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Ab 2018 wird in Edelstahl gebadet

Das Freibad in Kleinmachnow wird saniert Ab 2018 wird in Edelstahl gebadet

Die Sanierungsarbeiten im Freibad Kiebitzberge in Kleinmachnow laufen auf Hochtouren. Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken werden mit Edelstahl ausgekleidet, Sprungtürme und Rutsche erneuert, die Wassertechnik fit gemacht und Außenanlagen optimiert. 3,8 Millionen Euro kostet der Spaß.

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Hoppla, hier wird gearbeitet. Zu Besuch auf der Baustelle: Markus Schmidt, die Bürgermeister Bernd Albers, Thomas Schmidt, Michael Grubert sowie die Aufsichtsräte Michael Schmelz und Michael Grunwaldt (von links).

Quelle: Stich

Kleinmachnow. Die Sanierung des Freibads Kiebitzberge in Kleinmachnow ist in vollem Gang. Start war unmittelbar nach Ende der Badesaison am 4. September und nach den Worten von Markus Schmidt „ist in den ersten 16 Tagen schon eine Menge passiert“. Der Geschäftsführer der Freibad-Gesellschaft präsentierte am Mittwoch den Bürgermeistern von Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf sowie Aufsichtsräten die Baufortschritte. Die drei Nachbarkommunen sind je nach Einwohnerzahl an der Gesellschaft beteiligt und teilen sich die Sanierungskosten.

Das Schwimmmeisterhäuschen wird abgerissen und völlig neu aufgebaut

Das Schwimmmeisterhäuschen wird abgerissen und völlig neu aufgebaut.

Quelle: Stich

Im Zentrum der Arbeiten steht der Einbau von Edelstahlbecken im Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich. Sie werden auf die bestehenden Fliesenwände gesetzt, die sehr reparaturanfällig waren. Außerdem wird die Wassertechnik von Grund auf erneuert.

Die Sprunganlagen, die Wasserrutsche und die Wegeplatten rund um die Becken sind abmontiert worden. „Keine Angst“, so Schmidt, „auch in Zukunft wird es die Sprungtürme wieder geben und auch die Rutsche. Die Anlagen werden von Fachfirmen derzeit aufgearbeitet.“ Für die alten Wegeplatten, die fein säuberlich gestapelt wurden, soll es eine Wiederverwendung im Außenbereich geben. Rund um die Becken werden große Platten ohne Fugen verlegt. „Das ist für die Reinigung wesentlich besser“, so Schmidt. Das alte Schwimmmeisterhäuschen steht noch, wird aber abgerissen und völlig neu aufgebaut. Auch das Liegepodest am Schwimmerbecken wird umgestaltet.

Die Anlage zur Aufbereitung des Wassers soll laut Schmidt in der kommenden Woche demontiert werden. „Die Bestandsfilter werden aber nicht weggeworfen, sondern so aufbereitet, dass wir sie weiter nutzen können.“ Das spare Kosten, so Schmidt. Für warmes Wasser in den Badebreichen sorgt künftig moderne Solartechnik, für die das Freibad als Modellprojekt eine 80-prozentige Förderung des Bundes in Höhe von 180 000 Euro erhält. Der Einbau der neuen Technik erfolgt im November.

Die Edelstahlbecken werden eingesetzt, ohne dass man die Fliesen entfernen müsste

Die Edelstahlbecken werden eingesetzt, ohne dass man die Fliesen entfernen müsste. Sie bleiben dahinter verborgen.

Quelle: Stich

Wenn der Winter für die Bauleute nicht zu streng wird, soll die Sanierung des Freibads Mitte Mai 2018 abgeschlossen sein. „Dann erfolgt die Freigabe durch den Landkreis und die Eröffnung zur Badesaison am 1. Juni“, so Schmidt. Für die dann beendeten Bauabschnitte fallen Kosten von 3,8 Millionen Euro an. Ursprünglich sollten die zwei großen Becken nacheinander in zwei Jahren saniert werden. „Durch die Zusammenlegung dieser beiden Maßnahmen haben wir rund 300 000 Euro gespart.“

Insgesamt kostet die Sanierung des Freibads die drei Nachbarkommunen rund sieben Millionen Euro. „Das Geld ist gut angelegt“, sind sich Thomas Schmidt (Teltow), Michael Grubert (Kleinmachnow) und Bernd Albers (Stahnsdorf) einig. Erst vor wenigen Wochen haben sie in ihren Kommunalparlamenten noch einmal einen Zuschuss durchbringen müssen, weil Baukosten angestiegen waren. Eine große Mehrheit der Stadtverordneten und Gemeindevertreter hat den Ausgaben für das Bad zugestimmt.

Zur Eröffnung am 1. Juni 2018 ist ein Wettschwimmen der Bürgermeister geplant. Außerdem gibt es Überlegungen, die jahrelange Arbeit des Bad-Fördervereins zu würdigen. „Die Vereinsarbeit ist zwar etwas eingeschlafen, war in der Vergangenheit aber unverzichtbar für uns“, so Bad-Geschäftsführer Markus Schmidt. „Es wäre schön gewesen, wenn der langjährige Vereinsvorsitzende Klaus Vandrey diesen Tag noch erlebt hätte. An ihn wollen wir in geeigneter Form erinnern.“

Eine Schwimmhalle für die Region

In der Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf gibt es derzeit zwei Schwimmbäder: das Freibad Kiebitzberge in Kleinmachnow und direkt in Reichweite ein kleines Hallenbad im Sportforum, das vor wenigen Tagen eröffnet wurde.

Der Bau einer Schwimmhalle für die drei Nachbarkommunen wird eifrig diskutiert und ist auch zu einem Thema im Teltower Bürgermeisterwahlkampf geworden.

Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) hat jetzt einen Vorschlag dazu entwickelt: Von seinen Stadtverordneten war er beauftragt worden, eine Standortuntersuchung für eine Schwimmhalle zu initiieren. Ergebnis: „Kleinmachnow und Stahnsdorf haben mitgeteilt, dass sie auf ihrem Gebiet keine geeignete Fläche zur Verfügung stellen können“, sagte Schmidt am Mittwoch.

Alles läuft also darauf hinaus, dass die regionale Schwimmhalle in Teltow gebaut wird. Schmidt schlägt vor, den Bau und den künftigen Betrieb der bereits bestehenden Freibad-Gesellschaft zu übertragen. Aus seiner Sicht sitzen dort die Experten, außerdem sind die drei Nachbarkommunen bereits in der Gesellschaft vertreten. Eine entsprechende Beschlussvorlage will Schmidt den Stadtverordneten demnächst vorlegen.

Von Jürgen Stich

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