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Abgeordnete müssen sich bei Vereinsförderung enthalten

Borkwalde (Potsdam-Mittelmark) Abgeordnete müssen sich bei Vereinsförderung enthalten

Weil sie in verschiedensten Vereinen aktiv sind, mussten sich viele Gemeindevertreter aus Borkwalde bei der Vergabe der Fördermittel enthalten. Trotz langer Prozedur haben alle Vereine Geld abbekommen. Erstmals hat die Gemeinde die Summe von 5100 Euro auf nunmehr 6000 Euro erhöht.

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1600 Euro bekommt der Feuerwehrverein Borkwalde.

Quelle: Privat

Borkwalde. Das lokale Engagement der Gemeindevertreter von Borkwalde führte jüngst zu einem Problem: Als über die Zuschüsse für die Vereine der Waldgemeinde entschieden werden sollte, drohte dem Gremium die Beschlussunfähigkeit.

Da viele der Abgeordneten in den Vorständen der jeweiligen Vereine tätig sind, wären sie als befangen einzustufen. Deshalb wurde der geplante eine Tagesordnungspunkt in sechs einzelne Punkte für einzelne Vereine unterteilt. So waren jeweils weniger Gemeindevertreter befangen und die Vereine erhielten trotzdem Förderungen.

Verteilung der Mittel

Zuerst wurden die Zuschüsse für die Bürgerinitiative „Im Gegenwind“ (100 Euro), die Seniorentanzgruppe (150 Euro) sowie das Tipidorf (450 Euro) bewilligt. Denn bei ihnen ist keiner der Abgeordneten im Vorstand aktiv. Bürgermeisterin Renate Krüger und ihr Ehemann Peter Krüger (beide Linke) durften nicht an der Abstimmung über die Zuwendung an den Kulturverein „Zauche“ (2500 Euro) mitwirken, da beide im Vorstand sitzen.

Egbert Eska (WiB) hatte das gleiche Problem bei der Abstimmung über die Zuwendung an den Förderverein der Kita „Regenbogen“ (500 Euro). Ute-Ilse Thilo (Linke) musste bei der Entscheidung für den erst vor kurzem gegründeten Verein „Buntes Borkwalde“ (300 Euro), Romy Zibulski (SPD) und Norbert Wurche (Notgemeinschaft) beim Feuerwehrverein (1600 Euro) und Renate Bressel (Notgemeinschaft) bei den Rentnern (400 Euro) schweigen.

Im Haushalt verankerte Summe

Für die Unterstützung der Gruppen hat die Waldgemeinde die im Haushalt verankerte Summe erstmals aufgestockt. Bisher standen 5100 Euro zur Verfügung. Beantragt worden waren allerdings 6900 Euro. „Alle geben sich viel Mühe, wir hatten deshalb mit der Reduzierung Probleme“, gab Bürgermeisterin Renate Krüger offen zu.

Um allen Wünschen gerecht zu werden, wurde nur teilweise gekürzt. Die Gemeinde entschloss sich dazu, die Summe um 900 Euro auf nun insgesamt 6000 Euro für die Vereinsförderung aufzustocken.

Von Andreas Koska

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