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16 Bewerbungen werden gesichtet

Amtsdirektorenwahl Brück 16 Bewerbungen werden gesichtet

Am Freitag endete die Bewerbungsfrist für die Stelle des Brücker Amtsdirektors. 16 Kandidaten reichten ihr Unterlagen ein. Sie werden am Mittwoch das erste Mal vom Amtsausschuss gesichtet. Bis der neue Chef im Amt ist, vergehen jedoch noch einige Monate. Frühestens im Februar kann er dienstbereit sein.

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Verwaltungsleiter Lars Nissen rechnet frühestens im Februar mit einem neuen Amtsdirektor in Brück.

Quelle: Andreas Koska

Brück. Am Mittwoch dürfen die Mitglieder des Brücker Amtsausschusses zum ersten Mal die Bewerbungen der 16 Kandidaten für den Amtsdirektorenposten sichten. Am Montag darauf soll im nichtöffentlichem Teil der Sitzung entschieden werden, wer zum Vorstellungsgespräch geladen wird.

Eine Bewerbung des ehemaligen Amtsdirektors Christian Großmann wird mit Sicherheit nicht darunter sein. Denn er wurde inzwischen zum stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Ludwigfelde gewählt.

Vor allem in der Brücker Verwaltung wird das bedauert, aber die Entscheidung für nachvollziehbar gehalten. „Christian Großmann hat das Amt und seine Gemeinden nachhaltig geprägt. Leider waren sein fundiertes Wissen und sein Engagement im Amt Brück nicht mehr gewollt“, sagt der amtierende Amtsdirektor, Lars Nissen. „Ich wünsche ihm viel Erfolg“, sagt Andreas Kreibich. Der Borkheider Bürgermeister zählte zu den Unterstützern des ehemaligen Amtschefs.

Kritik von Brücker Stadtverordneten

Weniger Tränen weint Michael Klenke (SPD) Großmann nach. „Mit Christian Großmann verlässt eine qualifizierte Verwaltungsfachkraft das Amt, die leider in der letzten Zeit ihre umfangreichen rechtlichen Kenntnisse immer weniger im Sinne der Brücker Stadtverordneten und Bürger anwendete“, sagt der amtierende Brücker Bürgermeister. Er wirft dem Amtschef unabgestimmtes Vorgehen und Alleingänge vor, die nicht im Sinne der ehrenamtlichen Abgeordneten waren. So zum Beispiel bei der Aufkündigung des gemeinsamen Gesamtschulprojekts zwischen Treuenbrietzen und Brück. „Schade, dass die Nähe zu fast allen, auch neuen Stadtverordneten und Bürgern immer mehr verloren ging“, sagt Klenke. „Ich wünsche ihm in seinem neuen Betätigungsfeld ein besseres Gespür und Gefühl für die Menschen, deren Dienstleister oder Verwalter er zukünftig sein wird“, führt der Brücker Abgeordnete fort.

Zerstrittenes Verhältnis im Amt

Der bisherige Amtsdirektor, Christian Großmann, ist im Frühsommer 2016 knapp mit acht gegen sieben Stimmen im Brücker Amtsausschuss zum Verwaltungschef wiedergewählt worden.

Der unterlegene Kandidat, Marko Köhler, ging dagegen in Widerspruch.

Nach langen Debatten und mehreren Sitzungen wurde der Widerspruch zwar abgewiesen, gleichzeitig aber beschlossen, das fast abgeschlossene Verfahren abzubrechen und eine Neuausschreibung zu starten.

Die Gemeinde Borkheide legte dagegen Widerspruch ein.

Die Bewerbungsrunde zur neuen Ausschreibung endete am 25. November.

In einem sind sich jedoch Klenke, Kreibich und Nissen einig. Ein neuer Amtsdirektor sollte schleunigst sein Amt aufnehmen können. „Mit Blick auf den momentan hohen Krankenstand in der Brücker Amtsverwaltung und die große Zahl an Bewerbern um den Posten habe ich die Erwartung, dass alle Amtsausschussmitglieder hierbei in einem rechtlich einwandfreien Verfahren noch im Januar des neuen Jahres entscheiden werden und die Streitaxt begraben bleibt“, betont Klenke. „Ich hoffe, dass nun sachlich im Amtsausschuss an das Auswahlverfahren herangegangen wird und das der beste Bewerber zum neuen Amtsdirektor gewählt wird“, so Kreibich. Einzig der amtierende Amtsausschussvorsitzende und Bürgermeister von Planebruch will sich nicht äußern: „Antworten sind hier schwierig und brisant“, sagt Ulf Dingelstaedt auf Anfrage dieser Zeitung.

Lars Nissen bestätigt, dass die Arbeit ohne einen Amtsdirektor „schon an die Substanz geht“. Christian Großmann hinterlasse „große Fußstapfen, die ein Nachfolger erst einmal ausfüllen muss. Diese Person zu finden, obliegt nun dem Amtsausschuss“, sagt Nissen. Er glaubt jedoch nicht, dass die Ernennungsurkunde vor Februar überreicht werden kann. Denn am 19. Dezember sollen laut Planung die Vorstellungsgespräche stattfinden und erst im Januar die Wahl. Danach muss die Widerspruchsfrist abgewartet werden, bevor ein neuer Verwaltungschef ernannt werden kann.

Von Andreas Koska

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