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Potsdam-Mittelmark Wertstoffhof platzt aus den Nähten
Lokales Potsdam-Mittelmark Wertstoffhof platzt aus den Nähten
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15:12 07.08.2016
Auf dem Wertstoffhof in Teltow beladen Claudia Hagemann und Tino Scherer einen Container. Quelle: M. Steger
Teltow

Ihre drei Wertstoffhöfe in Teltow, Werder und Niemegk will die Abfallwirtschaftsgesellschaft Potsdam-Mittelmark (APM) mbH in den nächsten Jahren ausbauen und modernisieren. Seit der Eröffnung der Höfe in den Jahren 2003/2004 ist der Kundenstrom kontinuierlich angewachsen, so dass die Annahmestellen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. In Teltow ist die Annahme der Wertstoffe mittlerweile auch zu einem Verkehrssicherheitsproblem geworden. „Dort reicht der Stau mitunter bis auf die Ruhlsdorfer Straße. Wir müssen also handeln“, sagt Tino Jaster, der Technische Leiter der APM. Der Hauptstoß kommt am Dienstag und am Samstag. Am Montag ist geschlossen.

Jaster würde gern größere Container auf den Sammelplätzen aufstellen lassen. Statt 20 Kubikmeter sollten die Behälter die doppelte Menge aufnehmen können. „Dann müssten sie nicht so oft zwischendurch gewechselt werden und die Anlieferung käme in dieser Zeit nicht ins Stocken“, so der APM-Mann. Durch die neuen Wohngebiete seien viele Haushalte dazugekommen. Außerdem habe sich das Verantwortungsgefühl der Menschen für ihre Umwelt enorm erhöht. Um die steigenden Mengen aufnehmen zu können, erwäge die Abfallwirtschaftsgesellschaft, in Teltow ein benachbartes Grundstück dazu zu erwerben.

Auch die Anlieferung der Wertstoffe soll für die Kunden erleichtert werden. Die APM will auf ihren Höfen Rampen errichten, auf denen die Wertstoffe in die ebenerdigen Container entladen werden können. Gerade bei Bauschutt wäre das hilfreich, so Jaster. „Wir haben uns auf anderen Höfen verschiedene Lösungen angesehen.“

Ein „weißer Fleck“ für die Wertstofferfassung sei noch der Raum Seddiner See, sagt APM-Geschäftsführer Thomas Wendenburg. In Neuseddin habe der Betrieb einen Platz angemietet, der aber wegen der Nähe einer Wohnsiedlung und des Trinkwasserschutzgebietes nicht als Sammelplatz geeignet sei. Die APM GmbH bemühe sich um ein Grundstück hinter der „Kanine 2000“ an der Pappelallee, auf das sie ihren Containerdienst verlegen und den alten Standort später aufgeben will. Der neue Containerplatz soll dann zum Wertstoffhof ausgebaut werden.

Die Platzprobleme werden sich jedoch frühestens in zwei Jahren lösen lassen, schätzt die Gesellschaft. Den Plänen muss erst noch der Landkreis als Gesellschafter zustimmen. Darum lasse sich der Investitionsbedarf noch nicht konkret beziffern. Die Sanierungen werden bei laufendem Betrieb stattfinden, meint Tino Jaster.

Menge der angelieferten Wertstoffe hat sich vervielfacht

Nach der Eröffnung des Wertstoffhofes in Teltow bilanzierte der mittelmärkische Abfallwirtschaftsbetrieb für 2004 10 009 Anlieferungen. Die Jahresmenge aller erfassten Wertstoffe betrug damals rund 500 Tonnen. Bereits fünf Jahre später hatten sich der Kundenstrom sowie die angelieferte Menge an Wertstoffen vervierfacht. Im vorigen Jahr zählte der Wertstoffhof Teltow 50 261 Anlieferungen.

Die größten Posten sind Bau- und Abbruchabfälle sowie Sperrmüll. Beim Bauschutt stieg die Menge von etwa 450 Tonnen (2010) auf 750 Tonnen (2015). Das Sperrmüllaufkommen erhöhte sich von 800 Tonnen (2010) auf rund 1100 Tonnen (2015).

Zusätzlich zu den bisherigen Anlieferungszeiten der Wertstoffhöfe in Teltow und Werder erwägt die APM Potsdam-Mittelmark GmbH, die Höfe auch am Montag zu öffnen.

Von Heinz Helwig und Thomas Wachs

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