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100 Ehemalige auf der Burg

Ziesar 100 Ehemalige auf der Burg

55 Jahre lang gab es in Ziesar die Möglichkeit das Abitur abzulegen und auf der Burg im Internat zu leben. Bereits das zweite Absolvententreffen organisiert hat nun Roland Schier – er war selbst einmal Absolvent der Schule. 100 Ehemalige aus ganz Deutschland folgten seiner Einladung auf die Burg.

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Die Absolventen des Jahrgangs 1986 hatten sich schnell in gemütlicher Runde gefunden
 

Quelle: Silvia Zimmermann

Ziesar.  Fast 100 ehemalige Absolventen folgten der Einladung zum zweiten Absolvententreffen auf der Burg Ziesar. „Die Idee hatte ich bereits vor vielen Jahren, mal ein solches Treffen ehemaliger Schüler der Abiturstufe, die auch gleichzeitig Bewohner des Internates auf der Burg waren, einzuladen“, sagte Ronald Schier, der selbst mal Schüler in Ziesar war. Vor drei Jahren fand bereits das erste Treffen dieser Art statt. „Die Adressen bekam ich von Manfred Geserick, dem ehemaligen Direktor. Es gab E-Mail-Kontakte, Telefonate und persönliche Gespräche – die Absolventen kamen aus fast allen Bundesländern nach Ziesar.“

 Schnell fanden sich die ehemaligen Klassenmitglieder zusammen und frischten die Erinnerungen an die Schul- und Internatszeit auf. Dorothea Dunkel kam mit ihrem Mann Harald angereist. Sie hatte 1965 hier in Ziesar das Abitur abgelegt und ihr Mann ein Jahr später. „Für mich war es als Schülerin eine sehr schöne Zeit und als ehemalige Lehrerin für Mathematik und Physik an der Abiturstufe von 1973 bis 1981 die besten Jahre meiner Lehrertätigkeit. Da ich selbst mal Internatsschülerin war, konnte ich mich gut in meine eigene Schüler versetzten, wenn sie mal Heimweh hatten“, erinnerte sich Dorothea Dunkel. Die Verbindung zu Ziesar ist niemals abgebrochen. Eine besondere Erinnerung hat die 71jährige an den Burgsaal. „Hier habe ich als 17jährige meine Prüfung in Mathematik geschrieben und darin im vorigen Jahr meinen 70. Geburtstag mit vielen ehemaligen Mitschülern und Schülern gefeiert.“ Auch Sylvia Wiese aus Bensdorf und Iris Wagner aus Vechta erinnerten sich gern zurück. „Wir waren im Museum und haben nachgeschaut, was aus unserem ehemaligen Zimmer geworden ist. Wir waren neun Mädchen im Zimmer und es war nicht immer leicht, aber es hat uns geprägt und wir sind heute noch befreundet“, erinnern sich die Frauen. Sie berichten über die strenge Hausordnung mit Ausgabenseiten und der Nachtruhe. So gab es den Schüler vom Dienst, der alle wecken musste. „Wir haben manchmal nachts gelernt und das der Hausmeister uns nicht erwischt, haben wir die Zimmertür von innen mit Decken zugehangen.“

Zur Unterhaltung am Abend spielte die Liveband „Ostwind“. Hier spielten ehemalige Schüler wie Ronald Schiers mit. „Ich habe selbst in der Oberschulen Tanzkapelle -OTK- mitgespielt. Mit meinen Bandmitgliedern war ich auf einem Zimmer und die haben mir die Gitarre spielen beigebracht“, erinnerte sich Ronald Schier.
 

Von Silvia Zimmermann

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