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Polizei Haarscharf an Katastrophe vorbei: 70-Jähriger mit Fahrrad auf der A10
Lokales Polizei Haarscharf an Katastrophe vorbei: 70-Jähriger mit Fahrrad auf der A10
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14:52 16.03.2018
Beamte der Polizei sicherten den 70-jährigen Radfahrer und dessen Fahrrad. Quelle: Julian Stähle
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Oranienburg

Mehr als einen Schutzengel hatte offensichtlich am Donnerstagabend gegen 17.40 Uhr ein 70-jähriger Berliner nahe Oranienburg. Aus noch unbekannten Gründen war der Mann mit dem Fahrrad auf der viel befahrenen Autobahn A10 auf dem nördlichen Berliner Ring zwischen der Anschlussstelle Oberkrämer und dem Autobahndreieck Oranienburg unterwegs.

Nachdem der Senior mehrere Kilometer auf der A10 mit seinem Rad zurückgelegt hatte, kam er ohne Fremdeinwirkung zu Fall und blieb daraufhin mit seinem Oberkörper auf der rechten Fahrbahn der Autobahn liegen. Ein unmittelbar hinter ihm fahrender Lkw-Fahrer konnte dem Mann gerade noch ausweichen. Zwei darauffolgende Sattelzugmaschinen-Fahrer hielten schließlich an und sicherten die Stelle ab, um den Mann vor einem Überfahren zu schützen. Zugleich informierten sie die Polizei und den Rettungsdienst. Die schnelle Reaktion der anderen Verkehrsteilnehmer war es somit zu verdanken, dass der 70-Jährige nicht zu Schaden kam.

Der alarmierte Rettungsdienst versorgte den Mann, der sich trotz des Sturzes nicht verletzt hatte, schließlich vor Ort und brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Wie sich dabei herausstellte, war der 70-Jährige erheblich alkoholisiert. Warum der 70-Jährige diese lebensgefährliche Tour mit seinem Rad auf sich genommen hatte, ist noch völlig unklar.

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Ein 70-jähriger Berliner fuhr Donnerstagabend mit seinem Fahrrad auf die Autobahn A10. Auf dem nördlichen Berliner Ring, zwischen den Anschlussstellen Oberkrämer und Autobahndreieck Oranienburg, stürzte er schließlich. Nur dank umsichtiger und reaktionsschneller Ersthelfer erlitt er keinen größeren Schaden.

Die vor Ort im Einsatz befindlichen Beamten der Polizei lobten vor allem das Handeln der Unfallzeugen: „Das Verhalten der Ersthelfer war sehr löblich. Sie haben wahrscheinlich Schlimmeres verhindert“, so der Dienstgruppenleiter der Polizeiinspektion Oberhavel in der Rieden. „Ich habe gesehen, wie die Fahrzeuge vor mir ausgewichen sind. Ich bin dann ausgestiegen und habe den Fahrradfahrer gesehen. Hier gehört kein Fahrradfahrer auf die Autobahn“, sagte Augenzeuge Marco Kaiser. „So etwas muss man nicht erleben. Ich habe die Stelle dann abgesichert, so dass keiner mehr rauffahren kann“, berichtete er. „Das war eine sehr gefährliche Situation, die zum Glück gut ausgegangen ist“, unterstrich Toralf Reinhardt, Pressesprecher der Polizei, die heikle Situation.

In Folge des Vorfalls kam es zur Sperrung zweier Fahrspuren auf der A10, die zu einem erheblichen Rückstau führten. Das Fahrrad des Mannes wurde sichergestellt. Die Polizei ermittelt nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr durch Hindernis bereiten gegen den 70-Jährigen.

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Von MAZonline/Julian Stähle

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