Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark AWO schenkt Grundschülern Überraschungstag
Lokales Potsdam-Mittelmark AWO schenkt Grundschülern Überraschungstag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:25 23.08.2016
Shannon Grebe, Alexia Scholz und Kyra Hennig (von links) sind von der Eselwanderung mit Jan Prowaznik begeistert. Besonders angetan hat es ihnen der viereinhalbjährige Esel Kasper. Quelle: Johanna Uminski
Anzeige
Brück

Kasper und Hannibal sind kaum angekommen, schon bildet sich eine Traube aus begeisterten Kindern um sie. Die zwei Esel lassen sich vom Rufen und Drängeln der Kinder jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Straffen Schrittes laufen die Tiere die zwei Kilometer lange Strecke von der Tagesbetreuung der Brücker Grundschule bis zur Ziegenwiese in Trebitz. Nur mit vollem Körpereinsatz können die Grundschüler die zwei Esel unter Kontrolle halten, denn diese haben meist ihren eigenen Kopf – insbesondere, wenn am Wegesrand saftiges Grün auf sie wartet. Am Ende hat sich der Weg nicht nur für die zwei Esel gelohnt, sondern auch für die 31 Grundschüler, denn auf der Ziegenwiese warteten vom Awo-Ortsverein Brück gestelltes Eis, leckere Getränke und leckere Bratwürste auf die Kinder.

Bereits seit zehn Jahren organisiert die Awo in Brück einen Überraschungstag für die Grundschüler während der Sommerferien. Dieses Mal hat sich der Verein wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht: eine Eselwanderung. Nachdem der Hort immer die Brücker Awo-Mitglieder zunächst zum Weihnachts-, später zum Frühlingsfest eingeladen hat, wollten sich die Mitglieder bei den Kindern revanchieren. „Wir waren mit den Kindern schon im Hans-Grade-Museum in Borkheide und auf der Krokodilfarm in Golzow“, sagt Brigitte Marohn, stellvertretende Awo-Vorsitzende Brück.

Auch die diesjährige Überraschung war ein absoluter Volltreffer. „Ich finde es hier super toll, weil ich viel über Esel gelernt habe“, sagt Jason Hillner. Zum Beispiel, dass die Packtiere Vegetarier sind und nur Gras fressen. „Es gibt auch Pflanzen, die giftig für Esel sind“, weiß der Neunjährige. Von der Wanderung und den vielen Eindrücken ist auch Bjarne Kaffanke begeistert. „Esel können ganz viel tragen, nämlich bis zu 20 Prozent ihres Körpergewichts.“ „Sehr cool“ findet den Ausflug auch Alexia Scholz. „Ich war Eseln noch nie so nah und weiß jetzt, wie sie sich anfühlen“, sagt die Fünftklässlerin. Ähnlich sieht es auch die neunjährige Kyra Hennig. „Die Esel sind richtig niedlich.“

Doch der Neuendorfer Jan Prowaznik hat nicht nur seine Esel mitgebracht, er bietet den Kindern sogar noch Einblicke in die Jonglierkunst und in den brasilianischen Kampftanz Capoeira. „Das ist ein akrobatischer Tanz mit versteckten Tritten“, sagt er. Mitgebracht hat er auch noch eine Berimbau – das Hauptinstrument des brasilianischen Kampftanzes. Das Instrument besteht aus einem gebogenen Holzstock, an dessen beiden Enden ein Draht als Saite befestigt ist. Als Resonanzkörper dient am unteren Drittel des Bogens ein ausgehöhlter Flaschenkürbis. „Das Schöne ist, dass Rhythmus, Musik und Bewegung dabei vereint werden“, sagt Jan Prowaznik.

Während die Jungs mit Tauziehen und Jonglieren beschäftigt sind, umzingeln die Mädchen Hannibal und Kasper. Die Kombination von Kindern und Eseln findet der Neuendorfer ideal. „Esel sind sehr entspannte Tiere, die offen auf einen zugehen und schnell Freundschaft schließen.“

Von Johanna Uminski

Marko Krause ist Wollins Bauchredner, Illusionist und DJ. Und zwar so erfolgreich, dass er sich vor sieben Jahren selbstständig machte. Die Kinder im Ort kennen und lieben ihn – und auch die Erwachsenen können herzhaft über die sprechende Puppe lachen. Jetzt bekommt der Entertainer Konkurrenz aus der eigenen Familie.

23.08.2016
Potsdam-Mittelmark Hartwig Remy sammelt Geschichten aus Schäpe - Durstige Maurer und ein Mord

Hartwig Remy sammelt Geschichten aus Schäpe (Potsdam-Mittelmark) und will daraus ein Büchlein machen. Haupthelden sind zum Beispiel ein Scherenschleifer, der sein Kind fünf Mal taufen ließ, und ein Dienstmädchen aus Schlesien, das nach Schäpe kam, um dem Lehrer zu helfen, dort aber Opfer eines Mordes wurde.

22.08.2016

In Wollin betreibt Dajana Siebert den einzigen Dorfladen zwischen Brandenburg und Görzke. Bei ihr kaufen vor allem die Alten und die Vergesslichen ein. Zu haben ist alles, was man zum Überleben auf dem Lande braucht. Bei zuverlässigen Kunden schreibt die Einzelhändlerin an, wenn das Geld am Monatsende knapp ist.

22.08.2016
Anzeige