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2000 Jahre Geschichte an der Bäke

Kleinmachnow 2000 Jahre Geschichte an der Bäke

Bei Ausgrabungen im alten Dorfkern Kleinmachnows haben Archäologen Erstaunliches zutage gefördert. Nicht nur das alte Gut der Familie von Hake wurde freigelegt, auch Spuren des Altertums waren zu finden. Nun berichtet der Chef-Archäologe über die Funde. Geschichtsinteressierte sollten dies nicht verpassen.

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Der Vorsitzende des Heimatvereins, Axel Mueller, besuchte die Ausgrabungen regelmäßig.

Quelle: Stich

Kleinmachnow. Beim Bau des neuen Gemeindezentrums der Evangelischen Auferstehungsgemeinde Kleinmachnow im alten Dorfzentrum gab es zahlreiche archäologische Funde. Am kommenden Sonnabend, dem 17. Februar, berichtet nun der Archäologe Torsten Dressler über die Entdeckungen und darüber, welche Schlussfolgerungen über die Besiedlung des wohl ältesten Teils von Kleinmachnow einzelne Fundstücke und Strukturen im Sand über die Geschichte des Ortes erlauben.

Hier ist der Ursprung des Ortes zu finden

Unter dem Schutt und Oberboden lag ein geschichtsträchtiges Ensemble: der Gutshof der Familie von Hake sowie die zu Beginn des 14. Jahrhunderts erbaute „Alte Hakeburg“. Das Ensemble liegt nördlich des Baches Bäke an einem furtartigen Übergang. Hier ist die eigentliche Ortsgründung Kleinmachnows zu suchen. Machnow und das Rittergut wurden bereits 1375 im Landbuch Karls des IV. erwähnt.

Die gegenwärtig erhalten gebliebenen Bauwerke des Gutshofes sind die um 1600 errichtete Patronatskirche im Norden der Anlage und die im Süden nördlich der Bäke um 1695 errichtete und 1865 erneuerte Wassermühle. Dazwischen stand der Gutshof, dessen Eingang durch ein restauriertes historisches Portal nachgestellt wurde. Am 24. März 1943 wurde das komplette Gutshofensemble durch Brandbomben vollständig zerstört; lediglich Reste der Stallungen auf der Ostseite des Gutes standen noch bis 1960.

Spuren aus urgeschichtlicher Zeit

Neben den zu erwartenden Bauresten des Gutshofes traten zahlreiche ältere Befunde wie mittelalterliche Pflaster und Baustrukturen sowie urgeschichtliche Siedlungsspuren auf, so dass an dieser Stelle über 2000 Jahre Geschichte nachgewiesen werden konnten.

Die öffentliche Veranstaltung findet am 17. Februar um 17 Uhr im Gemeindehaus im Jägerstieg 2 statt.

Von Jürgen Stich

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