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104 Naturparke treffen sich im Hohen Fläming

Hoher Fläming 104 Naturparke treffen sich im Hohen Fläming

Einmal im Jahr kommen sie alle zusammen: Der Dachverband „Deutsche Naturparke“ lädt seine 104 Großschutzgebiete regelmäßig zur Mitgliederversammlung ein. In diesem Jahr hat der Naturpark im Hohen Fläming die Ehre, den Gästen aus allen 16 Bundesländern eine Reise nach Brandenburg schmackhaft machen zu dürfen.

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Die Gäste aus ganz Deutschland erkundeten Wiesenburg und die Umgebung bei der Exkursion auf dem Kunstwanderweg.

Quelle: Victoria Barnack

Kuhlowitz. Fast auf den Tag genau 20 Jahren ist es her, dass den Hohen Fläming eine lang ersehnte Botschaft vom Ministerium erreichte: „Die Region wird zum Naturpark ernannt“, stand dort sinngemäß. Drei Jahre hatten die Engagierten im Naturparkverein und vom Landkreis zuvor auf die Bewilligung des Antrags warten müssen. Heute sind die Strukturen und Arbeitsweisen in dem Naturpark eingespielt. „Was im Hohen Fläming passiert, ist ein Muster für alle elf Naturparke in Brandenburg“, sagt Hartmut Kretschmer heute. Der Zuständige für Großschutzgebiete im Brandenburgischen Landesamt für Umwelt muss es wissen.

So ist auch die Organisation von bundesweiten Großveranstaltungen nach 20 Jahren problemlos möglich. Das bewies der Naturpark bereits 2012 mit der Ausrichtung des Deutschen Wandertages. Nun ist er erneut Ausrichter eines Treffens von deutschlandweiter Bedeutung: In Bad Belzig tagen noch bis Samstagnachmittag der Dachverband „Deutsche Naturparke“ und die Leiter aller Naturparke. 104 Stück gibt es von ihnen in allen 16 Bundesländern insgesamt.

Vorreiter bei Wanderwegen, Radtourismus und Barrierefreiheit

Dass die jährliche Tagung im Hohen Fläming abgehalten wird, ist kein Zufall. Zu seinem 20-jährigen Bestehen kann der Naturpark ein beachtliches Netz an Rad- und Wanderwegen vorweisen – optimale Voraussetzungen für die Exkursionen, die die ernsten Tagespunkte während der offiziellen Mitgliederversammlung bei dem Treffen umrahmen. „Der Hohe Fläming ist ein Vorreiter in der Entwicklung von Wanderwegen“, erklärte Kretschmer, „auch der Radtourismus und das barrierefreie Naturerlebnis sind hier stark ausgebaut.“

Von der Qualität des Wandernetzes überzeugten sich die mehr als 100 Gäste aus ganz Deutschland am Freitag selbst. Auf dem Kunstwanderweg zwischen Wiesenburg und dem Gut Schmerwitz zeigte Naturparkleiter Steffen Bohl, was mit vier Rangern, einem der aktivsten Fördervereine im Land und einem Gesamtbudget von fast 700 000 Euro möglich ist. 3,7 Millionen Euro Netto generiert der Naturtourismus damit im Hohen Fläming jährlich. Bohl nutzte das Naturparke-Treffen jedoch auch, um auf Verbesserungspotenziale aufmerksam zu machen. Seit 1999 hat sich beispielsweise die Anzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter bei der Naturparkverwaltung im Hohen Fläming von 5 auf den Bundesdurchschnitt von 2,5 Stellen halbiert. Die deutschen Naturparke streben gemeinsam eine Anhebung auf vier Stellen an.

Veranstaltungen im Jubiläumsjahr

Am 6. Oktober lädt der Naturpark zu einem Vortrag mit dem Wolfsbeauftragten Thorsten Fritz, der über das Wolfsjahr 2017 informiert.

Das 2. Klima-Dinner im Hohen Fläming findet am 18. Oktober statt. Im Naturparkzentrum in Raben erfahren Besucher, welchen Effekt verschiedene Anbauarten, Verpackungen und die Herkunft der Lebensmittel auf das Weltklima haben.

Bei einer Fachtagung am 9. November wird über nachhaltige Landwirtschaft diskutiert. Der Naturpark möchte dabei auch mit Landwirten aus der Region ins Gespräch kommen.

Von Victoria Barnack

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