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50 Jahre und kein bisschen leise

Niemegker Karneval 50 Jahre und kein bisschen leise

Seit einem halben Jahrhundert gibt es den Niemegker Carnevalsclub. Dementsprechend ausgelassen feierten die Narren den Höhepunkt ihrer Jubiläums-Session. Mit ihren drei tollen Tagen setzten sie dem Geburtstag einen würdigen Abschluss.

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Da geht was ab: Der Auftritt der „Häschen“ begeisterte das Publikum beim Niemegker Carnevalsclub.

Quelle: Stefan Specht Potsdam

Niemegk. Herzlichen Glückwunsch, liebe Mitglieder des Niemegker Carnevalsclubs (NCC). Wenn Ihr das lest, habt Ihr die drei tollen Tage schon fast überstanden. Bei Euch dauern die ja eine ganze, anstrengende Woche. Heute gilt es noch, den Rathausschlüssel an den Bürgermeister zurückzugeben und am Nachmittag zum Empfang des Prinzenpaares zu gehen. Ab Aschermittwoch darf es dann sicher gerne etwas ruhiger werden.

Kein Wunder, die vergangenen Tage hatten es wirklich in sich. Viele Veranstaltungen und Empfänge absolvierten die Karnevalisten anlässlich ihres Jubiläums zur 50. Session in den zurückliegenden Wochen. Richtig intensiv wurde es aber am vergangenen Dienstag mit der Generalprobe. Am Donnerstag folgte ein Besuch beim befreundeten Verein in Beelitz, Freitag- und Samstagabend Auftritte im Lindenhof, am Sonntagnachmittag der Rentnerfasching und die Narrenpredigt und gestern Abend die Rosenmontagsveranstaltung. Jetzt heißt es also erstmal, tief durchatmen.

Die Funken wussten zu glänzen

Die Funken wussten zu glänzen.

Quelle: Stefan Specht

Entspannungspausen dürften heute auch nötig sein, denn die Mitglieder des NCC präsentierten sich an den vergangenen Tagen ihren Gästen prächtig und boten Vollgas-Karneval. Schon zu Beginn der Veranstaltungen wurde klar, dass es sich für den Verein um eine besondere Session handeln musste. In einem 30-minütigen Film vor Programmbeginn kamen ehemalige und aktive Karnevalisten und Musiker zu Wort. Conrad Kopsch hatte in liebevoller Arbeit Interviews geführt und daraus ein kurzweiliges Porträt des NCC erstellt.

Wurden am Freitagabend Orden an verdiente Mitglieder verteilt, so kam einen Tag später Hans-Dieter Scherz zu reichlich Aufmerksamkeit. Der NCC-Präsident feierte just an dem Tag seinen 64. Geburtstag und ließ sich nicht lumpen. Ein Fass Bier spendierte er.

Das Niemegker Prinzenpaar hatte seinen Spaß

Das Niemegker Prinzenpaar hatte seinen Spaß.

Quelle: Stefan Specht

Aushängeschild des Niemegker Carnevalsclubs sind nach wie vor die Tanzgruppen. Teilweise mussten die Spatzen, Häschen und Funken zwei Zugaben geben, ehe sie den Saal verlassen durften. „Ich ziehe nach wie vor meinen Hut vor der Arbeit der Trainerinnen und der Leistung der Tänzerinnen“, sagte Präsident Hans-Dieter Scherz.

Bei den Büttenrednern sieht es dagegen, zumindest quantitativ, nicht ganz so rosig aus. Abhilfe kam vom befreundeten Rabener Halt´ Durch Club (RHDC) in Person von Christoph Herzog alias Rüdiger Hoffmann und dem Oberförster Uwe Förster.

Die Häschen tanzen auf

Die Häschen tanzen auf.

Quelle: Stefan Specht

Auf den kleinen Ort am Fuße der Burg Rabenstein nahm auch Pfarrer Daniel Geißler in seiner Bütt immer wieder Bezug. Es scheint eine Hassliebe zu sein, die den Niemegker Pfarrer mit Raben verbindet. So forderte er in seiner launigen Bütt zwar dazu auf, eine Mauer zwischen Niemegk und Raben zu bauen, um zu verhindern, dass die Kinder in die Niemegker Schule gelangen. Doch immer wieder rief er den Schlachtruf des RHDC, um den Elferrat des NCC zu provozieren. Überhaupt verstand es Daniel Geißler in seiner feinsinnigen Bütt ausgezeichnet, die große Weltpolitik in das kleine Niemegk zu holen und immer wieder auszuteilen, ohne dabei unter die Gürtellinie zu geraten.

Der Elferrat beim Westerntanz

Der Elferrat beim Westerntanz

Quelle: Stefan Specht

So wechselten sich Tänze, Bütten und Tanzpausen ab, bis schließlich kurz vor Mitternacht das Bierbauchbubenbalett zum Abschluss den Saal einheizte. Wer dann noch wollte, konnte selbst das Tanzbein schwingen. Nicht wenige Clubmitglieder nutzten die Chance, und blieben bis zum Schluss.

Von Stefan Specht

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