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Polizei Schwerer Lkw-Unfall – Bergung abgeschlossen
Lokales Polizei Schwerer Lkw-Unfall – Bergung abgeschlossen
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12:43 29.03.2018
Die Bergung des verunglückten Lkw-Fahrers war für die Rettungskräfte äußerst schwierig. Quelle: Julian Stähle
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Oranienburg

Bei einem Unfall eines mit Heizöl beladenen Tanklasters auf dem nördlichen Berliner Ring ist dessen Fahrer ums Leben gekommen. Laut Informationen der Polizei handelt es sich dabei um einen 27-jährigen Mann. Drei weitere Menschen wurden durch den Unfall verletzt, wie die Polizei mitteilte; davon zwei Insassen eines weiteren Lkws schwer.

Der Tanklaster prallte nahezu ungebremst auf einen stehenden Lkw am Stauende. Quelle: Julian Stähle

Der mit Heizöl beladene Lastwagen war am Mittwochmittag gegen 13.30 Uhr zwischen dem Kreuz Oranienburg und der Anschlussstelle Oberkrämer in Fahrtrichtung Hamburg an einem Stauende auf einen anderen Lkw aufgefahren und hatte diesen auf einen dritten geschoben. Zuvor war es auf der Gegenfahrbahn in Fahrtrichtung Stralsund zu einem Auffahrunfall und leichtem Stau gekommen.

In Folge kam es auch auf der Gegenfahrbahn zu einem Auffahrunfall. Ob dafür Gaffer der Auslöser waren, wird durch die Polizei gegenwärtig ermittelt. Durch den Unfall staute sich der Verkehr in dem Bereich. Drei Sattelzugmaschinen kamen aufgrund sofort eingeleiteter Gefahrenbremsungen noch rechtzeitig genug zum Stehen. Der darauf folgende Fahrer des Tanklastwagens konnte sein Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig genug zum Stehen bringen und kollidierte daher nahezu ungebremst mit dem vor ihm stehenden Lkw.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 27-jährige Fahrer so schwer verletzt und in seiner Fahrerkabine eingeklemmt, dass er noch vor Ort verstarb.

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Mittwochnachmittag (28. März) auf dem nördlichen Berliner Ring zwischen den Anschlussstellen Oberkrämer und Kreuz Oranienburg. Dabei wurde ein Lkw-Fahrer tödlich verletzt, drei weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Der Unfall sorgte für eine mehrstündige Vollsperrung und Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die beiden 52- und 55-jährigen Insassen des zweiten Lastwagens, auf den der Tankwagen aufgefahren war, wurden durch den Aufprall ebenfalls schwer verletzt und mussten von Rettungskräften aus der Fahrerkabine herausgeschnitten und geborgen werden. Ihr Fahrzeug wurde zudem auf einen weiteren Lkw geschoben, dessen 31-jähriger Fahrer wiederum leicht verletzt wurde.

Seine Sattelzugmaschine wurde auf einen Lkw geschoben, dessen 40-jähriger Fahrer unverletzt blieb. Zudem touchierte der Tanklaster einen Pkw während der Gesamtkollision seitlich. Beide Pkw-Insassen – 19 und 35 Jahre alt – blieben jedoch unverletzt.

Rund um den Unfalbereich kam es zu weiträumigen Absperrungen. Quelle: Julian Stähle

Den Einsatzkräften bot sich vor Ort ein Trümmerfeld. Das Fahrerhaus des verunfallten Tanklasters war durch den schweren Aufprall enorm demoliert worden, der Lenkradbereich hatte sich um etwa zwei Meter verschoben, das Führerhaus selbst war bis zum Tank eingedrückt worden. Aus diesem Grund benötigten die Rettungskräfte schweres Gerät, um den 27-Jährigen aus dem Lkw zu bergen.

Nach dem schweren Lkw-Unfall auf dem nördlichen Berliner Ring zwischen dem Kreuz Oranienburg und der Anschlussstelle Oberkrämer am frühen Mittwochnachmittag waren mehr als 100 Rettungskräfte vor Ort mit den Bergungs- und Aufräumarbeiten beschäftigt.

