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Vermummte attackieren AfD-Mann bei Uni-Feier

Neujahrsempfang der Universität Potsdam Vermummte attackieren AfD-Mann bei Uni-Feier

Während des Potsdamer Uni-Empfangs am Mittwochabend ist es durch Vermummte zu einem gewalttätigen Übergriff gekommen. Das Opfer des Angriffs ist ein Mitarbeiter des AfD-Landtagsabgeordneten Steffen Königer. Nun ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

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Beim Neujahrs-Empfang der Uni Potsdam kam es zu einem gewalttätigen Übergriff.

Quelle: Rüdiger Braun

Potsdam. Beim Neujahrsempfang an der Potsdamer Universität ist es am Mittwochabend zu einem gewalttätigen Übergriff auf einen 44-jährigen Mann gekommen. Das hat die Polizei am Donnerstag mitgeteilt. Der Mann ist von zwei Vermummten angegriffen worden, als er das Gelände verlassen wollte. Die Unbekannten traten nach dem Mann und versuchten ihn zu attackieren. Der 44-Jährige ist dabei am Oberschenkel getroffen und verletzt worden. Eine ärztliche Behandlung war nicht nötig. Nun ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

Opfer des Angriff ist der persönliche Referent eines AfD-Politikers

Laut des AfD-Politikers Steffen Königer handelt es sich bei dem Opfer um seinen persönlichen Referenten. Die beiden hatten gemeinsam mit anderen Landtagspolitikern die Veranstaltung in der Uni besucht. Königer ist Landtagsabgeordneter hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion. Zu dem Neujahrsempfang waren alle im Brandenburger Landtag vertretenen Parteien eingeladen. Gegen die Teilnahme der AfD hatte es lautstarken Protest gegeben. An die 60 Studenten protestierten gegen die AfD – „Rechtspopulisten demaskieren – Rassisten beim Namen nennen!“ stand auf einem großen Transparent.

Königer berichtete am Mittwochabend auf seinem Twitter- und seinem Facebook-Account von dem gewaltsamen Übergriff, den er als „linke Gewalt“ bezeichnete. „Völlig in Ordnung, wenn man seine Meinung auf diese Weise kundtut.“, schreibt er zu den Protesten. „ Wenn mein Mitarbeiter (der nicht einmal Mitglied ist) jedoch körperlich attackiert wird, ist man selbst der Nazi!“, heißt es weiter. In einer Mitteilung vom Donnerstag kritisiert Königer dass Sicherheitskonzept der Veranstaltung. „Leichtsinnig war es, dass bei der Veranstaltung kein Sicherheitsdienst anwesend war, obwohl die möglichen Gefahren durch die angekündigte Demonstration bereits im Vorfeld bekannt waren.“ Der AfD-Fraktionsvorsitzende Andreas Kalbitz spricht von einem „unerträglichen Zustand“ und „linksradikalen Schlägertruppen“.

Uni-Präsident Oliver Günther lobte am Mittwochabend den Protest der Stundenten. Er sagte, dass er es „außerordentlich“ begrüße, wenn die Studenten von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machten.

Von Christian Meyer, MAZonline

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