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Potsdam-Mittelmark 30 neue Schmerwitzer sind da
Lokales Potsdam-Mittelmark 30 neue Schmerwitzer sind da
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00:20 05.10.2015
Zum Empfang gab es für die syrischen Flüchtlinge im Schmerwitzer Töpfercafé eine kleine Stärkung. Quelle: Dirk Fröhlich
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Schmerwitz

Fünf syrische Familien haben vorerst eine Bleibe in dem 300-Einwohner-Ort gefunden. Die insgesamt 30 Personen haben am Mittwochabend ihre Quartiere in den Würfelhäusern bezogen, die kurzfristig vom Gut Schmerwitz zur Verfügung gestellt worden sind.

Das Gros ist von der Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt kommend selbstständig mit dem Zug angereist. Bürgermeister Marco Beckendorf (Die Linke) gehörte zu jenen, welche die neuen Einwohner der Gemeinde Wiesenburg/Mark mit Autos vom Bahnhof am Park ab geholt haben. Im Verwaltungsgebäude des örtlichen Agrarbetriebes erfolgte dann die förmliche Aufnahme der etwa 20 Erwachsenen und zehn Kinder. Mobiles Meldeamt der Kommune, die Sozialbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark, der Revierposten der Polizei waren vor Ort, maßgeblich unterstützt von einer amtlichen Dolmetscherin, die unter anderem die Mietverträge erklärt hat.

Zwei Wohnungen sind noch frei

Noch sind zwei Wohnungen frei. Sie dürften allerdings schon in Kürze bezogen werden. „Die Informationen erhält das Rathaus allerdings nur kurzfristig“, berichtet der Verwaltungschef. Unter den Umständen war Empfang in Schmerwitz dennoch gut vorbereitet. Im Töpfercafé gab es Essen und Trinken sowie erste Begegnungen mit den Einheimischen. „Es hat sich herausgestellt, dass mehrere Mitglieder von drei Familie ganz gut Englisch, vereinzelt auch Russisch und Französisch, sprechen“, sagt Johannes Krause. „Insofern dürfte die Verständigung mit deren Hilfe ganz gut klappen“, hofft er. Der 37-Jährige versucht – neben den mobilen Sozialarbeitern des Landratsamtes Bad Belzig – als ehrenamtlicher Koordinator, ihnen zur Seite zu stehen und Hilfsangebote in geordnete Bahnen vor Ort zu lenken. Ein Patenschaftssystem ist vorgesehen. „Die Bereitschaft zu unterstützen, ist sehr groß“, hat er bekräftigt, was sich schon zur Informationsveranstaltung vor reichlich einer Woche abgezeichnet hat.

Rollos und Räder gefragt

Neben Tischen, Stühlen und Betten gibt es in den Wohnungen demnächst eine schlichte Küchenzeile. Eine Grundausstattung an Hausrat wurde ebenfalls bereit gestellt.

Aktuell werden Vorhänge, Rollos oder Stoffe gesammelt. Außerdem sind Fahrräder gefragt. Weitere Sachspenden sind bereits eingelagert und sollen nach Bedarf verteilt werden.

Wenn weitere Nachfrage geklärt ist, können Angebote unterbreitet werden – Johannes Krause, Schmerwitz: 0163 / 739 4963..

Mit seinen Erfahrungen steht ihm unter anderem Kees Berkouwer zur Seite. „Es ist nicht zuletzt die Chance, dass sich bei der Gelegenheit die Ur-Schmerwitzer und die zuletzt zahlreich Zugezogenen besser kennen lernen“, sagt der ehemalige Ausländerbeauftragte des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Der Holländer lebt seit vier Jahren in dem Dorf seiner für Fläming-Verhältnisse geradezu heterogenen Bevölkerung.

Am Donnerstag stand die erste Exkursion auf dem Programm. Mit dem Bus ging es nach Wiesenburg. Dort konnten Schecks eingelöst sowie kleine Einkäufe erledigt werden. Sowohl für Wiesenburg als auch für Schmerwitz hat jede syrische Familie einen Lageplan erhalten, um sich anfangs zumindest erst einmal räumlich orientieren zu können.

Von René Gaffron

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