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AWO plant Dachausbau und Skatepark in Brück

Mehrgenerationenhaus AWO plant Dachausbau und Skatepark in Brück

Am AWO-Mehrgenerationenhaus Alte Korbmacherei in Brück tut sich etwas: Nicht nur das Dach soll ausgebaut werden, um mehr Platz für die vielfältigen Angebote zu schaffen. Auch ein Skatepark ist geplant. Dafür verlängerte die Stadtverordnetenversammlung vorzeitig den Mietvertrag der AWO. Doch noch steht die Finanzierung der Projekte nicht.

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Auch Handwerkertage, wie hier in den Osterferien, gehören zum Angebot der Einrichtung.

Quelle: Andreas Koska

Brück. Im Mehrgenerationenhaus „Alte Korbmacherei“ in Brück stehen in nächster Zeit einige Veränderungen an. Das Dachgeschoss des von der AWO genutzten Baus wird ausgebaut, zudem soll ein Skatepark entstehen. Für eine neue Kleiderkammer werden noch Räumlichkeiten gesucht.

Für die Umsetzung dieser Ideen war der AWO als Mieter Planungssicherheit wichtig – ihr Mietvertrag wäre 2018 ausgelaufen. Die Finanzierung des Ausbaus soll über Fördermittel erfolgen. Die Pläne machten daher eine vorzeitige Verlängerung des Mietvertrags notwendig. Dieser stimmte die Brücker Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause einstimmig zu; der Vertrag wurde vom Parlament für zehn weitere Jahre bis 2028 verlängert.

Das grüne Gebäude in der Außenansicht

Das grüne Gebäude in der Außenansicht.

Quelle: Kirf

Besonders erfreut nahmen die Abgeordneten zur Kenntnis, dass das Bundesfamilienministerium unter Manuela Schwesig (SPD) erwägt, das Mehrgenerationenhaus in den kommenden vier Jahren mit 30 000 Euro jährlich für Personal und Betrieb zu unterstützen. Dafür müsste die Stadt jedoch einen Eigenanteil von 10 000 Euro beisteuern, unter Umständen könnte dies auch durch Sachleistungen erfolgen.

Ursprünglich war der Antrag auf Förderung abgelehnt worden, da mit einem Mehrgenerationenhaus in Nuthetal schon eine ähnliche Einrichtung im Landkreis gefördert wird. Nun aber wurde die Alte Korbmacherei gemeinsam mit weiteren Projekten für einen so genannten Pretest ausgewählt. Dieser bildet die Grundstufe der Überprüfung für Fördergeldzahlungen. Damit stehen nach Aussagen aus der Brücker Amtsverwaltung die Chancen nicht schlecht, in die nächste Förderperiode aufgenommen zu werden. Für das Projekt spricht auch, dass die Abgeordneten einstimmig beschlossen haben, das Haus bis 2020 als wichtigen Bestandteil von Planungen im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel und der Sozialraumentwicklung anzusehen.

Das AWO-Mehrgenerationenhaus in Brück

Das Brücker Mehrgenerationenhaus in der Alten Korbmacherei eröffnete im September 2011. Ziel ist es, eine Anlaufstelle für Menschen aller Generationen, Gemeinschaften und Vereine in der Stadt zu schaffen.

Der Jugendraum im Mehrgenerationenhaus steht allen Kindern und Jugendlichen ab 8 Jahre zur Verfügung. Bei Kicker, Billard, Tischtennis, Tischhockey, Basteln, Malen und anderen sportlichen Wettbewerben können die Jungen und Mädchen ihre Freizeit selbst aktiv gestalten.

Die Alte Korbmacherei ist Montag und Mittwoch von 10 bis 18 Uhr, an den übrigen Werktagen bis 16 Uhr geöffnet.

Auch für ein weiteres geplantes Projekt steht die Finanzierung: Die Förderzusagen für den Skatepark, der auf dem Außengelände entstehen soll, sind mittlerweile eingetroffen. Zwar gibt es schon einen Jugendclub im Haus, doch vor allem die jungen Besucher des Mehrgenerationenhauses klagen seit längerem über mangelnden Platz für ihre Aktivitäten. Nach dem Umbau sollen deshalb vor allem Angebote für Kinder und Jugendliche entstehen. Detailplanungen und Kostenschätzungen liegen jedoch bislang nicht vor.

Die AWO ist außerdem in Brück auf der Suche nach Räumen für eine Kleiderkammer, die Unterbringung in der Alten Mühle wird als Provisorium angesehen. Zwar wurden bereits mehrere Objekte besichtigt – darunter die ehemalige, seit einigen Jahren leerstehende Filiale der pleite gegangenen Drogeriemarktkette Schlecker, der Bahnhof sowie Räume, in denen bisher eine Fahrradwerkstatt untergebracht ist. Bislang wurde jedoch kein Erfolg bei der Raumsuche erzielt. Auch die Finanzierung der neuen Kleiderkammer ist noch nicht gesichert. Denkbar wäre etwa eine Förderung über die Aktion Mensch.

Orientiert an den guten Erfahrungen der Potsdamer Kleiderkammer Schatzkiste soll der Brücker Nachahmer allen Bedürftigen offenstehen.

Von Andreas Koska

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