Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark 1 Euro Kaufpreis: Freibad soll veräußert werden
Lokales Potsdam-Mittelmark 1 Euro Kaufpreis: Freibad soll veräußert werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 27.10.2017
Fast 6000 Besucher zählten die ehrenamtlichen Betreiber im vergangenen Jahr im Flämingbad. Quelle: Christin Iffert
Anzeige
Dietersdorf

Der Dietersdorfer Sportverein hat die Flucht nach vorn angetreten. Die nächste Badesaison möchten die Mitglieder nicht mit denselben Existenzängsten beginnen wie 2017. Deshalb wollen sie das Freibad in Dietersdorf kaufen, das die Ehrenamtler seit 2009 in Eigenregie leiten. Vereinsvorsitzender Joachim Theuerkauff stellte nun im Treuenbrietzener Hauptausschuss das neu erarbeitete Nutzungskonzept vor.

„Ein Interessent war wohl mehrfach vor Ort, um sich das Grundstück anzusehen“, sagte Theuerkauff über eines der beiden Flurstücke, die für den Betrieb des Bades unerlässlich sind, „deshalb sind wir nun aktiv geworden.“ Die Entscheidung, ein Kaufangebot für beide Grundstücke zu unterbreiten, sei intern stark diskutiert worden.

Immerhin ist der Verein mit knapp 20 Mitgliedern arm. „Der Verantwortung, die wir mit dem Kauf eingehen, sind wir uns bewusst“, versicherte der Vereinsvorsitzende den Politikern und Rathausmitarbeitern. Deshalb wurde ein Nutzungskonzept für die ehemalige Gaststätte ausgearbeitet, an der offenbar ein Käufer Interesse zeigte. Sie ist der einzige Teil des Gesamtareals, den der Verein bisher nicht komplett nutzte.

Drei Varianten sind laut Konzept möglich: Um den Tourismus anzukurbeln könnten die vorhandenen Wohnräume in zwei Apartments umgebaut werden. Die Gaststätte könnte aber auch für private Feiern zur Verfügung gestellt werden. Zu guter Letzt ist außerdem eine Nutzung mit sozialem und öffentlichem Schwerpunkt im Gespräch. So könnten die Räumlichkeiten für Wahlen, Versammlungen, Vereinstreffen und als Lernort für Schulklassen bereit gestellt werden.

Flämingbad: Der Name des Freibades war einst auch der Name der Gaststätte, für die nun ein neues Nutzungskonzept vorliegt. Quelle: Victoria Barnack

Neben dem Angebot, der Kommune beide Grundstücke zum Preis von einem Euro abzukaufen, hat der Verein noch eine Alternative eingebracht. Auch ein langfristiger Pachtvertrag über mindestens 20 Jahre ebenfalls zum jährlichen Preis von einem Euro käme für ihn infrage.

„Uns geht es in erster Linie darum, das Bad als Gesamtobjekt zu erhalten“, sagte Theuerkauff. Den Hauptausschussmitgliedern stand die Wahl zwischen beiden Varianten frei. Vier der anwesenden sieben Stimmberechtigten entschieden für den Verkauf, die übrigen drei für eine Verpachtung. Grund sind hohe Investitionskosten in die Wasserleitungen des Freibads, die Theuerkauff ankündigte. Wenn die Kommune nicht mehr Eigentümer ist, kann der Verein keine finanziellen Mittel mehr von ihr erwarten.

Land wirft Kommune vor, nicht sparsam genug zu sein

Am 13. November geht nun der Antrag zum Verkauf des Freibad zum Preis von einem Euro in die Stadtverordnetenversammlung ein, die abschließend über das Thema abstimmt. Dem Verkauf des Bades unter Wert – derzeit ist eine Summe von fast 55 000 Euro angesetzt – müsste allerdings die Kommunalaufsicht genehmigen. Denn sie hat das letzte Wort, wenn es um Finanzfragen in der klammen Kommune geht. Kämmerin Anke Becker bezweifelt, dass die Genehmigung für den Verkauf zum Preis von einem Euro erteilt wird.

Erst kürzlich wurde der Kommune vom Innenministerium empfohlen, von fünf Investitionen abzusehen, darunter die Erneuerung der Elektroinstallation in der Schweitzer-Grundschule und die Kapazitätserweiterung in der Kita in Marzahna. Die Verwaltung sieht alle fünf Maßnahmen jedoch als nötig an und will sie deshalb trotz der Rüge vom Ministerium für den „fehlenden Konsolidierungswillen“ nicht zurückziehen.

Von Victoria Barnack

Frisch gebackene Eltern in der Gemeinde Schwielowsee können sich künftig über mehr Überraschungen freuen. Das Babybegrüßungspaket, das sie im Familienzentrum bekommen können, ist gewachsen. Auf eine Sache sind die Leiterin des Familienzentrums und die zuständige Fachbereichsleiterin in der Verwaltung besonders stolz.

24.10.2017

Neue Räume in der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Grundschule werden dringend gebraucht – auch an der „Lindenhof“ muss investiert werden. Jetzt ist zumindest eine erste Entscheidung gefallen: Der Säulengang an der „Zille“ soll überdacht werden. Doch noch ziert sich die Verwaltung, den Beschluss konsequent umzusetzen.

24.10.2017

Der geplante Ausbau der Bundesstraße 102 auf drei Spuren soll im kommenden Jahr beginnen. Baustart ist der Januar 2018. Das teilte der Landesstraßenbetrieb am Dienstag mit. Für Autofahrer bedeuten die Arbeiten erhebliche Einschränkungen. Auch Vollsperrungen sind vorgesehen.

25.10.2017
Anzeige