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Potsdam-Mittelmark 93 000 neue Bäume im Stadtwald gepflanzt
Lokales Potsdam-Mittelmark 93 000 neue Bäume im Stadtwald gepflanzt
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17:30 25.11.2015
Im Beelitzer Stadtwald stehen momentan vorwiegend Kiefern. Neu gepflanzt wurden vor allem Laubbäume, weil Mischwälder als weniger anfällig gelten und den Klimawandel besser aushalten. Quelle: Stadt
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Beelitz

Die Stadt Beelitz hat mit ihrem kommunalen Wald in den beiden vergangenen Jahren gutes Geld verdient. Trotz größerer Investitionen etwa in den Waldumbau wurde in 2013 und 2014 insgesamt ein Überschuss von 248 000 Euro erwirtschaftet. Das geht aus dem Bilanzbericht des Stadtförsters Martin Schmitt hervor.

Geld ausgegeben wurde vor allem, um den Beelitzer Forst zu verjüngen. Allein im vergangenen Jahr sind dort über 93 000 neue Bäume gepflanzt worden, sagte Schmitt. Mehr als 55 000 davon sind Laubbäume, darunter 21 100 Traubeneichen, 9550 Esskastanien und 6450 Roteichen. Die Konzentration auf Laubgehölze ist Teil des Waldumbaus im Forst, in dem vor allem Kiefern wachsen. Das märkische Nadelgehölz bleibt aber der bestimmende Baum – auch 2014 wurden 29 000 kleine Kiefern gepflanzt.

Die guten Erträge aus dem Holzverkauf konnten vor allem aufgrund gestiegener Festmeter-Preise erzielt werden. Waren die Holzpreise 2009 noch in den Keller gerauscht, stiegen sie danach wieder deutlich an und erreichten 2014 fast 47 Euro pro Festmeter – das ist mehr als eine Verdreifachung in fünf Jahren. Mit den knapp 47 Euro je Festmeter lagen die Beelitzer auch deutlich über den Durchschnittserlösen aus privaten wie kommunalen Wäldern.

Der Stadtförster geht allerdings für 2016 mit sinkenden Holzpreisen. Laut Schmitt sind sie dieses Jahr bereits um 20 bis 30 Prozent gefallen. Das hat vor allem zwei Gründe. Momentan wird verstärkt aus Osteuropa, vor allem aus Rumänien, Holz importiert, sagte Schmitt. Und weil schon zwei Jahre hintereinander der Winter ausgefallen ist, gebe es auch ein Überangebot an Energieholz. „Sollten wir aber dieses Jahr einen strengen, schneereichen Winter bekommen, könnten die Preise auch wieder steigen“, sagte er. Dann nämlich können in den Mittelgebirgslagen keine Bäume geschlagen werden, was zu einer Verknappung des Holzangebots führen würde. Sollten die Preise aber weiter fallen, soll der Einschlag im Beelitzer Stadtwald zunächst zurückgefahren werden, bis sich der Markt wieder erholt hat.

Siebenbrüderweg und Bestattungswald

Im nächsten Jahr soll im Beelitzer Stadtwald der Siebenbrüderweg ausgebaut werden. Für das Vorhaben können Fördermittel für den vorbeugenden Brandschutz eingesetzt wird, sagte Stadtförster Martin Schmitt.

Der Siebenbrüderweg verwandelt sich derzeit bei Regen in einen Matschpfad, der nur noch mit Gummistiefeln begehbar ist. Er soll so befestigt werden, dass auch Feuerwehrautos ohne Probleme in den Wald fahren können, falls ein Brand ausbrechen sollte.

Außerdem steht im nächsten Jahr die Frage an, ob im Beelitzer Forst ein Bestattungswald in kommunaler Regie entstehen soll.

Bei einer Bürgerumfrage, an der 132 Beelitzer teilnahmen, hatten sich 99 Prozent für einen solche alternative Form der Bestattung ausgesprochen.

Sorge bereitet dem Stadtförster der Klimawandel und illegale Müllablagerungen im Wald. Schmitt berichtete von einem Großeinsatz gegen den Unrat mit Schülern der Beelitzer Solar-Oberschule. Zwei Tage sammelten die jungen Leute im Wald allen Müll, den sie finden konnten, ein.

Von Jens Steglich

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