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Schüsse in Autoreifen: Polizei stoppt Straftäter

Prignitz Schüsse in Autoreifen: Polizei stoppt Straftäter

Bei dieser Meldung kommen Erinnerungen an den Polizistenmord von Beeskow hoch – in der Prignitz ist ein Mann auf der Flucht mit seinem Auto auf einen Polizisten zugerast. Der Täter konnte erst nach halsbrecherischer Flucht gestoppt werden. Zum Fall von Beeskow gibt es eine erschreckende Parallele.

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Symbolbild

Quelle: picture alliance / dpa

Karstädt. Ein per Haftbefehl gesuchter Straftäter hat bei einer länderübergreifenden Verfolgungsjagd in Karstädt beinahe einen Polizisten umgefahren. Der 36-Jährige war am Montag von Spezialkräften an der Tankstelle der Gemeinde im Landkreis Prignitz gestellt worden. Dann fuhr er dort mit seinem Auto direkt auf einen Beamten zu, der sich knapp mit einem Sprung zur Seite retten konnte.

„Dem Mann aus Grabow (Kreis Ludwigslust-Parchim) waren wir schon länger auf den Fersen“, sagte Polizeisprecher Klaus Wiechmann am Dienstag in Ludwigslust. Der Beamte habe drei Schüsse auf die Reifen des Wagens abgefeuert. Der Straftäter wurde vom achtköpfigen Polizeikommando einen Kilometer weiter gefasst und sitzt derzeit in Brandenburg im Polizeigewahrsam.

Mann war auf Bewährung

Der 36-jährige Mecklenburger ist der Polizei schon seit Jahren wegen einschlägiger Körperverletzungs- und Diebstahlsdelikte bekannt. Er hatte zuletzt eine Haftstrafe wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall zu verbüßen, war aber auf Bewährung freigekommen, wie der Polizeisprecher sagte. Da er gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte, wurde er seit Monaten per Haftbefehl gesucht, weil er noch elf Monate Haft zu verbüßen hat.

„Wir waren dem Mann Ende Januar in Grabow schon einmal ganz nah, aber damals konnte er fliehen“, sagte Wiechmann. Die halsbrecherische Flucht habe durch geschlossene Türen, über Dächer und bei winterlicher Kälte auch durch einen Fluss geführt. „Deshalb wollten wir diesmal die Gefahr so gering wie möglich halten“, erläuterte Wiechmann den Einsatz. So wurde der 36-Jährige in Grabow beobachtet und von vier Autos etwa 15 Kilometer unbemerkt bis Karstädt verfolgt. An der Tankstelle wollten die Zivilbeamten „zugreifen“. Zwei Autos blockierten die Ausfahrt.

Behörden prüfen nun Verfahren wegen versuchter Tötung

Der Gesuchte konnte nach dem Vorfall mit dem Polizisten noch über Bordsteine fahrend mit dem Wagen fliehen. Er stieß aber später gegen ein Schild, ließ den Wagen stehen und floh zu Fuß, wobei er gestellt wurde. Die Brandenburger Behörden prüfen nun, ob auch wegen versuchter Tötung gegen den Mann ermittelt werden muss.

Ende Februar hatte ein ebenfalls auf Bewährung freigelassener Straftäter in der Region Müllrose/Beeskow im Osten Brandenburgs erst seine 79-jährige Großmutter umgebracht und auf der Flucht zwei Polizisten umgefahren und ebenfalls getötet. Die Tat löste bundesweit Entsetzen und Betroffenheit aus.

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Von Jasmin Sarwoko und Winfried Wagner (dpa)

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