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136 Wohnungen neben der Kirche

Teltow 136 Wohnungen neben der Kirche

Die Grimm Holding will in Teltow nördlich der Ruhlsdorfer Straße und neben der katholischen Kirche 136 Wohnungen bauen. Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) sieht das Projekt auf gutem Weg. Eine knappe Mehrheit der Stadtverordneten stimmte jetzt zu. Einziger Streitpunkt: Die Pflanzung von Bäumen vor den Geschosswohnungen.

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Wohnbauprojekt an der Ruhlsdorfer Straße in Teltow.

Quelle: Grimm Holding

Teltow. Auf dem Areal zwischen Gonfrevillestraße und der katholischen Kirche Sanctissima Eucharistia, wo Büsche und Bäume wuchern und oft Wildschweine gesichtet wurden, sollen etwa 136 Wohnungen entstehen. Die Fläche ist in drei Baufelder unterteilt, wie Constanze Grimm, Geschäftsführerin der Grimm Holding GmbH erläutert. Die Baufelder 1 und 3 erstrecken sich an der Ruhlsdorfer und der Gonfrevillestraße. Dort sind Wohnungen mit vier Etagen geplant. Unter den Gebäuden befinden sich Keller und Tiefgaragen. Um die langgestreckten Fassaden aufzulockern, haben die Architekten des Büros Faber und Faber für die Ruhlsorfer Straße vertikale Vor- und Rücksprünge entworfen, an der Gonfrevillestraße gibt es vertikale Rücksprünge. Da die Gebäude an viel befahrenen Straßen stehen erhalten sie Schallschutzfenster und eine besonders gute Dämmung. Zum ruhigeren Innenbereich öffnen sich die Fassaden mit großen Fenstern und leicht eingerückten Balkonen.

„Quartier am Kirchpark“

Mehr als die Hälfte der Wohnungen in dem „Quartier am Kirchpark“ genannten Wohngebiet wird zur Miete angeboten. Ausschließlich Eigenheime sollen im Inneren des etwa dreieckigen Grundstücks errichtet werden, im zweiten Baufeld 24 Doppelhaushälften mit jeweils 150 Quadratmetern Wohnfläche, verteilt auf drei bis fünf Zimmer. „Wir wollen auch Platz für Familien mit vier Kindern bieten“, sagt Sebastian Schönbach, ebenfalls Geschäftsführer der Grimm Holding. Es werden kleine Gärten und ein lang gestreckter Spielplatz angelegt. Er hoffe, sagt Schönbach, dass mit dem Konzept eine gute Durchmischung der jüngeren und der älteren Generation gelinge. Die Quadratmeterpreise werden nach Angaben Schönbachs zwischen 3200 und 3600 Euro und damit im Teltower Durchschnitt liegen.

In Sichtweite der katholischen Kirche sollen die Wohnungen entstehen

In Sichtweite der katholischen Kirche sollen die Wohnungen entstehen. Der Boden ist bereits bereitet.

Quelle: Stephan Laude

In gut zwei Jahren könnten die Mieter einziehen

Zum Baubeginn sagt der Geschäftsführer: „Wir wollen und können sofort loslegen.“ In 24 bis 28 Monaten könne dann alles fertig sein – obwohl vielerorts Projekte ihrer Umsetzung harren, weil es an Baukapazitäten mangelt. „Wir arbeiten oft mit denselben Gewerken zusammen, da hat sich ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Die Baufirmen halten sich bereit.“ Wenn es recht schnell losginge, hätte das einen großen Vorteil für die Aufenthaltsqualität in dem gesamten Gebiet: Dem aufwendigen Umbau der Ruhlsdorfer Straße würde nicht, kaum dass sie fertig ist, am nördlichen Ende eine neue Baustelle folgen.

Die vor 28 Jahren in Münster gegründete Grimm Holding hat als jüngstes Projekt im November 2016 das Victoria-Ensemble in Berlin-Lichtenberg fertiggestellt. Hier entstanden 160 Mietwohnungen. Der prominenteste Standort, an dem das Familienunternehmen gebaut hat, flankiert den Park am Gleisdreieck, südlich des Potsdamer Platzes in Berlin.

Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) sieht das Wohnbauprojekt an der Ruhlsdorfer Straße „auf einem guten Weg“. Die Stadtverordnetenversammlung hat am Mittwochabend einem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zugestimmt. Es gab zwölf Ja-, acht Neinstimmen und fünf Enthaltungen. Eine größere Zustimmung scheiterte daran, dass Abgeordnete verlangten, vor den geplanten Geschosswohnungen an der Ruhlsdorfer Straße Bäume zu pflanzen, und zwar als Ersatz für Bäume, die im Zuge der Straßenerneuerung gefällt worden waren. Jetzt werden die Baupläne ausgelegt, die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen. Ehe dann die Bauleute anrücken können, muss die Stadtverordnetenversammlung noch einen Satzungsbeschluss verabschieden.

Die Teltower Stadtverordneten beschlossen am Mittwoch außerdem, dass Teltow wieder einen qualifizierten Mietspiegel bekommt. Grünes Licht gab es zudem für den Umbau der Oderstraße. Auf der südlichen Fahrbahn wird ein Fahrradstreifen angelegt. Damit darf auf der nördlichen Fahrbahn nur noch in eine Richtung geradelt werden, was die Sicherheit an den Parkplatzausfahrten erhöhen soll.

Von Stephan Laude

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