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Unbekannte sprengen Fahrkartenautomaten

Glöwen Unbekannte sprengen Fahrkartenautomaten

Erheblichen Schaden haben unbekannte Täter am Donnerstagmorgen in Glöwen angerichtet. Mit einem noch nicht genau verifizierten Sprengsatz haben sie einen Fahrkartenautomaten auf dem Bahnhof gesprengt. Offenbar sind sie aber nicht an die Geldkassetten gekommen.

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Automaten gesprengt: Polizei zerschlägt zwei Banden

Nur der leere Sockel kündet vom gesprengten Fahrkartenautomaten in Glöwen.

Quelle: Andreas König

Glöwen. Von einem lauten Knall ist ein Anwohner des Glöwener Bahnhofs am Donnerstagmorgen geweckt worden. Als der Mann kurz vor 3 Uhr aus dem Fenster blickte, sah er mehrere Männer, die sich an einem Fahrkartenautomaten zu schaffen machen.

Laut Toralf Reinhardt, Sprecher der Polizeidirektion Nord, konnte der Zeuge auch noch den Wagen erkennen, mit dem die mutmaßlichen Täter in Richtung Perleberg geflohen sind. Die Unbekannten fuhren offenbar mit einem unbeleuchteten roten Opel Corsa oder Astra (älteres Modell) mit schwarzen Stahlfelgen auf der Bundesstraße 107 in Richtung Perleberg davon.

Demolierter Automat

Laut Polizei konnte der Zeuge mindestens einen Täter sehen. Diesen beschreibt er als etwa 180 Zentimeter groß mit schlanker, sportlicher Figur. Der Mann war dunkel gekleidet und hatte eine Kapuze auf dem Kopf. Den herbeigeeilten Funkstreifenbesatzungen aus der Prignitz und aus Ostprignitz-Ruppin bot sich ein schon aus der Vergangenheit bekanntes Bild. Der Automat war demoliert. Aber offenbar sind die Männer nicht an die Geldkassetten gekommen. Die kriminaltechnischen Untersuchungen waren am späten Vormittag noch nicht abgeschlossen. „Es gibt Hinweise auf Pyrotechnik“, sagte der Polizeisprecher.

2013 war die erste Sprengung

Während einige Beamte den Tatort sicherten, machten sich andere Funkstreifenwagenbesatzungen auf die Suche nach den Unbekannten, hatten dabei aber keinen Erfolg. Laut Reinhardt ist der Fall seit längerer Zeit wieder der erste dieser Art. In der Prignitz und auch in Ostprignitz-Ruppin war über Wochen und Monate hinweg Ruhe.

„Es geschah zum mittlerweilesiebten Mal, dass versucht wurde, den Fahrkartenautomaten am Bahnhof Glöwen zu sprengen“, sagte Toralf Reinhardt weiter. 2013 wurde der Automat erstmals angegriffen. Es folgten zwei Versuche ihn zu sprengen im Jahr 2014, zwei weitere 2015 und einer im Jahr 2017. Im Jahr 2013 waren zwei Pritzwalker zu schweren Haftstrafen verurteilt worden, weil sie mehrere Fahrkartenautomaten in der Region gesprengt hatten, darunter auch den in Glöwen.

Splitter durchbohrten die Wand

Bahnreisende finden derzeit nur den leeren Sockel vor, auf dem der Fahrscheintechnik bis zu seiner Zerstörung stand. Ein Schild nennt „Vandalismus“ als Ursache dafür, dass der Automat nicht zur Verfügung steht. Auf der dem Sockel gegenüberliegenden Seit des Bahnhofsgebäude sind Splitter zu erkennen. Einige von ihnen bohrten sich mit einiger Wucht in die Wand und hinterließen dort kleine, aber sichtbare Ausbuchtungen.

Laut Bahnsprecher Burkhard Ahlert kann es längere Zeit dauern, bis der Fahrkartenverkauf per Automat in Glöwen wieder möglich ist.“ Zu etwaigen Sicherheitsvorkehrungen, die die Technik, vor eben solchen Anschlägen schützen, äußern sich weder die Polizei noch die Bahn. Reisenden rät Burkhard Ahlert, sich unmittelbar nach dem Einsteigen beim Zugbegleiter zu melden, um einen Fahrschein zu kaufen.

Zeugen werden gebeten, sich in der Polizeiinspektion in Neuruppin unter der Telefonnummer 03391/35 40 zu melden.

Von Andreas König

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