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60. Hochzeitstag: Beim Doppeldate funkte es

Treuenbrietzen 60. Hochzeitstag: Beim Doppeldate funkte es

Eigentlich wollte sich Heinz Fetz damals nur mit einem Schulfreund treffen – der aber ein Mädchen mitbrachte, welches ebenfalls noch eine Freundin dabei hatte: die 15-jährige Blanka. „Aus den anderen beiden ist nichts geworden, nur aus uns“, sagt der 81-Jährige lachend. Am Donnerstag feiern er und seine Blanka Diamantene Hochzeit.

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Blanka und Heinz Fetz feiern am Donnerstag ihren 60. Hochzeitstag.

Quelle: Josephine Mühln

Treuenbrietzen. Wenn er mal aufbraust, ist sie sein Ruhepol – das war schon immer so. „Wir Frauen sind die Diplomaten“, sagt Blanka Fetz und lächelt. Sie und ihr Mann Heinz haben sich seit jeher gut ergänzt – auch in schweren Zeiten. Am Ende aber zählten stets die Gemeinsamkeiten und das, was beide als Paar geschafft haben. Am heutigen Donnerstag feiern die Eheleute aus Treuenbrietzen ihren 60. Hochzeitstag.

Die Geschichte von Blanka und Heinz Fetz hat mit einem Doppeldate begonnen. Denn eigentlich wollte sich Heinz damals nur mit einem Schulfreund treffen – der aber ein Mädchen mitbrachte, das ebenfalls noch eine Freundin dabei hatte: die 15-jährige Blanka. „Aus den anderen beiden ist nichts geworden, nur aus uns“, sagt Heinz Fetz lachend.

Lebensmittelkarten sammeln, damit Feier stattfinde konnte

Standesamtlich geheiratet wurde schließlich am 9. November 1957. Die Feier fand mit dem engsten Familienkreis in der ersten gemeinsamen Wohnung des Paares statt. Anderthalb Zimmer, in der Küche gab es weder Wasser noch einen Herd, erinnert sich Blanka Fetz. „Aber wir hatten eine Köchin, die Braten und Frikassee gebracht hat.“ Damit die Feier überhaupt stattfinden konnte, mussten die Mütter von Braut und Bräutigam im Vorfeld fleißig Lebensmittelkarten sammeln. „Wir haben uns am 6. Oktober verlobt – also viel Zeit hatten sie nicht“, erzählt die 79-Jährige.

Das Familienglück perfekt machte Sohn Burkhard, der 1958 das Licht der Welt erblickte. Er sollte aber nicht das einzige Kind der Familie bleiben: Es folgten zwei Töchter und Nesthäkchen Olaf. Ganz nebenbei – von 1961 bis 1964 – hat Blanka Fetz noch die Abendschule besucht und als Industriemeisterin abgeschlossen.

Fester gemeinsamer Tagesablauf

„Während die Kinder klein waren, sind wir jedes Jahr mit ihnen zelten gefahren – meist an den Tornowsee bei Neuruppin“, erinnert sich Heinz Fetz. Der 81-Jährige ehemalige Offizier der Volkspolizei weiß noch, dass er und seine Blanka immer das einzige Paar mit so vielen Kindern waren. Ihre weiteste Reise hat die Eheleute kurz nach der Wende nach Kuba geführt, eine dreiwöchige Schiffsreise. Außerdem ging’s mit Blankas Bruder mal für 14 Tage ins Allgäu.

Über die Jahre hat sich im Hause Fetz ein fester gemeinsamer Tagesablauf eingespielt. Dazu zählen auch die Spaziergänge mit der neunjährigen Yorkshire Terrier-Hündin Mausi oder Kartenspiele. Bridge und Rommé mögen beide gern.

Stolz auf Kinder, Enkel und Urenkel

„Wir hatten ein schönes Leben und sind glücklich, dass wir von der Zeit jetzt auch noch was abkriegen“, sagen Blanka und Heinz Fetz. Sie sind stolz auf ihre Kinder und Enkel – acht Stück an der Zahl. Auch vier Urenkel zählen schon zur Familie, drei weitere sind bereits unterwegs. „Sie helfen sich alle gegenseitig, ohne hinterher aufzurechnen“, sagt Blanka Fetz und erzählt, dass die ganze Bande zum 55. Hochzeitstag überraschend vor der Tür stand und die Jubilare zum Essen ausgeführt hat.

Auch nun sind die Kinder wieder dabei, wenn der Hochzeitstag bereits im kleinen Kreis gefeiert wird. Die große Sause folgt am Sonnabend.

Von Josephine Mühln

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