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Polizei Weniger Einbrüche, weniger Autodiebstähle
Lokales Polizei Weniger Einbrüche, weniger Autodiebstähle
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00:35 30.03.2018
Frank Storch, Leiter der Polizeidirektion Nord (l.) und Olaf Gaebel, Leiter der Kriminalpolizei der Polizeidirektion, stellten den Kriminalitätsbericht 2017 der Polizeidirektion vor. Quelle: Nadine Bieneck
Oberhavel

Die gute Nachricht lieferte Frank Storch, Leiter der Polizeidirektion Nord, gleich zum Einstieg: „Die Bürger leben in unserer Region sicherer als im gesamten Bundesland“. Nachdem Mitte März Brandenburgsinnenminister Karl-Heinz Schröter die Kriminalitätsstatistik für das gesamte Land Brandenburg vorgestellt hatte (MAZ berichtete), erläuterte Storch nun detaillierte Zahlen für die Kriminalitätslage im Nordwesten Brandenburgs für das Jahr 2017.

Neben dem Landkreis Oberhavel gehören die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin zum Einzugsgebiet der Polizeidirektion. Die verzeichnete 2017 bei insgesamt 25 278 erfassten Straftaten einen Rückgang der Gesamtkriminalität um 1,5 Prozent sowie eine steigende Aufklärungsquote (56,5 Prozent, +0,2). Im Landkreis Oberhavel wurden 12 821 Straftaten (2016: 13 525) erfasst, von denen 6626 aufgeklärt wurden (51,7 Prozent). Den Bärenanteil machten auch 2017 Diebstahlsdelikte aus (34,7 Prozent aller Straftaten), wenngleich diese um 7,4 Prozent zurückgingen. Ebenfalls ein positiver Trend: Die Zahl an Kfz-Diebstählen sank ebenfalls (-4,5 Prozent).

Noch deutlicher: Die Abnahme an Wohnungseinbrüchen um 36,1 Prozent. Dieser Bereich war im Polizeipräsidium als ein Schwerpunkt ausgemacht und entsprechende Maßnahmen eingeleitet worden. So wurde unter anderem eine gesonderte Ermittlungsgruppe mit sechs Beamten allein für diesen Bereich eingerichtet. Das dadurch erhöhte Entdeckungsrisiko trug zum Rückgang von Einbrüchen bei. Zumal in diesem Bereich viel organisierte Kriminalität im Spiel sei, wie Olaf Gaebel, Leiter der Kriminalpolizei der Polizeidirektion Nord, berichtete: „Die Einbruchszahlen ändern sich sofort , wenn eine Tätergruppe gefasst wurde.“

Gaebel gab für das Jahr 2017 konkrete Beispielzahlen. So gab es in Oranienburg 2017 insgesamt 87 erfasste Wohnungseinbrüche. Im Jahr 2016 waren es noch 186 gewesen – ein Rückgang von 53,2 Prozent. In Hennigsdorf – der Stadt mit den höchsten Einbruchszahlen im gesamten Landkreis – wurden 2017 insgesamt 253 Einbruchsdelikte verzeichnet. 2016 waren es noch 346 gewesen. Das bedeutet einen Rückgang von 26,9 Prozent. In Gransee sei die Zahl an Einbrüchen um 21,9 Prozent zurückgegangen – insgesamt wurden 2017 dort 25 Fälle bei der Polizei angezeigt und erfasst.

Sorgen bereiten den Beamten seit geraumer Zeit die steigende Zahl an Straftätern unter 21 Jahren im Bereich der Gewaltkriminalität. „Das sehen wir mit Besorgnis“, erklärt Storch. „Darum müssen wir uns gemeinsam mit Landkreisen und Staatsanwaltschaft verstärkt kümmern.“

Ein neues Problemfeld kommt aller Voraussicht nach in den nächsten Jahren mit dem Ausbau der A 10/A 24 zwischen dem Dreieck Pankow und Neuruppin auf die auf die Polizei in der Region zu. So erhöhen die damit verbundenen Baustellen erfahrungsgemäß das Unfallgeschehen auf der insgesamt 60 Kilometer langen Baustrecke.

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Von Nadine Bieneck

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