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Potsdam-Mittelmark 67 Städte profitieren von den Fördermillionen
Lokales Potsdam-Mittelmark 67 Städte profitieren von den Fördermillionen
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09:16 13.01.2016
Die Sanierung der Bäckerstraße in Treuenbrietzen gehörte 2015 zu den Projekten, die über die Städtebauförderung von Bund und Land möglich wurde. Quelle: Archiv
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Treuenbrietzen/Bad Belzig

Insgesamt 67 Kommunen im Land Brandenburg profitierten voriges Jahr von Fördermillionen zur Stadtsanierung. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat dafür aus Bundes- und Landesmitteln 83 Millionen Euro ausgereicht. Nach 2017 könnte damit aber Schluss sein. Unter den Empfängern sind alljährlich auch Kommunen im Fläming. So flossen 600 000 Euro nach Treuenbrietzen, 300 000 Euro nach Bad Belzig und 560 000 Euro nach Ziesar.

Das geht aus der Bilanz hervor, die das Ministerium jetzt veröffentlicht hat. „Unsere Innenstädte haben sich dank des gezielte Einsatzes der Städtebauförderung und des großen Engagements der Menschen in den Kommunen wieder zu attraktiven Orten entwickelt“, sagt Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD). Das gelte auch in strukturschwächeren Regionen.

300.000 Euro für Bad Belzig

Mit dem Geld für den Städtebau werde auch die Gestaltung des demografischen Wandels ermöglicht, wenn in Innenstädten seniorengerechte Wohnungen entstehen. Die Ziele der Programme sind vielfältig. Mit dem Fördergeld und den kommunalen Eigenanteilen werden Gebäude und Straßen sowie Schulen und Kitas saniert. Die Gelder stehen auch für den barrierefreien Umbau von Gebäuden zur Verfügung oder für die Sanierung von Straßen, Wegen und Plätzen.

Seit 1991 wurden laut Ministerium insgesamt mehr als 731 Millionen Euro Fördergeld für den Städtebau zur Verfügung gestellt. Einschließlich der kommunalen Eigenanteile bedeute dies Investitionen von 906 Millionen Euro. Obwohl es noch viel Handlungsbedarf gäbe, will das Land diese Entwicklungspolitik zunächst nur noch bis 2017 fortschreiben, sagt die Bauministerin.

731 Millionen seit 1991 ausgeschüttet

In Treuenbrietzen beispielsweise wird jedoch auch darüber hinaus noch erheblicher Bedarf gesehen. Zwar soll dort die nach der Wende gestartete Sanierung aller öffentlichen Straßen und Plätze in der Altstadt nun auf die Zielgerade gehen. Dafür sowie für private Objekte floss auch 2015 das Fördergeld von 600 000 Euro. Kombiniert mit dem Eigenanteil der Stadt in Höhe von jährlich 220 000 Euro sowie privatem Geld wurden so Investitionen im Wert von rund 1,1 Millionen Euro getätigt. Größter Brocken war die Sanierung der Bäckerstraße. Derzeit laufen die Arbeiten in der Neuen Marktstraße, um bis 2018/19 dann die Kietzstraße als letztes Projekt angehen zu können.

„Doch brauchen wir auch darüber hinaus noch Förderung“, sagt Christoph Höhne. Denn markante Objekte wie der Komplex der einstigen Gaststätte „Sabinchenklause“, die Großstraße 73 sowie die eine oder andere baufällige, jedoch das Stadtbild prägende Immobilie können wohl nur noch mit Hilfe von Fördergeld wirtschaftlich saniert werden, sagt der Bauamtsleiter. Er ruft Eigentümer auf, „diese letzten Chancen zu nutzen und über einen Verkauf oder eine Sanierung nachzudenken“.

Von Thomas Wachs

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