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Sekundenschlaf: 26-Jähriger stirbt auf der Autobahn

Tragischer Unfall bei Kremmen Sekundenschlaf: 26-Jähriger stirbt auf der Autobahn

Bei einem Unfall auf der A24 bei Kremmen (Oberhavel) ist am frühen Montagmorgen ein 26-jähriger Mann ums Leben gekommen. Der Ukrainer hatte in einem polnischen Kleintransporter gesessen, der aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam. Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer kurz eingenickt war.

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Der Unfallwagen schleuderte, nachdem er zuvor mehrfach in die Leitplanke gekracht war, die Böschung hinunter und kam dort zum Stehen.

Quelle: Feuerwehr Kremmen

Kremmen. Tragischer Unfall am frühen Montagmorgen auf der Autobahn 24. In Höhe der Anschlussstelle Kremmen (Fahrtrichtung Hamburg) kam ein polnischer Kleintransporter aus bisher noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Offensichtlich bei dem Versuch, den Wagen wieder unter Kontrolle zu bekommen, geriet der Wagen abwechselnd auf die Böschung beziehungsweise prallte gegen die Leitplanke. Nach etwa 300 Metern kam der Kleintransporter schließlich in einem Böschungsgraben zum Stehen.

Für einen der vier Insassen, einen 26-jährigen Ukrainer, kam jede Hilfe zu spät. Er konnte von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kremmen nur noch tot aus dem Auto geborgen werden. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der 46-jährige Fahrer vermutlich kurz eingeschlafen war. Der Pole wurde verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert, den anderen beiden Insassen sei bei dem Unfall nichts passiert, sagte Polizeisprecherin Dörte Röhrs.

Fahrer vorläufig festgenommen

Die Feuerwehr, so Kremmens Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Gerd Lerche, war zeitweilig mit 19 Kameraden und vier Fahrzeugen im Einsatz, übernahm die Absicherung des Unfallortes und war mit dem Binden auslaufenden Kraftstoffs beschäftigt. Die Autobahnauffahrt aus Richtung Kremmen musste bis etwa 8.45 Uhr gesperrt werden.

Ein Gutachter soll nun die Unfallursache ermitteln. Außerdem hat die Staatsanwaltschaft angewiesen, dass der Fahrer im Krankenhaus bewacht wird, bis das eingeleitete Verfahren aufgeklärt ist.

Bereits neun Verkehrstote seit Jahresbeginn in der Region

Seit Jahresbeginn haben bereits neun Menschen im Bereich der Polizeidirektion Neuruppin bei Verkehrsunfällen ihr Leben verloren. „Es gibt häufig viele schwere Unfälle, wenn es heiß wird“, sagte Polizeisprecherin Röhrs. Doch auch an den ersten Tagen nach dem Wintereinbruch registrieren die Beamten meist mehr Karambolagen als sonst. Die Zahl der Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeidirektion Nord, die für die Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel zuständig ist, war im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand geklettert: Bei den 13 157 Zusammenstößen (118 mehr als 2015) waren 1966 Personen verletzt und 22 getötet worden. Die Hauptunfallursachen sind seit Jahren überhöhte Geschwindigkeit, zu geringer Sicherheitsabstand und Vorfahrtsfehler.

Allein elf Menschen waren im vergangenen Jahr im Bereich der Polizeidirektion Nord nach einem Zusammenstoß ihres Wagens mit einem Baum ums Leben gekommen. Dabei war die Zahl der sogenannten Baumunfälle von 327 auf 265 gesunken. Gleichwohl wirkte sich das nicht so aus, wie sich das Verkehrsexperten gewünscht hätten: Es gab bei Baumunfällen lediglich einen Verkehrstoten weniger als 2015 – und außerdem mehr Verletzte: 2016 waren es 187 Personen, ein Jahr zuvor 169.

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Von Bert Wittke und Andreas Vogel

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