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Polizei Neue „Enkeltrick“-Betrugsmasche: Angeblicher Unfall
Lokales Polizei Neue „Enkeltrick“-Betrugsmasche: Angeblicher Unfall
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13:20 26.09.2018
Eine neue Telefonbetrugsmasche tauchte am Dienstag erstmals in Oranienburg auf. (Symbolbild) Quelle: Patrick Seeger/DPA
Oranienburg

Eine noch relativ unbekannte und scheinbar neue Betrugsmasche des sogenannten Enkeltrick-Telefonbetrugs wurde am Dienstag (25. September) von gleich zwei Senioren in Oranienburg bei der Polizei angezeigt.

Unfall und kaputtes Auto?

Ein 88-jähriger Mann erhielt am Nachmittag den Anruf eines Mannes, der sich als vermeintlicher Polizist der Verkehrspolizei Oranienburg ausgab. Er teilte dem Senior mit, dass ein Familienmitglied einen Unfall gehabt habe, dessen Führerschein eingezogen sei und das Auto nicht mehr fahrbereit sei. Um das Auto auszulösen, sei eine Zahlung von 2000 Euro notwendig, für die eine Anzahlung von mindestens 500 Euro durch den 88-Jährigen zu leisten sei.

Eine 81-jährige Einwohnerin aus dem Oranienburger Ortsteil Schmachtenhagen erhielt am Dienstag einen ähnlichen Anruf. Beide Senioren gingen nicht auf den Anruf ein, es kam auch zu keiner Geldzahlung. Sie meldeten den Vorfall bei der Polizei.

Das rät die Polizei: Niemals telefonische Geldforderungen

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass „Beamte der Polizei niemals auf telefonischem Weg Geldforderungen erheben“, betont Polizeisprecherin Ariane Feierbach. „Auch wenn ein Familienmitglied im Krankenhaus liegt erfolgt die Verständigung der Angehörigen darüber immer auf dem persönlichen Weg.“

Zugleich erklärt die Polizeisprecherin, dass „jüngere Familienmitglieder mit den älteren Menschen in ihrem Familienkreis über solche Betrugsmaschen sprechen und sie dafür sensibilisieren sollten. Haben Sie immer ein Auge auf die ältere Generation und raten Sie ihnen immer wieder, im Falle des Falls bei den Betreffenden anzurufen und sich innerhalb der Familie rückzuversichern.“ Zugleich appelliert die Polizei, „sich von Anrufern nicht unter Druck setzen zu lassen.“ Inzwischen komme es gar zu nachtschlafender Zeit zu solchen Betrugsanrufen, möglicherweise, um die Geschädigten noch stärker zu verunsichern. So habe erst zu Wochenbeginn ein Bürger in der Prignitz einen „Enkeltrick“-Anruf um 21.30 Uhr erhalten, was den Angerufenen noch stärker verunsichern könne als ohnehin schon.

So schützen Sie sich vor Enkeltrick-Betrug

- Am Telefon nicht ausfragen lassen! Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis.

- Nicht unter Druck setzen lassen! Vereinbaren Sie einen späteren Gesprächstermin. In der Zwischenzeit prüfen Sie die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei.

- Rufen Sie die Polizei an! Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – aber nicht die Nummer, die der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde.

- Notieren Sie die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers.

- Bevor Sie jemandem Geld geben: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie die Polizei.

– Übergeben Sie Geld nur an Personen, die Ihnen persönlich bekannt sind!

– Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Termin die Polizei unter Tel. 110!

– Sichern Sie Ihre Wohnung: Tür abschließen, Sperrriegelkette vorhängen, Türspion benutzen.

– Schließen Sie niemals Verträge an der Haustür ab!

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