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Potsdam-Mittelmark Post über Nacht im Kasten
Lokales Potsdam-Mittelmark Post über Nacht im Kasten
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12:44 18.04.2016
Im Briefzentrum Berlin-Südwest in Stahnsdorf können täglich maximal drei Millionen Briefe sortiert und weiterbearbeitet werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Stahnsdorf

Wenn die „gelben Riesen“ nach 18 Uhr ihre Ladung aus Potsdam, Brandenburg an der Havel, Bad Belzig, Falkensee, Nauen, Rathenow, Jüterbog, Luckenwalde, Ludwigsfelde sowie aus dem Südwesten Berlins nach Stahnsdorf in die Ruhlsdorfer Straße bringen, wird das Briefzentrum Berlin-Südwest zu einem großen Bienenstock. Postmitarbeiter flitzen mit gelben Körben oder Transportwagen durch die Halle, Förderbänder setzen sich in Bewegung, flinke Hände fischen aus der Briefflut die Sendungen heraus, die durch Größe und Gewicht vom Standardbrief abweichen, um sie auf einen anderen Weg zur Weiterverarbeitung zu schicken. Eine Sortieranlage wirbelt die kleinen Umschläge umher, bis sie geordnet auf dem Transportband stehen, das sie zu den Maschinen bringt, die die Adresse lesen, die richtige Frankierung überprüfen und den Briefen dann ihren Stempel aufdrücken.

Bis gegen 21.30 Uhr muss die abgehende Post sortiert sein, damit die Lastwagen sie zu einem Briefzentrum in der Bestimmungsregion bringen können. 94 Prozent der Briefe stellt die Deutsche Post von einem Tag auf den anderen zu, sagt Pressesprecherin Tina Birke. 84 Prozent ist Geschäftspost. Im Zeitalter von E-Mail, WhatsApp, Threema und Facebook ist der private Briefwechsel geschrumpft. Um die Jahrtausendwende wurden deutschlandweit täglich noch 70 Millionen Briefe versandt (siehe Infokasten).

Nach Mitternacht wiederholt sich alles in umgekehrter Richtung, wenn die Briefe aus anderen Regionen für die genannten Orte mit der Postleizahl „14“ am Anfang eingehen. Dann wird ein Teil der Sortiermaschinen entsprechend den Touren der Briefboten umprogrammiert, um ihnen die schnelle Zustellung zu erleichtern.

Das monotone Rasseln der Förderbänder, das Klappern der Körbe und das Hupen der Warngeräte hören Mitarbeiter wie Hardi Czurgelies, Conny Ullmann oder Birgit Behrendt schon nicht mehr, die seit der Inbetriebnahme des Briefzentrums vor 20 Jahren in Stahnsdorf arbeiten. Der 57-jährige gelernte Bürokaufmann feiert überdies in diesem Jahr seine 30-jährige Zugehörigkeit zum Postdienst. „Jeder Tag ist eine logistische Herausforderung. Aber wir sind ein super eingespieltes Team, und das gefällt mir so an meiner Arbeit“, schwört der Kommissionierer.

Vor allem zu Weihnachten und zum Jahreswechsel müssen sich die rund 320 Mitarbeiter Aushilfskräfte heranholen, um die Menge von täglich maximal drei Millionen Briefen bewältigen zu können, sagt Sabine Ebmeier. Sie leitet das Briefzentrum seit 2014 und kennt es wie ihre Westentasche. Als Sachbearbeiterin hatte sie vor nun 17 Jahren in Stahnsdorf angefangen. Seitdem hat sich der Maschinenpark grundlegend verändert. Einige Anlagen sind größeren, aber leistungsfähigeren Maschinen gewichen, sagt sie. Wenn diese am Ende mal einen Moment lang schwiegen, hat die Stille schon etwas Feierliches.

Briefumschläge umrunden 43-mal die Erde

3 Millionen Briefe werden täglich im Briefzentrum in Stahnsdorf bearbeitet.

2600 Meter Gesamtlänge haben die Förderbänder in Stahnsdorf.

7 Milliarden Briefe sind in den vergangenen 20 Jahren in Stahnsdorf sortiert worden. Ihre Umschläge aneinandergereiht, würden sie 43-mal die Erde umrunden.

61 Millionen Briefe werden täglich quer durch Deutschland zu ihren Empfängern befördert.

44 Millionen Ziele kann ein Brief haben. So viele Haushalte gibt es zwischen der Nordsee und den Alpen.

82 Briefzentrum arbeiten in Deutschland.

Von Heinz Helwig

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