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Nuthetalerin schnuppert Bundestags-Luft

Teilnahme an bundesweitem Planspiel Nuthetalerin schnuppert Bundestags-Luft

Nane Pleger aus Nuthetal nahm vom 4. bis 7. Juni am Planspiel „Jugend und Parlament“ teil. Als Winzerin Tabea Hohbein aus Hessen brachte sie einen Gesetzesentwurf zum Tierschutz durch. An dem Planspiel hatten 315 Jugendliche aus ganz Deutschland teilgenommen. Nane Pleger war von der Bundestagsabgeordneten Annalena Baerbock (Grüne) ausgewählt worden.

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Die 18-jährige Nane Pleger aus Nuthetal (l.) saß im Planspiel „Jugend und Parlament“ vier Tage lang als Tabea Hohbein im Deutschen Bundestag. Ausgewählt wurde sie von der bündnisgrünen Bundestagsabgeordneten Annalena Baerbock.

Quelle: Privat

Nuthetal/Berlin. Für vier Tage zog die 18-jährige Nane Pleger aus Nuthetal vom 4. bis zum 7. Juni in den Deutschen Bundestag ein. Das Mädchen war eine von insgesamt 315 Jugendlichen aus ganz Deutschland, die am Planspiel „Jugend und Parlament“ teilnahmen und in die Rolle von Bundestagsabgeordneten schlüpften. Ausgewählt wurde die Abiturientin von der Potsdamer bündnisgrünen Bundestagsabgeordneten Annalena Baerbock. Nane war für die vier Tage Tabea Hohbein, 51 Jahre alt und Winzerin aus Hessen. Ob sie für diese Zeit auch die Bezüge einer Bundestagsabgeordneten erhielt, war aus dem Büro Baerbock nicht zu erfahren.

Hohbein war Mitglied der Christlichen Volkspartei. Das sollte im Planspiel die CDU sein. Als Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft hatte sie sich mit einen Gesetzesentwurf zum Tierschutz in der Landwirtschaft beschäftigen müssen. „Dies war eigentlich genau mein Thema, denn in meiner Freizeit engagiere ich mich aktiv gegen Massentierhaltung. Bloß da hatte Tabea Hohbein andere Vorstellungen...“, bedauerte Nane.

„Es war sehr spannend, in Fraktionssitzungen, Plenardebatten und in dem Gesetzgebungsprozess mitzuwirken. Denn bis zum letzten Tag fiel es mir schwer, wie Tabea Hohbein zu handeln. Lieber hätte ich meine eigene Position vertreten.“ Mit ihren „Kollegen“ war sie nicht immer zufrieden. Einfach krass, wie stark die ihre Rollen gespielt hätten, fand Nane. Abweichende Meinungen oder kleinere Gruppen wären kaum beachtet worden. Vertreter der PSG (die „Linksfraktion“) wären pauschal als „Sozis“ und die der ÖSP (Grüne) als „Ökos“ bezeichnet worden, auf die sowieso nicht gehört werden müsse. Ihre CVP-Fraktion hätte sich sowieso durchgesetzt.

„Es war eine super Erfahrung. Ich habe gelernt, wie kompliziert parlamentarische Arbeit ist und was ich anders machen würde“, resümierte Nane Pleger.

Von Heinz Helwig

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