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AWO schenkt Grundschülern Überraschungstag

Brück AWO schenkt Grundschülern Überraschungstag

Dass nicht nur Mitschüler so richtig störrisch sein können, haben die Brücker Grundschüler bei der diesjährigen Ferienüberraschung der AWO gelernt. Sie durften den Tag bei einer Eselwanderung verbringen und dabei viel über die Packtiere mit dem Dickschädel lernen.

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Shannon Grebe, Alexia Scholz und Kyra Hennig (von links) sind von der Eselwanderung mit Jan Prowaznik begeistert. Besonders angetan hat es ihnen der viereinhalbjährige Esel Kasper.

Quelle: Johanna Uminski

Brück. Kasper und Hannibal sind kaum angekommen, schon bildet sich eine Traube aus begeisterten Kindern um sie. Die zwei Esel lassen sich vom Rufen und Drängeln der Kinder jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Straffen Schrittes laufen die Tiere die zwei Kilometer lange Strecke von der Tagesbetreuung der Brücker Grundschule bis zur Ziegenwiese in Trebitz. Nur mit vollem Körpereinsatz können die Grundschüler die zwei Esel unter Kontrolle halten, denn diese haben meist ihren eigenen Kopf – insbesondere, wenn am Wegesrand saftiges Grün auf sie wartet. Am Ende hat sich der Weg nicht nur für die zwei Esel gelohnt, sondern auch für die 31 Grundschüler, denn auf der Ziegenwiese warteten vom Awo-Ortsverein Brück gestelltes Eis, leckere Getränke und leckere Bratwürste auf die Kinder.

Bereits seit zehn Jahren organisiert die Awo in Brück einen Überraschungstag für die Grundschüler während der Sommerferien. Dieses Mal hat sich der Verein wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht: eine Eselwanderung. Nachdem der Hort immer die Brücker Awo-Mitglieder zunächst zum Weihnachts-, später zum Frühlingsfest eingeladen hat, wollten sich die Mitglieder bei den Kindern revanchieren. „Wir waren mit den Kindern schon im Hans-Grade-Museum in Borkheide und auf der Krokodilfarm in Golzow“, sagt Brigitte Marohn, stellvertretende Awo-Vorsitzende Brück.

Auch die diesjährige Überraschung war ein absoluter Volltreffer. „Ich finde es hier super toll, weil ich viel über Esel gelernt habe“, sagt Jason Hillner. Zum Beispiel, dass die Packtiere Vegetarier sind und nur Gras fressen. „Es gibt auch Pflanzen, die giftig für Esel sind“, weiß der Neunjährige. Von der Wanderung und den vielen Eindrücken ist auch Bjarne Kaffanke begeistert. „Esel können ganz viel tragen, nämlich bis zu 20 Prozent ihres Körpergewichts.“ „Sehr cool“ findet den Ausflug auch Alexia Scholz. „Ich war Eseln noch nie so nah und weiß jetzt, wie sie sich anfühlen“, sagt die Fünftklässlerin. Ähnlich sieht es auch die neunjährige Kyra Hennig. „Die Esel sind richtig niedlich.“

Doch der Neuendorfer Jan Prowaznik hat nicht nur seine Esel mitgebracht, er bietet den Kindern sogar noch Einblicke in die Jonglierkunst und in den brasilianischen Kampftanz Capoeira. „Das ist ein akrobatischer Tanz mit versteckten Tritten“, sagt er. Mitgebracht hat er auch noch eine Berimbau – das Hauptinstrument des brasilianischen Kampftanzes. Das Instrument besteht aus einem gebogenen Holzstock, an dessen beiden Enden ein Draht als Saite befestigt ist. Als Resonanzkörper dient am unteren Drittel des Bogens ein ausgehöhlter Flaschenkürbis. „Das Schöne ist, dass Rhythmus, Musik und Bewegung dabei vereint werden“, sagt Jan Prowaznik.

Während die Jungs mit Tauziehen und Jonglieren beschäftigt sind, umzingeln die Mädchen Hannibal und Kasper. Die Kombination von Kindern und Eseln findet der Neuendorfer ideal. „Esel sind sehr entspannte Tiere, die offen auf einen zugehen und schnell Freundschaft schließen.“

Von Johanna Uminski

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