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25 Jahre Jugendkunstschule

Teltow 25 Jahre Jugendkunstschule

Es ist ein ungewöhnliches Jubiläum: Vor genau 25 Jahren wagte die Stadt Teltow einen Sprung ins kalte Wasser. Der heutige Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) und der damalige Chef des Kulturhauses Eberhard Derlig gründeten die Teltower „Jugendkunstschule“. Ein gewagtes Experiment in der Kleinstadt am Rande Berlins. Doch der Erfolg hält bis heute an.

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Auch öffentlich werden die Arbeiten der Kunstschule regelmäßig präsentiert – wie hier vor dem Teltower Rathaus.

Quelle: Stadt Teltow

Teltow. Wo können sich Hobbykünstler in ihrer Freizeit kreativ betätigen? Experimentieren, ausprobieren oder spontan drauflos malen? In Teltow ist die Antwort eindeutig: in der Jugendkunstschule. Sie bietet ihren Kursteilnehmern einen kreativen Raum – und das seit mittlerweile genau 25 Jahren.

Am 17. März 1992 rief der damalige Dezernent für Schule, Kultur und Soziales und heutige Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) die kulturpädagogische Einrichtung ins Leben. Seit ihrer Gründung trägt die Jugendkunstschule dazu bei, das städtische Kunst- und Kulturleben durch vielseitige und qualitätsvolle Arbeitsergebnisse zu bereichern und ist längst zu einer festen Größe der außerschulischen kulturellen Bildungs- und Freizeitarbeit geworden.

Die Jüngsten werden behutsam an die kreative Arbeit herangeführt

Die Jüngsten werden behutsam an die kreative Arbeit herangeführt. Die Jugendkunstschule ist aber auch offen für Erwachsene, Senioren und Menschen mit Behinderung. „Es ist ein Sozialprojekt“, sagt Mitgründer Eberhard Derlig.

Quelle: Stadt Teltow

Erst in provisorischen Räumen wie dem ehemaligen „Schwarzen Adler“ untergebracht, fand die Kunstschule 1997 ihren festen Platz im ersten Stock des Bürgerhauses in der Ritterstraße 10. Rückblickend erinnert sich Schmidt nur zu gut an das Jahr 1992: „Zahlreiche Kultureinrichtungen fielen damals dem Rotstift zum Opfer – es gab immense Einsparungen. Wir waren bemüht, das vorhandene Defizit zu kompensieren und auf den vorhandenen Bedarf zu reagieren.“ Auf dem Weg nach Lösungsansätzen wurde er auf den Bundesverband für Jugendkunstschulen Deutschland mit Sitz in Unna aufmerksam. Dort galt das Modellprojekt „Jugendkunstschule“ schon als erprobt. Nicht zuletzt die perspektivische Ausrichtung und das generationsübergreifende Wirken gaben den Ausschlag dafür, dass das Vorhaben unter Mitwirkung des damaligen Kulturhausleiters Eberhard Derlig realisiert und konzeptionell verankert werden konnte.

„Für alle, die den Pinsel schwingen wollen“

„Die Jugendkunstschule war und ist das erfolgreichste Sozialprojekt der Stadt Teltow“, sagt Derlig heute. Großveranstaltungen hätten nach der Wende für Teltow ihren Sinn verloren. Die Metropole Berlin lag ja nun vor der Haustür. „Deshalb musste die Stadt einen eigenen Rahmen finden, um dennoch Kultur anbieten zu können.“ Das große Plus der Einrichtung sei ihre Vielseitigkeit, so Derlig. „Hier gibt es Platz für alle, die den Pinsel schwingen wollen.“ Das gelte nicht nur, wie der Name suggeriere, für Kinder und Jugendliche – Kurse gebe es auch für Erwachsene und Senioren. Auch das „Malen für Menschen mit Behinderung“ sei nach wie vor fester Bestandteil der Kunstschule.

Schon von Anfang an etabliert sind außerdem die Mal- und Zeichenkurse des Künstlers Hans-Jürgen Brauer, der in den vergangenen 25 Jahren unzählige Projekte mit seinen Schülern realisieren konnte. Aktuell finden von Montag bis Donnerstag zehn verschiedene Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. Zusätzlich gibt es einen Fotokurs im Jugendklub in der Osdorfer Straße und weitere Kooperationen mit den Teltower Schulen und einer Kita.

Das Jubiläum wird im Juni groß gefeiert

Interessierte, die an einem Kurs teilnehmen wollen, können sich an die Leitung der Jugendkunstschule und des Bürgerhauses, Christiane Füchsel, unter 03328/4781241 oder c.fuechsel@teltow.de wenden. Das Kursangebot kann unter http://kultur.teltow.de/freizeit/jugend/jugendkunstschule.html eingesehen werden.

Richtig gefeiert wird das 25-jährige Jubiläum der Jugendkunstschule übrigens erst im Juni. Am Sonntag, dem 11. Juni, von 11 bis 18 Uhr, ist auf dem Hof des Bürgerhauses ein Sommerfest geplant, auf dem sich die Kurse an verschiedenen Stationen vorstellen werden. Gleichzeitig können sich Interessierte die Räume der Jugendkunstschule ansehen und mehr über die angebotenen Kreativworkshops erfahren. Im Rahmen des Festes wird außerdem die Jubiläumsausstellung „25 Jahre Jugendkunstschule“ eröffnet. Bis zum 21. Juli werden im Bürgerhaus die schönsten Arbeiten der vergangenen Jahre zu sehen sein.

Von Jürgen Stich

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