Die A10 wurde zwischen dem Kreuz Oranienburg und der Anschlussstelle Oberkrämer in beide Richtungen für mehrere Stunden vollgesperrt, der Verkehr wurde abgeleitet. Betroffen von den Sperrungen waren zudem weitere angrenzende Verkehrswege wie die A111 und die B96.

Im gesamten angrenzenden Bereich in Oberhavel kam es daraufhin zu erheblichen Verkehrseinschränkungen und kilometerlangen Staus. Gegen 17.30 Uhr konnten die ersten Sperrungen im Bereich der A111 aufgehoben werden.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich für die rund 100 Rettungskräfte schwierig. Neben der Bergung des tödlich verunglückten Lkw-Fahrers sowie der schwer verletzten Insassen weiterer, in den Unfall verwickelten Sattelzugmaschinen, galt es für die Feuerwehrleute, das Heizöl aus dem verunfallten Tanklaster abzupumpen. Quelle: Julian Stähle

Kameraden der Feuerwehr waren vor Ort zudem damit beschäftigt, das aus einem durch den Unfall entstandene Leck auslaufende Öl auf der Straße abzubinden sowie die restliche Ladung des Tankwagens abzupumpen. Die Flüssigkeit sei brennbar, aber nicht leicht entflammbar, hieß es seitens der Feuerwehr.

Erste Erkenntnisse deuteten bereits darauf hin, dass verunreinigtes Erdreich wohl abgetragen werden muss. Austretende Dämpfe seien nicht gesund, sie könnten Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen. Informationen darüber, dass Heizöl ins Grundwasser gelangt sei, gab es laut Feuerwehr zunächst jedoch nicht.

Die Kameraden der Feuerwehr waren bis tief in die Nacht damit beschäftigt, die drei Kammern des Heizöl-Tanks leerzupumpen. Eine der drei Kammern des Anhängers war durch den Unfall derart beschädigt worden, dass ihr Inhalt – ca. 2000 Liter Heizöl – sich auf die Straße und das angrenzende Erdreich ausbreiteten und dort im Boden versickerten. Der Inhalt der beiden weiteren Tankkammern wurde bis in den späten Abend in einen zweiten Heizöltanker umgetankt – ein Vorgang, der sehr viel Zeit beanspruchte und sich daher nach Schätzungen der Feuerwehr bis gegen 23.30 Uhr hinziehen dürfte.

Erst im Anschluss wird der Abschleppdienst zum Einsatz kommen, um die drei havarierten Sattelzugmaschinen sicherzustellen und abzutransportieren, die in den nächsten Tagen weiter ausführlich von Gutachtern untersucht werden müssen. Die Bergungsarbeiten fanden bis in die Morgenstunden statt.

Am Donnerstagmorgen gegen neun Uhr war die Autobahn am Dreieck Pankow in Fahrtrichtung Oberkrämer dann wieder frei. Lediglich in die entgegengesetzte Fahrtrichtung stockte der Verkehr noch ein wenig.

Insgesamt waren bei dem Einsatz rund 100 Rettungskräfte vor Ort im Einsatz, wie Marcel Manske, Einsatzleiter der Feuerwehr Birkenwerder berichtete.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich für die rund 100 Rettungskräfte schwierig. Neben der Bergung des tödlich verunglückten Lkw-Fahrers sowie der schwer verletzten Insassen weiterer, in den Unfall verwickelten Sattelzugmaschinen, galt es für die Feuerwehrleute, das Heizöl aus dem verunfallten Tanklaster abzupumpen. Quelle: Julian Stähle

Auch die Untere Naturschutzbehörde erschien noch am Mittwoch am Unfallort, um die Situation vor Ort zu begutachten. Sie wird nun in den nächsten Tagen prüfen, ob und in welchem Umfang verunreinigtes Erdreich abgetragen werden muss.

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Von MAZonline

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