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4 Kandidaten bewerben sich für Landratsposten

Potsdam-Mittelmark 4 Kandidaten bewerben sich für Landratsposten

Am Donnerstag, 12 Uhr, ist Abgabeschluss für die Unterlagen der Bewerber, die Landrat werden wollen. Erstmals wird der Verwaltungschef des Kreises Potsdam-Mittelmark per Direktwahl bestimmt. Bislang gibt es Bewerbungen von Amtsinhaber Wolfgang Blasig (SPD) und drei Herausforderern.

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Kerstin Kümpel

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. Kerstin Kümpel ist Wahlleiterin im Kreis Potsdam-Mittelmark. Bis Donnerstagmittag nimmt sie noch Bewerbungen für die erste Direktwahl eines Landrates entgegen. Deren Zahl ist noch an einer Hand abzuzählen.

Wie viele Bewerbungen liegen so kurz vor Meldeschluss bei Ihnen vor?

Kerstin Kümpel : Bislang sind vier Bewerbungen eingegangen. Jene von Wolfgang Blasig (SPD), von Klaus-Jürgen Warnick (Linke), von Sven Schröder (AfD) und von Andreas Schramm (Piraten). Nach den uns bekannten Berichten erwarten wir noch die Unterlagen von Franz-Herbert Schäfer, der für die CDU ins Rennen gehen soll.

Wann ist denn Einsendeschluss?

Kümpel : Genau am Donnerstag, 12 Uhr. Für Einzelkandidaten und Vorschläge von Parteien, die nicht im Kreistag Potsdam-Mittelmark etabliert sind, läuft schon am Mittwoch, 16 Uhr, die Frist ab, in der sie ihre Unterstützungsunterschriften gesammelt haben müssen. Mindestens 112 – doppelt so viele wie es Kreistagsmitglieder gibt – werden gebraucht. Sie können in allen Amts-, Stadt- und Gemeindeverwaltungen zwischen Havel und Fläming geleistet werden.

Wer entscheidet letztlich über die Zulassung der Wahlvorschläge?

Kümpel : Die Mitglieder des Wahlausschusses. Die Sitzung ist für 27. Juli, 16.30 Uhr, im Landratsamt Bad Belzig angesetzt. Sie findet öffentlich statt. Nach deren Empfehlung haben die Kandidaten noch eine zweitägige Einspruchsfrist; danach kann das Wahlprozedere in Gang gebracht werden.

Wie viele Bürger sind wahlberechtigt?

Kümpel : Etwa 175 000 Menschen werden zu dem Urnengang am 25. September, nötigenfalls zur Stichwahl am 9. Oktober, aufgerufen. Wie bei der Kommunalwahl 2014 dürfen die 16-Jährigen ihre Stimme abgeben.

Nach den Beispielen in Teltow-Fläming und Havelland wird befürchtet, dass die Beteiligung einmal mehr zu gering ist und die Direktwahl dann scheitert ...

Kümpel : Es müssten etwa 52 800 Personen zur Wahl gehen. Wenn ein Kandidat davon die einfache Mehrheit erzielt, ist das so genannte Quorum erfüllt. Die Herausforderung lag bei den Nachbarkreisen jeweils bei der Stichwahl. Ob der geringen Resonanz war die Entscheidung dort schließlich an die Kreistage abgegeben worden.

Wie laufen die Vorbereitungen mit den Städten und Gemeinden?

Kümpel : Die meisten Abläufe sind eingespielt. Eine große Aufgabe wird das Versenden der Wahlbenachrichtigungen. Aber da sind die Einwohnermeldeämter vor Ort ebenfalls schon geübt. Es gibt auch bislang keine Meldungen, dass die Wahllokale nicht besetzt werden könnten...

In Bad Belzig steht obendrein die Bürgermeisterwahl auf dem Programm!

Kümpel : Das ist sicher der Wahlbeteiligung in der Kur- und Kreisstadt nicht abträglich. Aber es ist die Ausnahme. Dienstzeiten und Fristen der Bürgermeister sind zu unterschiedlich gewesen; als dass die Termine hätten beispielsweise auch in Stahnsdorf oder Lehnin harmonisiert werden können.


Von René Gaffron

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