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10.Kunsttour lockte viele Besucher an

Caputh 10.Kunsttour lockte viele Besucher an

In Caputh ging am Wochenende die 10. Kunsttour am Schwielowsee zu Ende. Unter den vielen Gästen insbesondere Berliner, die das Zusammenspiel von Kunst und Natur genossen haben. Doch es wurde nicht nur geschaut, unter anderem Werke des Mundmalers Thomas Kahlau wurden bewundert und von Besuchern für den Kauf reserviert.

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Für die Installation aus Folien von Studenten aus Berlin bot der Garten von „Elisabeth am See“ das vollendete Umfeld.

Quelle: Edith Mende

Caputh. Man konnte am Samstag den Eindruck bekommen, die Hälfte aller Berliner ist in Caputh am Schwielowsee unterwegs. Unübersehbar nicht nur die Autos mit B-Kennzeichen. Auch an den unterschiedlichen Ausstellungsorten der inzwischen zehnten Kunsttour viele Hauptstädter. Es sei hier das perfekte Zusammenspiel der wunderbaren, wasserreichen Landschaft mit der Kunst, fasst es eine Berlinerin zusammen, die bereits zum vierten Male die Caputher Kunsttour besuchte. Gerade hatte sie im Heimathaus die Bilder von Thomas Kahlau angesehen. „Ich bin eigentlich nicht mit dem Vorsatz hergekommen, ein Kunstwerk zu kaufen“, verriet die Dame. „Aber eines seiner Bilder hat mich auf Anhieb so angesprochen, dass ich es mir reservieren ließ.“

Im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche zeigt jeder an der Kunsttour beteiligte Künstler eines seiner Werke. Ein Faltblatt mit Ortsplan leitet die Besucher dann zu den zwölf Ausstellungs-Lokalitäten. Christina Faix, die Projektleiterin, beantwortet zig Fragen, ist erste Anlaufstelle für Meinungen.

Das Caputher Ehepaar Krug verschaffte sich am Samstagnachmittag einen Überblick über das Angebot 2016. „Wir laden jedes Jahr an einem der Kunsttour-Wochenenden Freunde ein, mit denen wir anschauen, was uns interessiert“, erläuterte Michael Krug. Als nächste Station hatten sie die Remise nahe der Fähre ins Auge gefasst, wo Malerei, Holz- und Schmiedearbeiten zu sehen waren. Ganz in der Nähe könne man auch die Bleistiftzeichnungen von Ralf Wilhelm Schmidt sehen, so der Hinweis ihrer Freunde.

Im Hof des Heimathauses unter dem alten Nussbaum war kaum noch ein freier Platz zu finden. Die Frauen des Heimatvereins servierten Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. In verglasten Schaukästen am Zaun farbenfrohe Malerei, weitere Bilder im Ausstellungsraum: Landschaften und Stillleben. Marlis Walther vom Heimatverein freut sich, dass die Bilder des Caputher Künstlers Thomas Kahlau so gut ankommen. Beinahe jede dritte Arbeit ist bereits mit einem roten Punkt markiert, hat also einen Kaufinteressenten gefunden. Dass Thomas Kahlau wegen einer Behinderung mit dem Mund malt, registrieren viele Besucher erst, wenn sie die Vita lesen, beobachtete Marlis Walther. „Die Leute sehen nur die Bilder.“ Caputher und Berliner seien das Gros der Besucher, seltsamerweise aber fehlen Potsdamer, stellte sie fest.

Holzskulpturen von Hans-Ulrich Kittelmann sowie geschmiedete Objekte für den Garten von Kiki Sting beleben die Rasenfläche hinter der Remise. Dahinter reger Bootsverkehr, denn hier beginnt das Caputher Gemünde. Schöner kann man Kunst kaum präsentieren. In einem der oberen Räume der Remise zeigt Oda Schielicke verschiedene Malerei und Grafik. Christine und Olaf Schwandt aus Celle blättern interessiert in ihren Grafiken. Das Paar aus Celle kennt die Künstlerin, war sogar in ihrem Atelier, als sie noch in Caputh lebte. Und auch zur Kunsttour kommen die Niedersachsen bereits das dritte Mal. Wie erfährt man davon in Celle? „Wir haben Verwandte hier“, so die Erklärung.

Von Edith Mende

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