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Potsdam-Mittelmark Abgeordnete wollen Amtschef überstimmen
Lokales Potsdam-Mittelmark Abgeordnete wollen Amtschef überstimmen
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02:15 21.11.2015
Ortswehrführer Carsten Wendt möchte alle Brücker Sirenen auch nachts nutzen dürfen. Quelle: Thomas Wachs
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Brück

Den kürzlich im Brücker Sirenen-Streit erzielten Kompromiss zwischen einem Anwohner und der Amtsverwaltung wollen die Stadtverordneten nicht akzeptieren. In ihrer jüngsten Sitzung beschlossen sie einstimmig, das Thema über ihre Vertreter im Amtsausschuss dort auf die Tagesordnung zu heben. Damit soll der Amtsdirektor beauftragt werden, die derzeit täglich zwischen 20 Uhr und 8 Uhr sowie sonntags stumm geschaltete Sirene auf dem Amtsgebäude wieder in den Alarmierungsplan aufzunehmen. Das Gremium ist allgemein für den Brandschutz zuständig.

Amtsdirektor verteidigt seine Anordnung

Christian Großmann verteidigte seine Anweisung zur nächtlichen Abschaltung der Sirene. „Dies ist allein meine Entscheidung und keine des Amtsausschusses“, sagte der Amtsdirektor vor den Stadtverordneten. Sie waren sich über alle Fraktionen hinweg einig, dass ein Sirene auch zur allgemeinen Warnung der Bevölkerung beitrage. Allgemein herrsche in der Stadt Unverständnis über die Abschaltung. „Uns fehlt noch immer die Rechtsgrundlage, auf deren Basis die Abschaltung verfügt worden ist. Sie sollte uns längst zugestellt werden“, sagte Andreas Sägner (CDU). „Nur vor der Androhung eines Rechtsstreites durch einen einzigen Bürger zu kuschen, reicht nicht“, ergänzte Matthias Schimanowski (Pro Brück). „Wir sollten auch den Klageweg wagen“, um die Sirene wieder voll in Betrieb zu nehmen, forderte der Fraktionschef.

Beschwerde eines Bürgers lässt Sirene verstummen

Zu der nächtlichen Abschaltung geführt hatte im Juni die Beschwerde eines Bürgers, der unmittelbar gegenüber dem Brücker Amtsgebäude wohnt, auf dem eine Sirene montiert ist. Er sieht sich und seine Familie in der Nachtruhe beeinträchtigt. Nach Angaben des Amtsdirektors sei die Rechtslage eindeutig. Sie schreibe Grenzen für Lärmpegel vor.

Von Thomas Wachs

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