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Polizei Polizist verfehlt Hund – SEK rückt an
Lokales Polizei Polizist verfehlt Hund – SEK rückt an
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17:45 02.09.2016
Quelle: dpa Zentralbild
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Berlin

Ein Polizist hat in Neukölln offenbar versehentlich einen 37-Jährigen angeschossen und schwer verletzt. Eigentlich sollte dessen nicht angeleinter aggressiver Hund getroffen werden, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Mann habe zuvor einen Polizeibeamten außer Dienst an einer Tankstelle bedroht, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Es soll dabei um Zigaretten gegangen sein. Als der Beamte seine Kollegen dann gegen 1 Uhr am Freitagmorgen alarmierte, flüchtete der Verdächtige mit seinem Hund in ein Gebüsch. Als die anderen Beamten anrückten, soll der Hund „bedrohlich“ auf sie zugelaufen sein.

Daraufhin schoss ein Polizist auf das Tier, traf jedoch den Verdächtigen, der sich hinter dem Hund in dem Gebüsch aufhielt. Der Verletzte musste notoperiert werden. Ein später eingetroffenes Spezialeinsatzkommando (SEK) machte den Hund mit einem Taser angriffsunfähig. Gegen den Schützen wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Piraten kritisieren Informationspolitik der Polizei

Christopher Lauer, innenpolitischer Sprecher der Piratenfraktion, bemängelte die Informationspolitik der Polizei als unklar und einseitig: „Der ganze Ablauf wird mir überhaupt nicht klar: Wie viel Zeit verging zum Beispiel zwischen dem Schuss und dem Eintreffen des SEK? War der Hund in der Zwischenzeit nicht aggressiv?“ Außerdem habe die Polizei gewusst, dass sich der Mann in dem Gebüsch befand, bevor der Schuss fiel. „Ich verstehe nicht, wieso es keinen Warnschuss gab“, so Lauer.

Erst vor zwei Wochen war ein Mann, der in Berlin-Hellersdorf Passanten mit einer Fahrradkette bedrohte, von einer Polizistin in den Bauch geschossen und schwer verletzt worden. „Irgendetwas scheint an dem Einsatztraining nicht zu funktionieren“. Lauer forderte Konsequenzen: „Die Polizei muss dringend ihre Einsatztaktik überarbeiten“. Es sei auch ein Versäumnis von Innensenator Frank Henkel (CDU), das nun potenziell Menschenleben fordern könnte.

Schießtraining fällt aus

Anfang Juli war bekannt geworden, dass über 700 von knapp 17 000 Polizisten ihr Schießtraining 2015 nicht absolvieren konnten. Polizisten müssen eigentlich mindestens einmal im Kalenderjahr das Schießen trainieren, sonst dürfen sie ihre Pistole nicht mehr tragen. Von ursprünglich 73 Schießbahnen der Polizei werden aber nur einige genutzt. Etliche Schießstände mussten wegen Schadstoffbelastung geschlossen werden.

Von dpa

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