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330 Laternen bleiben dunkel

Werder 330 Laternen bleiben dunkel

Wenn es dunkel wird in Werder, bleiben manche Straßenleuchten aus, und das zum Ärger der Anwohner. Sie meldeten in den vergangenen Wochen 77 Defekte und hoffen auf schnelle Hilfe der Stadt. Im Jahr muss die Stadt bis zu 330 Laternen reparieren lassen – Tendenz vermutlich steigend, denn das Leuchtennetz wird noch größer.

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In der Brandenburger Straße, eine der vielbefahrenden Straßen Werders, stehen hängende Leuchten.

Quelle: Olaf Moeldner

Werder. Wenn es dunkel wird in Werder, sollten eigentlich Hunderte Laternen die Stadt in ein Lichtermeer tauchen, für klare Sicht und Sicherheit auf Straßen und Wegen sorgen. Doch allein in den vergangenen Wochen musste sich die Stadt um 77 defekte Laternen kümmern. Zuvor hatten Anwohner die Schäden im Internetportal „Maerker“ gemeldet. Gegenwärtig stehen auch Anwohner in den Straßen Am Plessower See und Carmenstraße im Dunkeln, weil dort mehrere Lampen ausgefallen sind. In den Havel­auen haben Bürger schiefe Laternen festgestellt und vermuten, dass dort Baufahrzeuge oder andere Autos dagegen gefahren sind.

„Die Zahl der Straßenleuchten ist in den vergangenen Jahren auf etwa 3400 gestiegen“, sagt Stadtsprecher Henry Klix auf Nachfrage der MAZ. Im Durchschnitt seien 330 Defekte pro Jahr zu verzeichnen. „Mit einer Quote von unter 10 Prozent ist es auch im Hinblick auf die Standzeit der Straßenlampen ein üblicher oder sogar unterdurchschnittlicher Wert“, sagt Klix. Die Tendenz sei auch in diesem Jahr nicht anders. Ursachen für den Ausfall der Lampen sind nach Angaben der Stadt neben dem üblichen Defekt der Leuchtmittel aber auch Kabelschäden. „In diesem Fall kann es passieren, dass gleich mehrere Lampen ausfallen. Eine solche Reparatur ist zeitaufwendig und entsprechend mit höheren Kosten verbunden. Bisweilen muss die Fehlerursache mit einem Messwagen ermittelt werden, bevor der Schaden behoben werden kann“, sagt der Stadtsprecher. Weiterhin gebe es „Wackelkontakte“ bei hängenden Leuchten, bei denen die Leuchtmittel also von unten eingeschraubt werden. Die steigende Verkehrsbelastung führe mit den damit verbundenen Erschütterungen dann zu einem Lösen der Schraubverbindung und einer flackernden oder ausfallenden Laterne.

Energiekosten dank LED um 15 000 Euro gesenkt

Je nach der Art des Defektes geht es laut Stadtsprecher mit der Reparatur ganz schnell oder es dauert etwas länger. Hinweise auf Defekte werden gesammelt, an drei regionalen Dienstleister übermittelt und zügig abgearbeitet. Handelt es sich jedoch um die zuvor genannten Kabelschäden, muss mit einer deutlich längeren Reparaturzeit gerechnet werden.

Durch die Umrüstung auf LED und optimierte Schaltzeiten konnte die Stadt die Energiekosten im vergangenen Jahr um 15 000 auf 350 000 Euro senken. Für Reparaturen werden durchschnittlich weitere 70 000 Euro pro Jahr nötig. Für eine Straßenbeleuchtung im Mittelbruchweg sind 2017 im städtischen Haushalt 67 000 Euro vorgesehen. „Die Umstellung auf LED-Lampen plant die Stadt weiter jährlich nach Maßgabe der Wirtschaftlichkeit“, sagt Klix. Bewährt habe sich, die Lampen nach Straßenzügen und in Gruppen an den verkehrsbedeutenden Straßen auszutauschen. Nebenstraßen will die Stadt nicht vernachlässigen. In diesem Jahr wurde beispielsweise Am Plötzhorn und in der Obstzüchterstraße auf LED umgerüstet.

Von Regine Greiner

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