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Tanz mit dem Seil

Beelitz Tanz mit dem Seil

Rope Skipping ist weit mehr als nur einfaches Seilspringen. Das beweisen die „Burning Ropes“ der SG Blau-Weiß Beelitz wieder bei ihrem 9. deutsch-amerikanischen Sommercamp Ende Juli in der Sporthalle der Diesterweg-Grundschule. Deutsche Top-Springer und amerikanische Profitrainer zeigen den rund 120 Teilnehmern die neuesten „Stunts“ dieses Sports.

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Rope Skipping ist mehr als nur einfaches Seilspringen.

Quelle: Privat

Beelitz. Das Klacken der „brennenden“ Seile füllt Ende Juli wieder die Sporthalle der Diesterweg-Grundschule in Beelitz. Zum 9. deutsch-amerikanischen Sommercamp haben sich die „Burning Ropes“ – die Seilspringer der SG Blau-Weiß Beelitz – in diesem Jahr bis zu 120 Teilnehmer eingeladen. Mehrere deutsche Top-Springer und sieben amerikanische Profitrainer werden den überwiegend Kindern und Jugendlichen in der Woche vom 25. bis zum 30. Juli die neuesten Sprünge, die „Stunts“, zeigen. Erstmals ist in diesem Jahr auch ein deutscher Trainer speziell für die erwachsenen Teilnehmer dabei, sagt Übungsleiterin Luisa Kramer. „Im vorigen Jahr hatten wir 160 Teilnehmer. Das waren schon zu viele. Darum haben wir die Anzahl diesmal etwas reduziert.“

Nach dem Frühstück beginnt für die durchschnittlich sechs- bis 18-jährigen Kinder und Jugendlichen das ganztägige Training in jeweils vier einzelnen Übungseinheiten. Für die Freizeit haben die „Burning Ropes“ ein vielfältiges kulturelles Programm für ihre Gäste zusammengestellt, zu dem unter anderem der kostenlose Besuch des Freibades in Beelitz, Ausflüge in die Umgebung oder ein Überraschungsabend gehören. Die abschließende Gala mit einer Open-air-Sommerparty krönt am 29. Juli das einwöchige Camp. In dieser Veranstaltung zeigen zunächst die „Jumper“, was sie in der zurück liegenden Woche (dazu) gelernt haben, bevor die „Staffs“ (die Trainer) in einer eigenen Show demonstrieren, was beim Seilspringen alles möglich ist.

Etwa 60 Kinder und Jugendliche geben sich derzeit bei den „Burning Ropes“ regelmäßig den zuweilen halsbrecherisch anmutenden Sprüngen und Showelementen hin. 20 von ihnen trainiert Luisa Kramer selbst. Davon wiederum sechs Kinder nehmen Anfang Juli in Orlando in Florida an der Weltmeisterschaft teil. Jeweils montags, dienstags und donnerstags werden die Seile für zwei Stunden in der Diesterweg-Turnhalle geschwungen. Freitags und samstags springen die Mädchen und Jungen in der Sporthalle im Platanenring. Vier Haupttrainer und zwei Assistenztrainer leiten abwechselnd den Sportbetrieb, erklärt Kramer. „Das sind Eltern, deren Kinder in unserer Abteilung sind und die uns unterstützen wollen. Wir haben sie speziell in die Trainingselemente eingewiesen.“

Diese Elemente, wie beispielsweise Criss-Cross (das Kreuzen der Arme beim Springen) oder Triple Unders (Dreifachdurchschläge des Seils während eines Sprunges) müssen die Springer auswendig lernen und beherrschen.

Für Luisa Kramer ist Rope Skipping ein „phantastischer Teamsport. Die Seile verbinden die Springer und fordern sie zu Kraft und Kreativität heraus.“ Das Seilspringen sei längst nicht nur ein Mädchensport. „Die Jungen bringen sogar die bessereren Voraussetzungen mit. Sie haben mehr Kraft, die sie später mit ihrer Koordination zu großen Leistungen kombinieren können“, meint die Übungsleiterin. Das kann der 15-jährige Jeremy Chris Oelschner nur bestätigen. Er kam vor fünf Jahren zu den „Burning Ropes“. „Am Anfang haben mich meine Freunde immer ein bisschen belächelt. Doch als ich ihnen mal ein Video von einem unserer Auftritte zeigte, haben sie nur gestaunt.“ Das Seilspringen fördert den Teamgeist, aber auch den individuellen Ehrgeiz, und beansprucht den ganzen Körper, sagt Jeremy. Am liebsten mag er die Salto und Handstände inmitten des schwingenden Seils.

Für Rope Skipping braucht man keine besonderen Voraussetzungen, ermutigt Luisa Kramer zum Mitmachen. Das Training ist eine Mischung aus Kraftsport, Turnen und Ausdauersport. Einige Erfahrungen im Sport und eine gute Konzentrationsfähigkeit sind allerdings schon von Vorteil.

Von Heinz Helwig

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