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Wahlplakat angezündet: Feuerwehrleute stellen sich

Rheinsberg Wahlplakat angezündet: Feuerwehrleute stellen sich

Zwei 15 und 18 Jahre alte Feuerwehrmänner haben sich der Polizei gestellt. Sie geben zu, das Wahlplakat des Bürgermeisterkandidaten Frank-Rudi Schwochow in Rheinsberg am späten Mittwochabend angezündet zu haben. Schwochow hatte in sozialen Netzwerken Aufnahmen veröffentlicht.

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Dieser Aufsteller für das Wahlplakat ist offenbar von Feuerwehrleuten angesteckt worden.

Quelle: Privat

Rheinsberg. Zwei Mitglieder der Rheinsberger Feuerwehr sind die mutmaßlichen Brandstifter an einem Wahlplakat in Rheinsberg. Es handelt sich um junge Männer im Alter von 15 und 18 Jahren, bestätigt auf Nachfrage der Neuruppiner Polizeisprecher Toralf Reinhardt. Die beiden Männer aus Rheinsberg haben sich am Donnerstagabend selbst gestellt.

Kriminalkommissariat ermittelt

Der großflächige Aufsteller in der Mühlenstraße mit dem Plakat des Bürgermeisterkandidaten Frank-Rudi Schwochow ist am späten Mittwochabend vollständig abgebrannt. Der Staatsschutz habe den Fall mittlerweile überprüft, so Reinhardt. Da es sich aus seiner Sicht dabei aber eher nicht um eine politisch motivierte Tat handelt, ermittele nun das Kriminalkommissariat weiter.

Aufnahmen der Tatverdächtigen auf Facebook

Dass sich die jungen Rheinsberger so schnell gestellt haben, sei vermutlich darauf zurückzuführen, dass Schwochow zuvor auf Facebook Aufnahmen der Tatverdächtigen von hinten veröffentlicht hat, so Reinhardt. Dazu gab es den Hinweis, dass sich die Täter stellen sollen, der Lokalpolitiker ansonsten am nächsten Tag auch Bilder ins Netz stellt, auf denen ihre Gesichter zu erkennen sind. „Das hat im Internet sehr hohe Wellen geschlagen“, sagt Schwochow. Mehrere Tausend Menschen haben die Nachricht gelesen, viele sich auch an der Diskussion beteiligt. Schwochow glaubt, dass die Brandstifter nervös geworden seien.

Dass es ausgerechnet Feuerwehrangehörige gewesen sein sollen, empfindet der BVB/Freie Wähler-Mann als „starkes Stück“. „Zumal sich die Täter vom Brandort entfernt haben, ohne darauf zu achten, ob das Feuer Gebäude oder Menschen gefährdet.“ Schwochow verlangt, dass sie unverzüglich aus der Feuerwehr ausgeschlossen werden.

Feuerwehrchef kündigt Konsequenzen an

Falls sich der Verdacht bestätigen sollte, werde das Konsequenzen haben, sagt Rheinsbergs Vize-Feuerwehrchef Mathias Herzberg. Die Entscheidung darüber obliege aber Bürgermeister Jan-Pieter Rau, der oberster Dienstherr der Brandschützer ist. „Das wäre eine ganz traurige Sache, wenn sich tatsächlich herausstellen sollte, dass unsere Feuerwehrleute gezündelt haben“, so Herzberg. „Ich möchte aber niemanden vorverurteilen.“ Auch Rau will abwarten. Erst wenn sich der Verdacht bestätigen sollte, will er Maßnahmen ergreifen, die bis zum Ausschluss aus den Reihen der Feuerwehr führen können. Die Tat verurteilt er jedoch auf jeden Fall: „Man zündet keine Plakate an“.

Frank-Rudi Schwochow ist in seinem Wahlkampf besonders vom Vandalismus betroffen: 350 seiner Wahlplakate seien beschädigt worden oder sind verschwunden, berichtet er. „Das ist kein Zufall mehr, sondern gezielte Attacke.“ Auch die Plakate anderer Rheinsberger Bürgermeisterkandidaten sind beschädigt worden, allerdings nicht in diesem Ausmaß. So schätzt Amtsinhaber Rau, dass fünf bis sechs seiner Wahlplakate zerstört worden seien.

Von Celina Aniol

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