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Polizei Gerüst reißt Bauarbeiter in die Tiefe
Lokales Polizei Gerüst reißt Bauarbeiter in die Tiefe
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22:32 10.04.2014
Das Gerüst geriet ins Schwanken und kippte um. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Beim Einsturz einer Kabelbrücke über die Von-Stechow-Straße in Fahrland sind am Donnerstagmorgen zwei Arbeiter schwer verletzt worden. Sie hatten die Gerüstkonstruktion erklettert, um Baustromkabel zu verlegen. Dabei knickte die rund fünf Meter hohe Brücke zur Seite weg, riss beiden angeleinten Arbeiter in die Tiefe und begrub sie unter sich. Die Vorarbeiter der Elektrofirma Niese aus Sacrow erlitten nach Angaben ihrer Firmenleitung Rippen- und andere Knochenbrüche; einer brach sich das Handgelenk. Die Opfer sind Mitte 20 und Mitte 30 und werden im Ernst-von-Bergmann-Klinikum versorgt. Sie dürften für mehrere Wochen ausfallen und gelten in der 20-Mann-Firma als derzeit nicht ersetzbar. Ihre Familien sind bei ihnen.

Das Amt für Arbeitsschutz ermittelt vor Ort, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Quelle: Julian Stähle

Unterdessen läuft die Ursachenforschung auf Hochtouren. Wie ein Einsatzkoordinator von Niese sagte, war das Gerüst mittels Gewichten an den Füßen der beiden Gittermasttürme gegen das Kippen vor- und rückwärts in Straßenrichtung gesichert, durch Gewichte aber nicht in der seitlichen Richtung, in die die Kabelbrücke schließlich wegknickte. Hier hätte der quer liegende Traversen-Mast für Stabilität sorgen müssen. Vermutet werden labile Verschraubungen. Damit läge die Schuld bei der Verkehrssicherungsfirma Ruhnke aus Potsdam, doch deren Chef Uwe Ruhnke nimmt den Schwarzen Peter nicht an. Die vor drei Wochen errichtete Kabelbrücke sei noch nicht freigegeben gewesen, sagte er der MAZ. „Die Regel ist, dass wir Bescheid bekommen, wann die Brücke mit Leitungen bestückt werden soll, mit Kabeln oder Rohren. Dann machen wir einen letzten Check und haben dazu auch eine Hebebühne vor Ort, um selbst sicher zu gehen.“ Das sei hier nicht passiert. Die Kabelverlegung durch Niese habe ohne Absprache begonnen. „Wir bauen solche Brücken schon 20 Jahre“, sagte Ruhnke: „Mindestens 100 haben wir aufgestellt. Das ist noch nie passiert.“ Man fühle mit den verletzten Arbeitern, sagte er. Er werde sie am Nachmittag im Krankenhaus besuchen.

Das mit den Untersuchungen befasste Landesamt für Arbeitsschutz nimmt die Firma Ruhnke nicht aus der Schusslinie. „Was Herr Ruhnke sagt, ist seine Version“, sagte die Juristin und Leiterin des Zentralbereiches der Behörde, Katrin Weisberg: „Wir können das nicht bestätigen. Fakt ist, dass es nur zwei sogenannte Drehkupplungen am Gerüst gab, zu wenig, um es stabil zu halten. Damit war das Gerüst nicht sicher und nicht für die Arbeit geeignet.“ Die Ermittlungen seien noch nicht angeschlossen. Die Firma Semmelhaack, die das Wohngebiet „Am Upstallgraben Süd“ entwickelt, lehnte gestern jede Auskunft ab.

Wegen des Unglücks und der Straßensperrung kam es bis zwölf Uhr mittags zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Umleitungen.

Von Rainer Schüler

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