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Polizei Wieder toter Wolf ohne Kopf gefunden
Lokales Polizei Wieder toter Wolf ohne Kopf gefunden
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13:24 30.12.2014
Bei dem gefundenen Tier handelte es sich um eine Wölfin. Quelle: Carsten Rehder (Archiv)
Hirschfeld

Unbekannte haben eine junge Wölfin an der Landesgrenze zu Sachsen erschossen und ihren Kopf als Trophäe abgetrennt. Das teilte die Polizei am Montag mit. Die tote Wölfin war am Sonntag auf einem Feld bei Hirschfeld (Elbe-Elster) entdeckt worden. Nach ersten Ermittlungen wurde die Tat bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag verübt. Inzwischen hat das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen und arbeitet dabei mit Landesumweltamt und der Polizei zusammen.

Der Kadaver wurde zur weiteren Untersuchung dem Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin übergeben. Diese Einrichtung untersucht auch andere im Bundesgebiet getötete oder tot aufgefundene Wölfe. Zu Ergebnissen dieser Untersuchung sind noch keine Aussagen möglich.

Hinweise erbeten

Die Spezialisten des LKA bitten für ihre Ermittlungen um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. So ist es für die Ermittler wichtig zu wissen, wer sich an den Weihnachtstagen im Bereich Hirschfeld / Schraden aufgehalten und dort Feststellungen gemacht hat, die mit dem getöteten Wolf in Verbindung stehen können. Informationen nimmt die Polizei unter 0700‑3333‑0331 oder in jeder Polizeidienststelle entgegen. Hinweise können auch über die Internetwache unter www.polizei.brandenburg.de übermittelt werden.

Insgesamt bereits der siebte Fall in Brandenburg

Im vergangenen August war ebenfalls ein Wolf in einem Naturschutzgebiet bei Lieberose (Dahme-Spreewald) erschossen worden. Auch ihm hatten Unbekannte den Kopf abgetrennt. Der Rüde wurde nicht am Fundort getötet, sondern erst später dort abgelegt. Katharina Weinberg, Geschäftsführerin des Naturschutzbundes Brandenburg, sprach damals von einer bewussten "Provokation", denn eigentlich versuche der Mensch, Verbrechen zu vertuschen. Die Polizei hatte im Anschluss Ermittlungen aufgenommen, den Täter jedoch nicht fassen können.

Das bei Hirschfeld gefundene Tier ist laut dem Naturschutzbund Brandenburg (Nabu) der siebte Fall in Brandenburg, bei dem ein Wolf von einem Menschen getötet wurde.

Strafbare Handlung

Wölfe zu töten sei eine Straftat, die mit bis zu 50.000 Euro geahndet werden könne, erläuterte ein Sprecher des Umweltministeriums. „Das ist ein Verstoß gegen das Artenschutzgesetz.” Das Nabu-Projektbüros „Wolf” fordert, Fachleute für Umweltkriminalität mit den Ermittlungen zu betrauen. Bei vergleichbaren Fällen in Sachsen sei dies Praxis, hieß es. „In einem modernen Brandenburg mit seinen vielfältigen Naturjuwelen, zu denen auch der Wolf gehört, darf im Wald keine Selbstjustiz mit der Waffe herrschen”, sagte Nabu-Projektleiter Markus Bathen.

Wolfsmanagement-Plan für Brandenburg

In einem Wolfsmanagement-Plan hat das Land Brandenburg den Umgang mit den zuvor in Deutschland ausgerotteten und jetzt geschützten Tieren fixiert. Das Papier gilt als Richtlinie für die Lösung von Konflikten, die mit der Rückkehr von Wölfen verbunden sind. Dabei geht es beispielsweise um finanzielle Hilfen für Landwirte, die Schäden durch die sich ausbreitende Wolfspopulation erleiden.

Wolfsangriffe auf Nutztiere

Immer wieder kommt es vor, dass Wölfe nicht gut geschützte Schafe reißen. Im vergangenen Herbst hatten Wölfe sogar Kühe im Landkreis Potsdam-Mittelmark angegriffen. In Brandenburg lebten zuletzt nach Schätzungen zwölf Wolfsrudel, zwei Paare und zwei Einzeltiere.

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