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Polizei Wohnhaus abgebrannt – junge Familie steht vor dem Nichts
Lokales Polizei Wohnhaus abgebrannt – junge Familie steht vor dem Nichts
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18:25 11.10.2018
Völlig aus brannte das zum Wohnen ausgebaute Stallgebäude einer jungen Familie in Heinrichsdorf. Quelle: Julian Stähle
Oranienburg/Heinrichsdorf

Dramatische Szenen spielten sich am Dienstag (9. Oktober) in Heinrichsdorf bei Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) ab. Das Wohnhaus einer vierköpfigen Familie stand dort zur Mittagszeit lichterloh in Flammen und brannte bis völlig aus. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Glück im Unglück – die Familie, die das Haus bewohnte, war zum Zeitpunkt des Brandes nicht zu Hause, die Eltern befanden sich auf Arbeit, die beiden Kinder im schulpflichtigen Alter in der Schule. Somit blieben alle vier unverletzt.

Vierköpfige Familie steht vor dem Nichts

Der Schreck bei der Familie ist auch zwei Tage nach dem Brand noch riesengroß. Sie steht praktisch vor dem Nichts, nachdem das gesamte Hab und Gut in den Flammen aufgegangen ist. Doch auch die Hilfsbereitschaft und Anteilnahme von Nachbarn und Freunden ist riesengroß, erste Spenden für die junge Familie gingen bereits ein. Die hat vorerst bei den Eltern des Familienvaters Unterschlupf gefunden, wie es in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen soll, weiß noch niemand.

Mutter in Oranienburg geboren und aufgewachsen

Große Sorgen um die vier macht sich Michél Janotta. Der Bruder der vom Brand betroffenen Mutter, die in Oranienburg geboren und aufgewachsen ist, unterstützt seine Schwester nach Kräften und ist zugleich froh und dankbar für die große Welle der Hilfsbereitschaft, die seit Dienstag durch das kleine Dorf schwappt. „Meine Schwester ist vor 15 Jahren, im August 2003, zu ihrer großen Liebe nach Heinrichsdorf gezogen“, berichtet er im MAZ-Gespräch. Er ist froh, dass „zum Glück niemand daheim war, als das Feuer ausbrach und es der Familie zumindest gesundheitlich gut geht“.

Das Haus einer vierköpfigen Familie aus Heinrichsdorf bei Rheinsberg ist am Dienstag völlig abgebrannt. Verletzt wurde durch die Flammen glücklicherweise niemand. Zur Brandursache wird ermittelt.

Wohnhaus in vergangenen Jahren in Eigenregie ausgebaut

Der durch das Feuer entstandene Sachschaden ist bislang noch nicht beziffert. Neben dem Haus, ein zum Wohnen umgebautes Stallgebäude, welches die Familie in den vergangenen Jahren mit viel Arbeit und Aufwand in Eigenregie mit Holz ausgekleidet hatte, brannten auch ein Schuppen und eine Werkstatt ab. Eine Herausforderung war zudem am Haus gestapeltes Brennholz, auf dem Hof gelagerte Reifen sowie geparkte Landmaschinen und andere Fahrzeuge und ein an das Gehöft angrenzende Wald, wie der Rheinsberger Stadtbrandmeister Fred Kuball mitteilte, der den Löscheinsatz vor Ort leitete. Nachdem eine Dorfbewohnerin das Feuer entdeckt und 12.33 Uhr bei der Feuerwehr gemeldet hatte, waren ingesamt 37 Kameraden mehrere Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Kriminaltechniker ermitteln technische Brandursache

Wie die Polizei unterdessen am Donnerstag (11. Oktober) mitteilte, wurden die kriminaltechnischen Untersuchungen des Brandortes am Donnerstag abgeschlossen. Es handele sich um eine technische Brandursache, so die Polizei. Zunächst hatten die Kriminaltechniker den Brandausbruch in der Küche bereits ausgeschlossen. Ein angelassener Herd oder ein defektes Küchengerät könne es nicht gewesen sein, „das Feuer ist an einer Stelle ausgebrochen, die weit weg von der Küche weg war“, hatte Polizeisprecherin Dörte Röhrs bereits am Dienstag erklärt.

Hilfsbereitschaft groß – Spendenkonto eingerichtet

Die Hilfsbereitschaft in der Nachbarschaft ist groß, auf Wunsch der Heinrichsdorfer wurde inzwischen ein Spendenkonto eröffnet, wie Ortsvorsteher Mirko Teppner mitteilte. Da dessen Einrichtung als Privatperson nicht möglich ist, sei hier die Stadt Rheinsberg, zu der Heinrichsdorf als Ortsteil gehört, in die Bresche gesprungen und habe bei der Sparkasse eine Bankverbindung eingerichtet, auf das nun Hilfsgeld eingezahlt werden kann. Wofür die Spenden genau gebraucht werden, kann Töppner noch nicht sagen. „Aber die Familie braucht so gut wie alles: von Dingen des täglichen Bedarfs über Möbel bis zu Töpfen. Denn: Was das Feuer nicht geschafft hat zu vernichten, das hat das Löschwasser zerstört.“ Spenden für die Familie können auf das folgende Spendenkonto der Stadt Rheinsberg bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin eingezahlt werden: IBAN: DE78 1605 0202 1001 0378 86, BIC: WELADED1OPR.

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