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27 Flüchtlinge in Michendorf eingetroffen

Kreis: „Unterbringung in Sporthalle nur für kurze Zeit vertretbar“ 27 Flüchtlinge in Michendorf eingetroffen

Die ersten 27 Asylsuchenden haben am Donnerstag ihre neue Unterkunft in der Sporthalle des Michendorfer Wolkenberg-Gymnasiums bezogen. Sie sollen dort übergangsweise bleiben, bis der Landkreis Potsdam-Mittelmark andere Unterbringungsmöglichkeiten gefunden hat.

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Vorübergehend Flüchtlingsunterkunft: Die Sporthalle des Wolkenberg-Gymnasiums in Michendorf.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Michendorf. Die ersten 27 Flüchtlinge sind am Donnerstag in Michendorf eingetroffen. Sie werden in den nächsten Wochen in der Sporthalle des Wolkenberg-Gymnasiums wohnen, die in den vergangenen Tagen zu einer Flüchtlingsunterkunft hergerichtet wurde. Die Asylsuchenden, die mit dem Bus aus der Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt kamen, wurden von Mitstreitern der Michendorfer AG Flüchtlinge herzlich begrüßt. Vom Landkreis gab es kleine „Willkommenspakete“ mit den wichtigsten Informationen, um das Eingewöhnen zu erleichtern.

„Überwiegend stammen die fünf Familien mit 13 Kindern aus den Ländern der Russischen Föderation, aus Albanien und Serbien. Zwei Asylbewerber sind afrikanischer Herkunft, stammen aus Kamerun und Kenia“, sagte Kreissprecher Kay-Uwe Schwinzert. Auch ein Libanese ist unter den Asylsuchenden. Für die Flüchtlinge hatte der Kreis Betten und Kleiderschränke beschafft, auch Kücheneinrichtungen und Kühlschränke gibt es in der Halle, die in drei Bereiche eingeteilt wurde, um Frauen, Männer und Familien getrennt voneinander unterbringen zu können. Insgesamt sollen 100 Flüchtlinge in der Halle vorübergehend eine Bleibe finden.

Die neuen Bewohner werden von zwei Sozialarbeitern betreut. Schwinzert betonte, dass sich der Kreis durch das starke Anwachsen der Asylbewerberzahlen gezwungen sieht, die Sporthalle vorübergehend als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. „Die Kreisverwaltung arbeitet derzeit aber mit Hochdruck an der Bereitstellung von Räumen in einem neuen Übergangswohnheim. Allen Beteiligten ist klar, dass die Unterbringung in der Sporthalle Michendorf nur für kurze Zeit vertretbar ist, sie war unter den gebotenen Umständen aber alternativlos“, sagte er.

Die AG Flüchtlinge in Michendorf hat bereits Hilfe angeboten. „Wir wollen aber erst den Bedarf klären, was die Flüchtlinge wirklich gebrauchen können“, sagte ein AG-Sprecher der MAZ. Unterstützen wollen die Aktivisten der AG die Flüchtlinge auch bei Erledigungen und Behördengängen. „Wir sehen es aber auch als unsere Aufgabe an, die Anwohner mitzunehmen, zu informieren und mögliche Vorurteile abzubauen“, sagte der Sprecher.

Die Ankunft der ersten Flüchtlinge verlief störungsfrei. Die Asylsuchenden verließen den Bus und bekamen in der Halle Papiere und etwas Geld, um sich versorgen zu können. Schon nach kurzer Zeit spielten die Kinder Fußball auf dem Gelände. Der Kreis hatte die Medien um Zurückhaltung gebeten, um die Flüchtlinge erst einmal in Ruhe ankommen zu lassen.

Von Jens Steglich

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