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Potsdam-Mittelmark 60 neue Wohnungen für Teltow
Lokales Potsdam-Mittelmark 60 neue Wohnungen für Teltow
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01:16 15.07.2018
Der Unternehmer Uwe Fuchs beim Richtfest. Quelle: Friedrich Bungert
Teltow

Tradition verpflichtet – deshalb hat der Bauunternehmer Uwe Fuchs mit seinen Handwerkern am Donnerstag in Teltow an zwei gerade entstehenden Mehrfamilienhäusern die Richtkrone aufgezogen. Dabei haben die Gebäude gar keinen klassischen Dachstuhl, es fehlt also auch der Balken, in den Bauherr Fuchs den letzten Nagel einschlagen müsste.

Zuzug führt zu Bauboom

Der fehlende Dachstuhl hat allerdings den Vorteil, dass die Bewohner des obersten der sieben Geschosse auf ihren Dachterrassen einen Rundumblick über ganz Teltow genießen können. Insgesamt entstehen 60 zwei- bis vier-Zimmer-Appartements in den beiden Häusern. Das in Kleinmachnow angesiedelte Bauunternehmen Fuchs und Partner ist eigentlich seit fast 30 Jahren ein lokaler Experte für Einfamilienhäuser. Doch nach einem Bauvorhaben in der Isarstraße realisiert die Firma nun zum zweiten Mal Mehrgeschosser. Der Grund ist ein einfacher: „Der Wohnungsmarkt in Teltow ist sehr angespannt“, sagt Uwe Fuchs, „schließlich ist es die am stärksten wachsende Stadt in ihrer Größenordnung.“

Das Luftbild zeigt die Größe des Bauvorhabens. 60 Wohnungen entstehen in zwei Blöcken. Quelle: Friedrich Bungert

Tatsächlich sind schon fast alle Wohneinheiten verkauft. Die Käufer sind teils Anleger, die dann als Vermieter auftreten, teils selbst künftige Bewohner. Mit Mieten um die 11,50 Euro pro Quadratmeter und Kaufpreisen, die bei etwas mehr als 3000 Euro für den Quadratmeter liegen, ist man in der Industriestadt längst auf Potsdamer Niveau angekommen.

Junge Architektin in der Verantwortung

Alia Ahmad hat die Neubauten geplant. Für die frisch gebackene, erst 25 Jahre alte Architektin ist es das erste größere Projekt. Gerade erst hat sie ihr Masterstudium an der Berliner Beuth-Hochschule abgeschlossen. Ein Neuling in Sachen Teltow ist sie aber nicht. „Frau Ahmad hat schon als Studentin bei Fuchs und Partner gearbeitet“, sagt Chef Uwe Fuchs. „Für mich ist es sehr spannend, alles aus einem Guss zu planen“, sagt Ahmad. „Man muss sich in die Menschen hineinversetzen, die dann hier leben und ihre Bedürfnisse genau ausloten.“

Boomstadt bei Berlin

1990 hatte Teltow rund 15.000 Einwohner. Heute leben dort knapp 27.000 Menschen. Teltow ist die am schnellsten wachsende Mittelstadt Deutschlands – und die bevölkerungsreichste Stadt in Potsdam-Mittelmark.

Das liegt an den zahlreichen Arbeitsplätzen in der Industrie und der Technologiebranche in der Region und an der Nähe zu Berlin. In einer halben Stunde ist man mit der S-Bahn mitten in der Hauptstadt.

Der starke Zuzug und zahlreiche Rückübertragungen von Grundstücken in den 1990er-Jahren haben zu einem Bauboom in der Stadt geführt.

Allerdings ist das Wachstum begrenzt: Der Landesentwicklungsplan der Hauptstadtregion sieht nicht mehr als 30.000 Einwohner für Teltow vor.

So seien bei derart umfangreichen Planungen eben nicht nur Rettungswege und eine Zufahrt für die Müllabfuhr zu beachten. „Man überlegt dann schon, wie man den Wunsch nach einem Tageslichtbadezimmer mit einer Südlage kombiniert“, sagt Ahmad. Am Ende ist sie zufrieden mit dem Bau. „Gerade im bei den Wohnungen im Dachgeschoss könnte ich mir wirklich vorstellen, selbst einzuziehen“, sagt die Architektin.

Ihr Chef Uwe Fuchs ist über die fehlenden Dachbalken übrigens nicht besonders traurig. „Zur Tradition gehört ja auch, dass der Bauherr auf einem Balken ums Haus getragen wird“, sagt Fuchs. „Ich glaube, keiner ist besonders erpicht darauf, mich hier herumzuschleppen.“

Von Saskia Kirf

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