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Polizei Russin verprügelt: Staatsschutz ermittelt
Lokales Polizei Russin verprügelt: Staatsschutz ermittelt
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22:13 20.08.2014
Das Opfer lief mit ihrem Rollator an der Schule Am Nuthetal vorbei. Quelle: dpa-Archiv
Potsdam

In der Nähe des Ausländerwohnheims am Schlaatz ist eine 70 Jahre alte Russin von zwei unbekannten Deutschen verprügelt worden. Weil ein ausländerfeindlicher Hintergrund der Tat nicht auszuschließen ist, hat sich der Staatsschutz eingeschaltet.

Es gibt eine detaillierte Beschreibung der Täter, aber das Opfer und zwei begleitende Frauen, eine davon im Rollstuhl, sprechen kein Deutsch und können nichts von den Äußerungen der Männer wiedergeben, sagte ein Polizeisprecher der MAZ. Hier habe sich kein Anhaltspunkt für die Beweggründe zur Tat ergeben, die bereits am Freitag passierte, aber erst am Montag gemeldet wurde. Ein Sozialarbeiter aus dem Heim An der Alten Zauche rief die Polizei und die den Rettungsdienst, weil die Frau Schmerzen hatte. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht und nach der Behandlung wieder entlassen. Sie hat Prellungen am ganzen Körper erlitten.

Der Tatort: Vor dieser Schule am Schlaatz und unweit des Flüchtlingswohnheims An der Alten Zauche (re.) wurde die betagte Russin von zwei jungen Deutschen angegriffen. Quelle: Rainer Schüler

Die Frau ist Russin. Ob sie auch einen Status als Flüchtling oder Asylbewerber hat, wusste die Polizei am Mittwoch noch nicht. Die Frau hat angegeben, am Freitagabend von einem unbekannten Mann geschlagen und getreten worden zu sein. Sie war mit ihrem Rollator auf der Straße Am Nuthetal unterwegs und wurde auf Höhe der Schule von dem entgegenkommenden Mann angegriffen. Der Täter soll in Begleitung eines zweiten Mannes gewesen sein und war offenbar stark betrunken. Beide kamen aus Richtung Alte Zauche.Warum die Polizei erst am Montagnachmittag davon erfuhr, ist Teil der Ermittlung. Die begleitenden Frauen haben den Tathergang bestätigt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Erwogen wird, das Opfer und die Frauen erneut zu befragen.

Der Staatsschutz

  • Das Dezernat Staatsschutz ist Teil der Kripo und bearbeitet Fälle politisch motivierter Kriminalität.
  • Es ermittelt auch zu Gewaltdelikten, bei denen als tatauslösendes Moment eine politische oder fremdenfeindliche Motivation angenommen wird – deshalb ist er im aktuellen Fall tätig.

Polizei sucht nach Zeugen

Der Täter war der Beschreibung zufolge 28 bis 35 Jahre alt, zwischen 1,80 und 1,90 Meter groß und kräftig. Sein dunkelblondes Haar hatte er zum Pferdeschwanz gebunden, der ihm über die Schultern ging. Die Seiten am Kopf waren kurz rasiert. Er trug ein schwarzes oder dunkles Shirt und dunkle Jeans, eine tarnfarbengrüne Lederjacke und hohe Schnürschuhe. Sein offenbar am Angriff unbeteiligter Begleiter wird auf 27 oder 28 Jahre geschätzt, 1,65 bis 1,70 Meter groß. Er hatte helle Augenbrauen und Wimpern, kurzes Haar oder Glatze. Er trug eine Sportjacke und hatte einen schwarzen Stoffbeutel bei sich.

Die Polizei sucht nach weiteren Zeugen, die die Tat oder den Täter am Freitagabend aus gegenüberliegenden Fenstern beobachtet haben könnten. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Potsdam unter  0331/55081224 entgegen. Bis zum Mittwochabend waren bei der Polizei noch keine Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.

Von Rainer Schüler

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