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35 Jahre zwischen Nord- und Südpol

Bilderwechel in Bad Belziger Flurgalerie 35 Jahre zwischen Nord- und Südpol

Conrad Kopsch ist seit 35 Jahren Polarforscher. Er überwinterte am Nordpol, sah Pinguine in der Antarktis und erforschte die Permafrostregionen Sibiriens. Nun stellt Kopsch in der Bad Belziger Flurgalerie ganz besondere Fotografien aus seinem Arbeitsleben aus.

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Der Meister legt Hand an: Conrad Kopsch in der Flurgalerie

Quelle: Popp

Bad Belzig. Der Polarforscher Conrad Kopsch (65) aus Bad Belzig stellt seine Bilder der Serie „Eiswelten“ in der Flurgalerie des Eisenwarenhandels Hollmann aus. Kopsch, seit 35 Jahren als Polarforscher zwischen Nordpol und Antarktis unterwegs, fotografierte auf seinen Forschungsreisen, wann immer dazu Zeit blieb. „Das Fotografieren habe ich mir selbst beigebracht“, sagt Kopsch, „bei den schwierigen Bedingungen war es manchmal eine echte Herausforderung, brauchbare Bilder zu machen.“

So musste Conrad Kopsch ganze 18 Jahre warten, bis ihm sein Lieblingsbild gelang. Es zeigt einen Polartag, also den Tag der Sommersonnenwende am Polarkreis, an dem die Sonne nicht hinter dem Horizont verschwindet. „Das war äußerst kompliziert“, sagt Conrad Kopsch, „ich habe für dieses Bild neun Mal gegen die Sonne fotografiert. Ich musste immer wieder das selbe Negativ benutzen. Da ein scharfes Bild zu machen, war schwierig. Zudem war es sehr kalt, viele Kameras machen da schlapp.“

„Schönes, denkmalgeschütztes Haus“

Die Ausstellung in der Kleines Flurgalerie der Eisenwarenhandlung Hollmann in der Straße der Einheit kam nun zustande, weil Inhaber Stephan Hollmann und Fotograf Conrad Kopsch sich schon lange kennen. „Wir wohnen beide in Belzig, da hat sich das einfach so ergeben“, wie Stephan Hollmann sagt. Die ungewöhnliche Galerie in seinem Haus gibt es schon seit mehr als zehn Jahren. Hollmann sagt: „Dieses schöne, denkmalgeschützte Haus, hat viele Neugierige angezogen, die einfach hereinkamen und sogar manches Mal auf meinem Dachboden standen.“

Um ungebetene Gäste von seinen privaten Räumen fernzuhalten, installierte Stephan Hollmann im Flur ein zusätzliches Gitter. „Hier unten im Eingangsbereich sollen die Leute ruhig etwas zu gucken haben“, sagt Hollmann, „deshalb gibt es hier die wechselnden Ausstellungen.“Er sieht seine Galerie als Möglichkeit, mehr Menschen auf den Ortskern neugierig zu machen.

Die Arbeiten des Polarforschers werden drei Monate lang in der Flurgalerie zu sehen sein. Kopsch selbst bricht danach zu einer neuen Reise auf. Von Neuseeland aus fährt er in die Antarktis, natürlich mit seiner Kamera im Gepäck. Die ist übrigens auch im Jahr 2015 noch analog. „Bei minus 25 Grad kann man Digitalkameras vergessen“, sagt der Fotograf.

Doch auch die klassische Fotografie mit Filmen statt Pixeln ist nicht frei von Tücke: „Ich habe sogar schon am Südpol Fotos entwickelt, weil ich nicht sicher war, ob die Filme die lange Zeit in der Kälte überstehen“, sagt Kopsch. Angesichts der beeindruckenden Fotografien in der Ausstellung war diese Entscheidung ein großes Glück.

Ausstellung : „Eiswelten“, Flurgalerie, Straße der Einheit 14 in Bad Belzig. Die Ausstellung läuft bis Ende dieses Jahres, der Eintritt ist frei.

Von Saskia Popp

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