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Potsdam-Mittelmark 98.000 Euro Mindestgebot für den Bahnhof
Lokales Potsdam-Mittelmark 98.000 Euro Mindestgebot für den Bahnhof
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10:34 28.02.2017
Der Michendorfer Bahnhof steht auf dem Titel des Auktionskatalogs. Seine jetzige Gestalt bekam er 1913, seit 2012 steht er unter Denkmalschutz. Quelle: Christel Köster
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Michendorf

Wer am 24. März den Michendorfer Bahnhof ersteigern will, muss mindestens 98 000 Euro bieten. Dieses Einstiegsgebot steht im gerade veröffentlichten Katalog für die Frühjahrsversteigerung der Deutschen Grundstücksauktionen AG, die am 23. und 24. März im Berliner Abba-Hotel 57 Immobilien aus Berlin und Brandenburg und 13 weitere Objekte aus ganz Deutschland unter den Hammer bringt. Das Michendorfer Stationsgebäude hat es mit drei weiteren Angeboten sogar auf die Titelseite des Frühjahrskatalogs geschafft – als Position 100, für die am zweiten Tag der Versteigerung ein Käufer gesucht wird.

„Die jetzt veröffentlichte Summe zeigt, dass der von der Gemeinde beauftragte Gutachter nahe dran war an dem, was das Auktionshaus als realistischen Wert ermittelt hat“, sagte Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU). Der Gutachter der Kommune hatte 114 000 Euro veranschlagt. Die Deutsche Bahn forderte ursprünglich 340 000 Euro für den Bahnhof, fand für diese Summe aber keinen Käufer. Die von der Kommune zunächst gebotenen 50 000 Euro lehnte die Bahn als zu niedrig ab.

Michendorfs Gemeindevertreter wollen sich nun am 13. März in einer Sondersitzung hinter verschlossenen Türen darauf verständigen, bis zu welchem maximalen Kaufpreis die Gemeinde mitbieten wird. Jürgen Rose, Initiator der Unterschriftensammlung für den Kauf des Stationsgebäudes, mahnt, die Kommune solle ihren Ankündigungen Taten folgen lassen und mit einem ordentlichen Gebot ernsthaft um das ortsbildprägende Haus mitbieten.

Bereits beschlossen haben die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung, eine für den Erwerb notwendige Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu erarbeiten. Grundlage der Untersuchung sind Nutzungsideen aus der Arbeitsgemeinschaft Bahnhof. In dem Grobkonzept ist vorgesehen, die Nutzungen durch das Bahnhofslokal „Schneiders“ und durch eine Psychotherapie-Praxis zu erhalten. Der 80 Quadratmeter große Anbau auf der Westseite am 1913 errichteten Stationsgebäude soll für soziale Zwecke genutzt werden. Im Obergeschoss des Bahnhofs sind Gewerberäume auf der östlichen Seite und Wohnräume beziehungsweise eine Pension auf der westlichen Seite geplant. Am Haupteingang soll ein Kiosk mit Fahrkartenverkauf und ein Wartebereich mit Toiletten Platz finden. Auch kleine Ausstellungen sollen dort ermöglicht werden. Die Grünen-Fraktion hatte jüngst in einem eigenen Nutzungskonzept unter anderem vorgeschlagen, die Gemeindebibliotheken, Vereinsräume, eine Kita für Kinder von Pendlern und perspektivisch das Familienzentrum im Bahnhof einzurichten. Eine Ausweitung der öffentlichen Nutzung könnte hingehen die Wirtschaftlichkeit des Unterfangens senken, sagte Mirbach. Laut Versteigerungs-Exposé werden mit den derzeit vermieteten Flächen 17407 Euro netto im Jahr eingenommen.

Private Kaufinteressenten, also potenzielle Mitbieter, ruft der Bürgermeister derweil zu Gesprächen über deren geplante Nutzungen auf. Der Aufruf ist durch einen Gemeindevertreterbeschluss gedeckt. „Wenn jemand anderes die gleichen Ziele verfolgt, sollte man sich bei der Versteigerung nicht gegenseitig hochschaukeln“, begründete der Bürgermeister das Gesprächsangebot.

Von Jens Steglich

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