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Potsdam-Mittelmark 130 000 Führerscheine vor dem Umtausch
Lokales Potsdam-Mittelmark 130 000 Führerscheine vor dem Umtausch
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18:17 14.03.2019
Bis 2033 soll der Umtausch der Führerscheine in Dokumente im Scheckkartenformat abgeschlossen sein. Quelle: dpa
Mittelmark

Im Rahmen des Pflichtumtausches von alten Führerscheinen rechnet das Landratsamt mit rund 130 000 auszutauschenden Dokumenten. Wegen des zu erwartenden Ansturm würden in der Kreisverwaltung Vorbereitungen getroffen, um den Personalschlüssel in der Fahrerlaubnisbehörde zu erhöhen. Darüber hat Landrat Wolfgang Blasig (SPD) am Donnerstag die Mitglieder des Kreistages informiert.

Keine unnötige Eile

Seit Bekanntwerden des Pflichtumtausches hat die Beantragung von Ersatzdokumenten sowie die Anforderungen von Karteikartenabschriften durch andere Behörden spürbar zugenommen. Gegenüber der MAZ sagte die zuständige Fachbereichsleiterin Debra Reußner: „Es gibt keinen Grund zu unnötiger Eile. Für Führerscheine in Papierform gibt es ausreichende Umtauschfristen. Die ganze Aktion soll erst im Jahr 2033 abgeschlossen sein.

43 Millionen Autofahrer müssen tauschen

Die Tage älterer Führerscheine sind gezählt. Bis spätestens 19. Januar 2033 müssen sie gegen neue Plastikkärtchen in einheitlichem EU-Standard umgetauscht sein.

Der Bundesrat stimmte Mitte Februar einem Stufenplan zu, um mit der großen Aktion früher zu beginnen – damit nicht so viele Betroffene bis zum letzten Moment warten.

Garantiert wird: Die Fahrerlaubnis an sich bleibt davon unberührt.

Die Bundesregierung muss den Plan noch in einer Verordnung umsetzen und in Kraft treten lassen.

Betroffen sind insgesamt 43 Millionen Autofahrer in Deutschland. Wie sie informiert werden, ist noch unklar.

Laut ADAC wird eine Gebühr in Höhe von 25 Euro für einen neuen Führerschein fällig. Wer nicht umtauscht, muss mit zehn Euro Verwarngeld rechnen.

Wenn es nach dem Masterplan der Kreisverwaltung geht, dürfte sich die Fahrerlaubnisbehörde bis dahin längst nicht mehr in Werder, sondern im neuen Kreishaus in Beelitz-Heilstätten befinden. Zunächst sollen viele Alt-Führerscheine umgetauscht werden, die noch nicht im Scheckkartenformat ausgegeben wurden. Unabhängig von der Neuausgabe von Dokumenten sorgt derzeit ein anderer Trend für Mehrarbeit in der Fahrererlaubnisbehörde.

Anzeigen erstattet

„Es ist eine spürbare Erhöhung bei der Umschreibung von Fahrerlaubnissen aus Drittstaaten zu verzeichnen“, teilte Landrat Blasig den Abgeordneten des Kreistages mit. Dabei ist jedoch besondere Aufmerksamkeit geboten. Der für die Dokumenten- und Anerkennungsprüfung der ausländischen Fahrerlaubnisse eingesetzte Mitarbeiter konnte bereits einige Totalfälschungen aufdecken und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Unter anderem ergingen Anzeigen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung. Dabei arbeiten Fahrerlaubnis- und Ausländerbehörde eng zusammen. Seit Juni 2018 kontrolliert gezielt ein geschulter Mitarbeiter Führerscheine auf Fälschungen.

Harry Grunert aus Grebs ist für die CDU in den Kreistag nachgerückt. Quelle: Frank Bürstenbinder

Der Kreistag nahm den Bericht des Landrates, der sich auch mit der aktuellen Situation in der Pflege, kulturellen Aktivitäten und der Unterbringung von Asylbewerbern beschäftigte, ohne größere Diskussion zur Kenntnis.

Die Abgeordneten brachten die Sitzung in einer Rekordzeit von 55 Minuten hinter sich. Zu Beginn gedachten sie des verstorbenen Kreistagsmitglieds Bodo Puschner (CDU) aus Damsdorf. Für den Verstorbenen wurde als Nachrücker Harry Grunert aus Grebs (Kloster Lehnin) von Kreistagspräsident Werner Große vereidigt.

Von Frank Bürstenbinder

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