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Potsdam-Mittelmark 1000. Einsatz galt einem Stahnsdorfer
Lokales Potsdam-Mittelmark 1000. Einsatz galt einem Stahnsdorfer
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21:28 14.10.2015
Immer im Einsatz: Die Teltower Berufsfeuerwehr ist jetzt zu ihrem 1000. Einsatz ausgerückt. Quelle: J. Stähle
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Teltow

Das Alarmsignal ertönt, die Alarmlichter gehen an. Blitzschnell stürmen die Männer der diensthabenden Wachschicht zu den Fahrzeugen und eilen hochkonzentriert zum Einsatzort. Dies haben die 23 Hauptamtlichen Feuerwehrmänner der Teltower Feuerwache nun am 13.10.2015, um 19:45 Uhr, zum eintausendsten Mal in diesem Kalenderjahr getan. Mit dem First Responder-Fahrzeug (RTW) versorgten sie einen 73-jährigen Stahnsdorfer, der über Herz- und Kreislaufprobleme klagte. Beinahe die Hälfte der 1000 Einsätze wurden mit dem seit Dezember 2014 im Dienst stehenden RTW gefahren. Die Besatzung, bestehend aus jeweils zwei Rettungssanitätern, überbrückt bei Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen eines Rettungsmittels mit qualifizierten basismedizinischen Maßnahmen. Damit stellt der RTW nicht nur eine für die Region notwendige Ergänzung der Rettungskette dar, sondern ist zudem für die Steigerung der Sicherheit im Bereich Rettungsdienst überaus dienlich.

Das Aufgabenspektrum der Feuerwehr ist enorm vielfältig und ganz im Sinne des Feuerwehr-Leitspruchs „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ gilt es für die Kameraden Tag für Tag, unter Einsatz der vorhandenen Kräfte und Mittel ihren Dienst für die Bürgerinnen und Bürger zu leisten. So rückten sie in diesem Jahr bislang zu 99 Brandeinsätzen aus, meistersten sechs Gefahrguteinsätze und wurden 290 Mal für die Technische Hilfeleistung gerufen. Letztgenanntes Alarmstichwort beinhaltet zum Beispiel Türnotöffnungen, Tierrettungen und die Hilfe nach Verkehrsunfällen. Darüber hinaus gehört es zu den Aufgaben der Feuerwehr, im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes zu agieren. Somit wurden bisher 40 Brandverhütungsschauen und 25 sogenannte operativ-taktische Studien durchgeführt.

Aber auch die Naturgewalten hielten die Kameraden in den vergangenen Monaten auf Trab. Im Frühjahr ließ Sturmtief Niklas die Einsatzkräfte im Dauereinsatz rotieren. Allein 39 der bislang 70 geleisteten Sturmeinsätze wurden innerhalb der 48 Stunden, in denen Niklas in der Region wütete, geleistet. Die Hitzeperioden des Sommers sorgten ebenfalls für erhöhte Einsatzzahlen. So konnte beispielsweise im August ein Waldbrand, welcher sich in Ruhlsdorf auf einer Fläche von circa 800 Quadratmetern erstreckte, gelöscht und zudem die Ausbreitung des Feuers verhindert werden.

Die Stadt Teltow unterhält eine ständig besetzte Feuerwache, in welcher die Kameraden in drei Wachabteilungen jeweils im 24-Stunden-Schichtsystem den ersten Abmarsch sicherstellen. Des Weiteren sichern die Freiwilligen Wehren Teltow und Ruhlsdorf den Brandschutz. Der Einzugsbereich erstreckt sich über die Grenzen Teltows hinaus und somit unterstützt die Hauptamtliche Wehr nicht nur die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf und Nuthetal, sondern ist im gesamten Landkreis tätig.

„Mit steigender Einwohnerzahl in der Region und erweitertem Aufgabenspektrum ist auch eine Erhöhung des Einsatzaufkommens spürbar. Waren es bislang circa 600 Einsätze jährlich, wird in diesem Jahr wohl das Doppelte an Einsätzen von den Kolleginnen und Kollegen zu meistern sein“, erläuterte Jan Ehlers, Leiter der Feuerwehr Teltow. Um diesen steigenden Anforderungen gerecht zu werden, seien nicht nur die entsprechende Einsatztechnik, sondern auch hochmotivierte und gut ausgebildete Einsatzkräfte von Nöten.

Von Claudia Krause

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