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44 Prozent der Väter gehen in Elternzeit

Potsdam-Mittelmark 44 Prozent der Väter gehen in Elternzeit

Dass Mütter nach der Geburt zumeist zuhause bleiben, ist seit jeher kein Geheimnis. In Potsdam-Mittelmark sind das 96 Prozent. Doch es gibt auch eine andere Tendenz. Denn immer mehr Väter entscheiden sich für eine Elternzeit. Dabei gibt es jedoch eine Einschränkung.

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Immer mehr Väter gehen nach der Geburt in Elternzeit.

Quelle: Pixabay

Potsdam-Mittelmark. Knapp 44 Prozent der Väter in Potsdam-Mittelmark lassen sich nach der Geburt eines Babys für eine Elternzeit freistellen. Die meisten von ihnen gehen zwei Monate oder kürzer in Babypause. Von den Müttern bleiben 96 Prozent nach der Geburt eines Kindes zunächst zuhause und dann meist auch zwölf Monate lang. Das teilte Theresa Pauli, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Potsdam-Mittelmark, mit. Die Zahlen beziehen sich auf Kinder, die 2014 geboren sind.

Ein Anspruch auf Elternzeit besteht bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes. In dieser Zeit sind die Mutter oder der Vater von der Arbeit freigestellt und dürfen nicht gekündigt werden. Der Druck, finanziell oder häufig auch vom Arbeitgeber, ist jedoch oft so hoch, dass der Großteil der Eltern die drei Jahre nicht ausschöpft.

Theresa Pauli, Gleichstellungsbeauftragte von Potsdam-Mittelmark

Theresa Pauli, Gleichstellungsbeauftragte von Potsdam-Mittelmark.

Quelle: Josephine Mühln

Oft ist es auch der Wunsch, schnell wieder in den Job zurückzukehren. Sie können auch gleichzeitig Elternzeit nehmen. Insgesamt 14 Monate lang kann dabei Elterngeld das fehlende Einkommen ausgleichen. Eltern können die Monate untereinander aufteilen. Das Elterngeld umfasst monatlich höchstens, je nach vorherigem Einkommen, 1800 Euro.

Erstgebärende sind durchschnittlich 29,5 Jahre alt. Pauli betonte, das befristete Arbeitsverhältnisse viele Menschen von einer Familienbildung abschrecke oder dazu führten, Kinder erst später zu bekommen. Im Jahr 2015 waren neun Prozent aller Arbeitsverhältnisse befristet gewesen. Von den Neueinstellungen waren 2012 sogar 44 Prozent befristet. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) spricht von Teilzeit bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von weniger als 30 Stunden.

In der Kreisverwaltung sind 90 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten dagegen in einer 30- bis 35-Stunden-Woche tätig. „Das wäre im Westdeutschland schon Vollzeit.“ Dort arbeiten viele Frauen in Teilzeit nur 15 bis 20 Stunden die Woche. Frauen tragen wegen Teilzeit im Durchschnitt nur 22 Prozent zum Haushaltseinkommen bei.

Von Marion von Imhoff

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