Becken gefunden worden und starb später im Krankenhaus. Die Polizei ermittelt nun zur Todesursache. Badegäste berichten Erschreckendes, doch die Stadtwerke Potsdam weisen die Vorwürfe zurück.

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Das neue Potsdamer Sport- und Freizeitbad war im Juni eröffnet worden nd zog bis Ende September mehr als 137000 Besucher an.

Quelle: Foto: Gartenschläger

Potsdam. Wie erst jetzt bekannt wurde, gab es am Donnerstag einen tragischen Vorfall im neuen Potsdamer Bad „blu“. Eine 39 Jahre alte Frau ist aus noch ungeklärter Ursache gestorben, wie eine Mitarbeiterin der Pressestelle der Polizei in Potsdam am Montag auf MAZ-Anfrage bestätigte. Die Frau sei leblos aus dem Becken geborgen worden. „Es wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet“, so Stefanie Klaus. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, sei noch unklar. Dass der Todesfall nicht im täglichen Polizeibericht veröffentlicht wurde, sei nichts Ungewöhnliches. „Wir melden nicht jeden Badetoten“, so die Sprecherin.

Stadtwerke erfahren aus Polizeimeldung vom Tod der Frau

Die Stadtwerke haben laut einer Mitteilung erst am Montag davon erfahren, dass der Unfall vergangene Woche tödlich ausging. „Eine Frau, deren Alter von unseren Mitarbeitern auf ca. 40 Jahre geschätzt wurde, musste reanimiert werden“, so Sprecher Stefan Klotz. Die Frau sei lautlos untergegangen und habe nicht um Hilfe gerufen.

„Die diensthabenden Mitarbeiter der Bäderlandschaft Potsdam GmbH haben die Rettungsmaßnahmen gemeinsam mit zwei Rettungssanitätern, die sich zufällig ebenfalls im Sportbad befanden, durchgeführt. Die Frau wurde im Anschluss vom Rettungsdienst der Feuerwehr ins Krankenhaus gebracht.“ Erst aus einer Mitteilung der Polizei vom Montag habe das Unternehmen erfahren, dass die Frau gestorben sei.

Tiefe Betroffenheit bei der Bäderlandschaft

Die Geschäftsführerin der Bäderlandschaft Potsdam GmbH, Ute Sello, zeigte sich tief betroffen von dem tragischen Ereignis und erklärt, dass sie und die Mitarbeiter mit den Angehörigen mitfühlen. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedauern sehr, dass es diesem Falle nicht zu einem guten Ausgang gekommen ist.“

Augenzeugin: Viele Kinder Zeugen des Unglücks

Die Freundin einer Augenzeugin berichtete der MAZ, dass die Rettungsaktion im Bad nach Aussagen der Zeugin unkoordiniert verlaufen sei. Mitarbeiter sollen zunächst nicht gewusst haben, wie sie reagieren sollen. Der Badebetrieb sei zudem einfach weitergelaufen, viele Kinder seien Zeugen des Unglücks und der anschließenden Reanimationsversuche am Beckenrand geworden. Die verunglückte Frau, die vor Blicken anderer Gäste nicht abgeschirmt worden sei, habe trainiert gewirkt und vorher mehrere Bahnen im Becken gezogen.

Stadtwerke: Rettungspersonal war geschult

Die Stadtwerke weisen die Vorwürfe zurück. Die beiden zufällig anwesenden Rettungsassistenten hätten in Abstimmung mit dem Bad-Rettungspersonal aufgrund ihrer weitreichenderen praktischen Erfahrungen die Reanimation übernommen. „Überfordert war das Rettungspersonal der Bäderlandschaft in keinem Fall“, so Klotz. Die Mitarbeiter hätte die Rettungsmaßnahmen auch allein ausführen können, dazu würden sie regelmäßig geschult. „Bei der Rettung zählt jede Sekunde, deshalb wurde die Wiederbelebung nicht im Sanitäterraum durchgeführt, sondern sofort am Beckenrand. Hier geht Lebensrettung vor“ sagt Klotz. Der Zugang zum Sportbad sei abgesperrt und die Gäste ins Familienbad gebeten worden. Andere Gäste, die das Geschehen miterlebt haben, hätten die Rettungsmaßnahmen nicht behindert, „allerdings bleibt auf Grund der Gegebenheiten vor Ort so ein Vorgang nicht unbeobachtet“.

Von Marion Kaufmann

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