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Abriss-Stopp wegen der Fledermaus

Teltomat-Gelände in Michendorf Abriss-Stopp wegen der Fledermaus

Aus städtebaulicher Sicht waren die Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Teltomat-Gelände in Michendorf ein Hoffnungssignal, dass die Industriebrache im Herzen des Ortes endlich verschwindet. Doch jetzt hat die Naturschutzbehörde des Kreises den Abriss morscher Altbauten erst einmal gestoppt – wegen eines kleines Tieres.

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Der Abriss alter Gebäude auf dem ehemaligen Teltomat-Gelände in Michendorf ist vorerst gestoppt. In den Häusern könnten Fledermäuse leben.

Quelle: Privat

Michendorf. Die Untere Naturschutzbehörde hat den Abriss alter Bauten auf dem ehemaligen Teltomat-Gelände in Michendorf vorerst gestoppt. Wie Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert bestätigte, dürfen die Arbeiten erst fortgesetzt werden, wenn eine „ökologische Begleitung“ erfolgt ist.

Hintergrund ist offenbar die Annahme, dass die morschen Gebäude zu Lebensräumen für Tiere geworden sind. Anwohner hatten sich zu Beginn der Abrissarbeiten etwa gefragt, was aus den Fledermäusen wird, die in Altbauten leben sollen.

Aus städtebaulicher Sicht wirkt der Abriss-Stopp wie eine ironische Pointe auf das bisherige Geschehen. Auf dem Teltomat-Gelände hatte sich zuvor seit Jahren nichts getan. Als die Papenburg AG als Arealeigentümer jüngst mit dem Abriss von Altbauten begann, keimte in Michendorf wieder Hoffnung auf, dass die Industriebrache im Herzen des Ortes eines Tages doch verschwindet und Platz wird für ein neues Ortszentrum.

Für das von der Naturschutzbehörde nun geforderte ökologische Begleitprogramm gibt es extra Firmen, die es organisieren. Gutachter checken in solchen Fällen das Areal, schauen, welche Tiere dort leben und welchen Einfluss die Baumaßnahmen auf deren Lebensräume haben, sagte Michendorfs Bauamtsleiter Christopher Gerhard. „Gegebenenfalls werden Maßnahmen zum Schutz der Tiere vorgeschlagen. Das kann bis zu einer Umsiedlung von Tieren gehen.“

Von Jens Steglich

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