Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
100 Kilometer per Pedes

24-Stunden-Wanderung durchs Havelland 100 Kilometer per Pedes

Von Berlin zum Caputher Schloss und zurück: 100 Kilometer wollen die Teilnehmer der 24-Stunden-Wanderung durchs Havelland zurücklegen. Der Weg führt mit der Fähre über die Havel und dann zu Fuß Richtung Potsdam. Zehn Schlösser und fünfzehn Seen werden passiert.

Schwielowsee 52.3116793 12.9315473
Google Map of 52.3116793,12.9315473
Schwielowsee Mehr Infos
Nächster Artikel
Stadt und Kreis erfassen Autokennzeichen


Quelle: Franziska Appelt

Schwielowsee. „Am meisten Angst habe ich davor, Blasen zu bekommen“, verrät Madelaine Lehmann (27) vor Beginn der 24-Stundenwanderung durch das Havelland. Sie und drei Freundinnen sind am Samstagmorgen von Berlin zum Caputher Schloss aufgebrochen, um 100 Kilometer zu wandern. Der Weg führt sie zunächst mit der Fähre über die Havel, und dann zu Fuß Richtung Potsdam. Vorbei an zehn Schlössern und fünfzehn Seen, erreicht die Gruppe abends Werder und überquert die Glindower Platte bis nach Krielow. Um 3.30 Uhr werden die Wanderer mit selbstgebackenem Kuchen am Petzower Waschhaus empfangen, bevor sie den Aufstieg auf den Wietkiekenberg wagen. Normalerweise wandern die Berlinerinnen nicht, somit sei es vor allem ein „Selbstversuch“. Die größte Herausforderung sei dabei die mentale Stärke durchzuhalten. „Zwischen zwei und vier Uhr ist die Motivation am Tiefpunkt“, wissen Sascha Zingler und Bianka Miltz. Die zertifizierten Wanderführer aus Potsdam laufen im Jahr etwa 1000 Kilometer – am liebsten in der Region, vorbei an Havel und Schlössern. Als Gruppenführer leiteten die beiden am Samstag 74 Teilnehmer über 50 Kilometer. „Die eine Hälfte sind wir letzte Woche zur Probe gelaufen“, den Rest der Strecke kennen sie sehr gut. Hans-Joachim Heinicke will sich auch der Riege anschließen. Zwar fährt der 69-Jährige täglich Fahrrad, zu Fuß ist er aber nur zum Einkaufen oder in den Garten unterwegs.  Es besteht auch die Möglichkeit die Tour abzubrechen, aber mit Stock und Regenjacke ist er gut ausgestattet und will die Strecke „durchziehen“. Pünktlich zum Start begann es zu regnen – eine weitere Herausforderung, denn gegen Kälte könne man sich besser schützen, aber „es gibt nichts Schlimmeres als dunkel, müde und nass“, weiß die Petzower Wanderwartin und Organisatorin Petra Rauschenbach. Während die 50-Kilometer-Klasse etwa dreizehn Stunden unterwegs war, erreichte die Langstrecke (100km) erst am Sonntag um 9:30 Uhr ihr Ziel. Angereist waren etwa 240 Teilnehmer aus der Region, Hamburg, Bayern und Polen – viele bereits zum zweiten Mal. Auch Bürgermeisterin Kerstin Hoppe schloss sich, wie bereits im vergangenen Jahr, für die Hälfte der Strecke der Gruppe an. Im Sommer überquerte die sportbegeisterte Caputherin in sieben Tagen die Alpen und war begeistert. Für die Zukunft ist auf jeden Fall der Ehrgeiz geweckt, die 100 Kilometer komplett mitzulaufen, wenn es der Terminplan erlaubt. Trotz des erneuten Nieselregens zum Zieleinlauf, erreichten 48 der 76 Starter mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5, 3 Kilometern pro Stunde erschöpft aber strahlend am Sonntagmorgen das Schloss. Eine Wiederholung im nächsten Herbst ist bereits im Gespräch.

Von Franziska Appelt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg